Kopf-an-Kopf- Rennen

Yamaha RX-V683

5.9.2017 von The-Khoa Nguyen

ca. 2:05 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test: Denon vs. Onkyo, Sony und Yamaha
  2. Denon HEOS AVR im Test
  3. Onkyo TX-NR676E im Test
  4. Sony STR-DN1080 im Test
  5. Yamaha RX-V683
AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Der Yamaha RX-V683 im Test.
© video

Pro

  • spielt äußerst detailreich
  • gute Ortbarkeit
  • viele indiv. Klangeinstellungen

Contra

  • Menüführung
  • Dolby Vision erst via Update

Fazit

video Testurteil: gut (78 Prozent): Preis/Leistung: sehr gut

Während Yamahas Top-Modellen das Kürzel A für Aventage vorbehalten ist, reiht sich unser japanisches Testmodell eine Liga darunter, in die RX-Klasse ein. Mit sieben Endstufen und zwei Subwoofer-Ausgängen und einer auch sonst passabel ausgestatteten Anschluss-Sektion dürften viele Heimkinobesitzer bestens zurechtkommen. Für Vinyl-Fans ist sogar ein Phono-Eingang an Bord. Generell gefällt uns die gewohnt massiv verarbeitete, silber-schwarze Kombi mit wichtigen Bedienelementen an der Front (wie etwa den bewährten Szene-Knöpfen zum Speichern von individuellen Kombinationen aus Quelle und DSP-Mode) gut.

Dank Einrichtungsassistent und YPAO Einmessautomatik können wir nach kürzester Zeit mit dem Hörtest loslegen. In Kombination mit Teufels neuem THX-Set (System 6) begeistert der RX-V683 mit impulsivem, mitreißenden Mehrkanal-Sound. Der Bass dazu: staubtrocken und punktgenau. Stimmen werden klar wiedergegeben und auch auf Details versteht er sich bemerkenswert gut, da geht kein Laubrascheln oder Vogelgezwitscher unter. Davon profitieren auch 3D-Sound-Effekte. Je nach Situation vermissen wir ein Minimum an Dramatik. Eine Eigenschaft, die im Stereo-Durchgang mehr ins Gewicht fällt.

Rear-Effekte meistert der RX-683 ohnehin schon sehr sauber und fast lückenlos, sodass bei Zuschaltung der Phantom Surround Back Funktion kein wirklicher Mehrwert zu vernehmen war. Alleinstellungsmerkmal für Yamahas AV-Rs: Ihre zahlreichen DSP-Modi, die sich auch für 3D-Sound anwenden lassen. Wer die unbearbeitete Tonspur hören möchte, stellt einfach auf „Straight“.

Egal ob via Spotify Connect, das Internetradio oder den eigenen NAS-Server – Verzögerungen, Verbindungsprobleme oder andere Störungen sind ihm fremd. Über das Netzwerk und USB werden die Titel in High Resolution wiedergegeben, falls vorhanden, mit entsprechender Cover- sowie Info-Abbildung am TV.

Baldiger Vision-är

AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Bei aktiver Video-Verarbeitung wird Full HD-Content auf 4k hochskaliert.
© video

Unseren Ultra HD Blu-ray Player können wir an einem der ersten drei HDMI-Eingänge anschließen, denn nur diese verstehen sich auf den HDCP2.2 Kopierschutz. Das ist zwar schade, aber die meisten User dürften damit schon auskommen. Die Übermittlung von UHD-Bildern mit 3840x2160 Pixel und HDR10 Metadaten gelingt tadellos. Für Dolby Vision Content benötigt Yamahas Newcomer allerdings noch ein entsprechendes Update, das laut Hersteller im Herbst verfügbar sein wird. Dann wird auch die Funktionalität des „Enhanced“ Audiorückkanals aktiviert, um direkt über die Apps am TV in den Genuss von 3D-Sound kommen zu können. Der integrierte Video-Scaler verhilft Full HD-Inhalten zu etwas mehr Schärfe, schummelt unseren Testbildern allerdings das ein oder andere abenteuerliche Muster hinzu. Extrapunkte gibt es für die App-Bedienung und den (hier im Testfeld einzigartigen) Eco-Mode. Praktisch: Der AV-R dient nicht nur als Empfänger, sondern auch als Sender von Bluetooth-Signalen. Somit schickt er die Signale bequem an die kleine Box im Nebenzimmer oder den eigenen Kopfhörer.

Fazit

AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Yamahas Geber bietet die größte Tastenvielfalt der vier Geräte im Test. Dennoch findet man sich gut zurecht, Schnellwahl-Elemente stehen zur Auswahl.
© video

Alles in allem präsentiert Yamaha mit dem V683 einen üppig ausgestatteten Verstärker, der insbesondere im Mehrkanalbetrieb mit Detailreichtum und immersivem Klang punkten kann. Die Bedienung via App macht Spaß, dem Eintritt in die Welt der Musik-Streaming-Dienste sind keine Grenzen gesetzt. Nur das Warten auf Dolby Vision dürfte für unseren Geschmack gerne ein möglichst frühes Ende haben...

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