Wi-Fi-6-Router

Telekom Speedport Pro Plus im Test

© Teufel

Telekom Speedport Pro+

Telekom Speedport Pro Plus

Man sieht auch dem Speedport Pro Plus von außen nicht an, dass sein Innenleben nun Wi-Fi 6 unterstützt. Gehäuse und Anschlüsse entsprechen 1:1 dem Wi-Fi-5-Modell ohne Namenszusatz Plus. Und wie sein Vorgänger unterstützt auch der Speedport Pro Plus Hybrid-Anschlüsse der Telekom aus (V)DSL und LTE, bietet zwei USB-3.0-Buchsen mit Drucker- und NAS-Unterstützung und, wie bereits erwähnt, eine integrierte Smart-Home-Zentrale.

Mesh-Unterstützung gibt es für die von der Telekom vertriebenen Mesh-Satelliten SpeedHome WiFi (einzeln um 70 Euro, im Set etwas günstiger). Allerdings sind letztere bislang auf Wi-Fi 5 mit 4x4 MIMO begrenzt. Auch die Telefonie-Sektion kann mit der von AVM mithalten:

Sie umfasst eine DECT-/CAT-iq-Basis, zwei TAE-Buchsen sowie eine S0-Buchse für bereits vorhandene ISDN-Endgeräte. In der WLAN-Sektion fährt die Telekom massiv Technik auf: Der Speedport Pro plus unterstützt 8x8 MIMO und verspricht damit bis zu 8600 MBit/s auf 5 GHz und bis zu 1100 MBit/s auf 2,4 GHz.

Auch hier gilt, dass bislang auf dem Markt verfügbare Wi-Fi-6-Endgeräte pro Verbindung auf 2x2 MIMO begrenzt sind. Sollen gleichzeitig mehrere Highspeed-WLAN-Verbindungen unterhalten werden, ist der Telekom-Router mit seiner 8x8-Antennenkonfiguration aber natürlich im Vorteil.

Bei der Anbindung ans Heimnetz via Ethernet unterliegt er jedoch denselben Einschränkungen wie die Fritzbox 7530 AX: Da die LAN-Buchsen maximal Gigabit-Ethernet unterstützen, werden sie zum Flaschenhals – wenn auch abermals der Hinweis angebracht ist, dass Multi-Gigabit-Ethernet derzeit in privaten Umgebungen noch Seltenheitswert genießt.

Neben drei reinen LAN-Buchsen besitzt der Speedport Pro Plus auch noch eine WAN-Buchse. Sie ist gegebenenfalls für den Anschluss eines externen Modems vorgesehen – lässt sich aber auch als vierte Gigabit-Ethernet-Buchse nutzen.

© Telekom

Telekom Speedport Pro+

AVM handhabt dies übrigens genauso – ohne aber die LAN1-Buchse optisch von den anderen abzugrenzen. Wie schon sein Vorgänger, besitzt auch der Speedport Pro Plus einen Einschub für das SFP-plus-Netzwerkmodul, über den sich theoretisch Hardware für Multi-Gigabit-Ethernet nachrüsten ließe.

Doch der Steckplatz ist „für künftige Nutzung“ reserviert – die zum Testzeitpunkt verfügbare Firmware unterstützt ihn noch nicht. Auch dieser Faktor dürfte in die von uns im Rahmen unserer Praxistests gemessenen Datenraten mit hineinspielen. Im 5-GHz-Band liegen sie mit 916 MBit/s im Download und 907 MBit/s im Upload nah an der Gigabit-Grenze, auf 2,4 GHz mit 678 MBit/s im Download und 656 MBit/s im Upload deutlich darunter.

Die gemessene Leistungsaufnahme von 18,9 Watt im Standby ist zwar nicht ohne – angesichts der hohen Hardware-Performance aber verständlich. Im Vergleich zur Fritzbox 7530 AX bietet der Speedport Pro Plus schon heute sowohl bei Einzelverbindungen per WLAN als auch bei WLAN-Nutzung mit mehreren Wi-Fi-6-Geräten klare Vorteile.

Das volle Potenzial dieses für rund 380 Euro erhältlichen Routers dürfte jedoch in der Zukunft liegen – sofern er per SFP-plus-Modul auch noch schnellere LAN-Datenraten dazulernt.

© PCgo / Weka Media Publishing GmbH

PCgo Testsieger

Details: Telekom Speedport Pro Plus

  • 2,4 GHz Download (Wi-Fi 6) max. 678 MBit/s
  • 2,4 GHz Upload (Wi-Fi 6) max. 656 MBit/s
  • 5 GHz Download (Wi-Fi 6) max. 916 MBit/s
  • 5 GHz Upload (Wi-Fi 6) max. 907 MBit/s
  • Leistungsaufnahme Standby 18,9 Watt

Wertungen: Telekom Speedport Pro Plus

  • Gesamtwertung: 91 Punkte
  • Preis/Leistung: gut
  • Ausstattung (max. 40 Punkte): 37 Punkte
  • Bedienung (max. 20 Punkte): 19 Punkte
  • Messerte (max.40 Punkte): 35 Punkte
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