Kopf-an-Kopf- Rennen

Onkyo TX-NR676E im Test

5.9.2017 von The-Khoa Nguyen

ca. 2:05 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test: Denon vs. Onkyo, Sony und Yamaha
  2. Denon HEOS AVR im Test
  3. Onkyo TX-NR676E im Test
  4. Sony STR-DN1080 im Test
  5. Yamaha RX-V683
AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Der Onkyo TX-NR676E im Test.
© video

Pro

  • Dolby Visionmitreißender Sound
  • Hi-Res-Streaming
  • Anschlussvielfalt

Contra

  • kein Video-Scaler
  • Chromecast noch mit kleinen Bugs

Fazit

video Testurteil: gut (78 Prozent); Preis/Leistung: sehr gut - video KAUFTIPP

Lang ist sie, die Ausstattungsliste des neuen TX-NR676E AV-Receivers aus dem Pioneer-Onkyo Verbund. Der 7.2-Kanal-Verstärker bietet Anschlüsse für Setups mit wahlweise zwei Back-Surround- oder Höhen-Lautsprechern und hat dementsprechend Decoder für Dolby Atmos und DTS:X samt deren Upmixer an Bord. Auro 3D gibt es nach wie vor ausschließlich bei den Kollegen von Denon und Marantz. An der Rückseite stehen zahlreiche analoge Audio-Eingänge sowie die digitale Variante mit Toslink und Koax zur Verfügung.Design, Einmessung und Menüführung betreffend gibt es keine großen Veränderungen zu den Vorgängern, dafür sticht uns beim Auspacken aber gleich ein besonderes Logo ins Auge, das prominent an der Geräte-Front prangt: Dolby Vision.

Die dynamischen Minions

AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Unsere „Ich-Einfach unverbesserlich“-Disc − eingelegt im Oppo UDP205 − mit Dolby Vision wird beim Onkyo AV-R als Premium Content erkannt. Nicht zu übersehen: das Dolby Vision Logo rechts oben im Bild. Dritter im Test-Bunde: der Metz TV, der sich ebenfalls auf Dolby Vision versteht.
© video

Wenn es um Dolby Vision Content geht, ist die Auswahl an Testdiscs aktuell leider noch sehr klein. Wir legen daher unsere bisher einzige entsprechende UHD Blu-ray „Ich – Einfach unverbesserlich“ in den Oppo UDP205 und schicken die Signale durch unsere Onkyo-Zentrale via HDMI ARC an den Metz Novum 65 OLED. Sowohl das Info-Menü des Fernsehers als auch ein entsprechendes Logo belegen unseren ersten visuellen Eindruck: Hier kommt auch tatsächlich das dynamische HDR-Format an. Die Info-Taste des Verstärkers gibt preis: Es wird Premium Content mit 4K-Auflösung ausgegeben. Das funktioniert dank HDCP2.2 Kopierschutz übrigens an allen HDMI-Eingängen, ebenso wie die Weitergabe des statischen HDR10-Formats.

Auch in puncto Musik-Streaming spielt der Onkyo NR676E in der Premium-Liga mit: Mittels zugehöriger Onkyo Controller App greifen wir auf Spotify, Tidal und Co. zu. Die Wiedergabe vom NAS-Server gelingt tadellos und neben sämtlichen verlustbehafteten Formaten auch mit Hi-Res Dateien (192 kHz, 24bit) wie FLAC oder ALAC, inklusive Cover-Einblendung am Bildschirm. Google Chromecast funktioniert noch nicht ganz fehlerfrei und die Musikwiedergabe verläuft etwas stockend, was laut Hersteller aber in Kürze mittels entsprechendem Update behoben werden soll. Im Herbst darf man sich dann auch noch auf das schon seit Längerem angekündigte DTS Play-Fi freuen. Das Bild begeistert, die Auswahl an Musik-Content lässt nicht zu wünschen übrig. Doch klingt’s auch gut? Tut es!

Zunächst in Stereo: Die Solo-Stimme in „Anniversary“ trifft auch hohe Lagen und wird in sich stimmig vom Chor umrahmt. Dann in der 3D-Version: Kraftwerks neueste Atmos-Mischung macht richtig Spaß, einzelne Effekte werden punktgenau im Raum platziert und die räumliche Abbildung stimmt. Selbiges gilt für Film-Content. Unser Teufel Sub des LT5 Sets spielt kräftig und straff – im richtigen Moment. Kurzum: Der Onkyo spielt emotional auf und weiß den Hörer zu fesseln. Im Umkehrschluss müssen wir minimale Detailverluste hinnehmen, Stimmen werden eher warm und harmonisch als neutral und präzise wiedergegeben.

Fazit

AV-Receiver unter 1.000 Euro im Test
Nicht neu, aber nach wie vor übersichtlich und funk-tionell zeigt sich die zugehörige Fernbedienung.
© video

Als einer der ersten AV-Receiver überhaupt versteht sich der Onkyo NR676E auf den dynamischen HDR-Standard aus dem Hause Dolby. Daumen hoch! Atmos und DTS:X müssen inzwischen sowieso an Bord sein, klingen beim Onkyo aber auch richtig gut und machen Lust auf viele Filmabende. Gerne in Ultra HD, wer auf entsprechenden Content zugreifen kann. Denn ein Video-Scaler ist nicht mit an Bord.

Testsiegel ONKYO TX-NR676E
Testsiegel
© WEKA Media Publishing GmbH

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links

Marvel-Filme- und -Serien: Das ist die richtige Reihenfolge

Neuerscheinungen in der Übersicht

Netflix: Neue Filme und Serien

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights

Amazon Prime Video: Neuheiten

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Yamaha YSP-5600

Soundbar

Yamaha YSP-5600 im Test

Mit dem Yamaha YSP-5600 kommt Dolby Atmos endgültig ins Wohnzimmer - in Form eines kompakten Soundprojektors anstelle eines großen…

DTS:X - Logo

3D Sound

Yamaha kündigt DTS:X Update an

Mit dem DTS:X Update im März setzt Yamaha neben Dolby Atmos jetzt auch auf den zweiten Standard für dreidimensionalen Raumklang.

Pioneer, Marantz und Onkyo

Pioneer, Marantz und Onkyo

AV-Receiver Test 2017: Drei Einsteigermodelle im Vergleich

Pioneer, Marantz und Onkyo: Wir haben für unseren AV-Receiver Test 2017 drei aktuelle Modelle verglichen. Wer wird Testsieger?

Yamaha MusicCast

Heimkino

Heos, MusicCast und FireConnect: Multiroom-Systeme im…

Denon, Pioneer, Yamaha & Co. haben das Thema Multiroom für sich entdeckt. Heos, MusicCast und FireConnect beschallen das ganze Haus. Ein Überblick.

Atmos Soundbars Vergleichstest

Mit 3D-Klang

Soundbar Test 2018: 8 Modelle mit Dolby Atmos im Vergleich

Dolby Atmos vom Kinosaal ins Wohnzimmer? Wir haben alle derzeit verfügbaren Soundbars mit 3D-Klang getestet und verglichen: LG, Onkyo, Philips,…