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Denon HEOS AVR im Test

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Der Denon HEOS AVR im Test.

Pro

  • Integration von Wireless Rear-Speakern und Sub (HEOS)
  • Design

Contra

  • kein On Screen-Menü
  • kein Einmesssystem

Fazit

video Testurteil: gut (77 Prozent); Preis/Leistung: sehr gut - video INNOVATION

Dieser schicke AV-Receiver namens HEOS tanzt aus der Reihe, keine Frage. Das fällt auf den ersten Blick auf: Statt eines für gewöhnlich sehr technischen und massiven Äußeren besticht der kleinste Kandidat im Testfeld mit seinem futuristischen Design in edlem Aluminium – ohne Display oder Bedienelemente. Mit den leuchtenden Betriebs-LEDs passt er exakt ins typische HEOS-Design, wie wir es von der Soundbar oder anderen Multiroom-Familienmitgliedern kennen. Relativ „normal“ sieht die Rückseite aus: An den fünf Lautsprecher-Buchsen können wir entsprechende Boxen sowie einen Subwoofer anschließen, die Verbindung zum TV läuft via ARC, für Zuspieler stehen vier HDMI-Eingänge zur Auswahl, die sich wie unser Test mit UHD-BDs belegt allesamt auf 4K/HDR-Inhalte verstehen.

Die Inbetriebnahme ist einfach: Wir laden die HEOS App im App-Store und fügen den AV-Receiver wie auch ein anderes HEOS Produkt unserer Geräteliste hinzu. Anschließend werden wir – falls gewünscht – durch erste Schritte geleitet. Es gibt kein On-Screen-Menü, die visuelle Menüführung erfolgt ausschließlich über die App, was am Anfang etwas ungewohnt sein dürfte, aber schon nach kurzer Zeit überraschend gut funktioniert und kaum stört. Wir haben Zugriff auf die Lautsprecher-Konfiguration und können wie gewohnt Pegel, Entfernung und Co. einstellen. Das müssen wir auch, denn ausnahmsweise spendiert Denon seinem HEOS-Baby hier kein Einmesssystem. In puncto Klangmodi hat Denon aber mit Dolby True HD und DTS Master Audio auch die hochauflösenden Vertreter an Bord.

Flexibel wie nie

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Die mitgelieferte Fernbedienung fällt klein aus und bietet nur die unbedingt notwendigen Funktionen sowie Schnellwalltasten. Wir verwenden lieber die zugehörige HEOS App mit vollem Funktionsumfang.

Der eigentliche Clou dieses HEOS AV-Receivers: Für die Rear-Kanäle sowie den Subwoofer können die WLAN-Lautsprecher von HEOS eingesetzt werden. Wir sparen uns also eine lästige Verkabelung. Der AV-R baut ein eigenes Netzwerk auf (in seltenen Fällen könnten Sicherheitsmechanismen des jeweiligen Routers zu Komplikationen führen) und gibt die Siginale kabellos weiter. Das erfolgt völlig synchron und ohne Aussetzer. Überhaupt gefällt uns das Zusammenspiel zwischen drei Teufel Lautsprechern vorne und den HEOS 3 hinten sehr gut. Die Anfangsszene aus Mad Max meistert er mit Bravour – die Stimmen ertönen präzise aus der vorgesehenen Richtung. Das konnten verkabelte Rears nur minimal besser. Auch wenn es später zur Sache geht, punktet der AV-R mit einer dynamischen und kräftigen Wiedergabe, der HEOS Subwoofer heizt gut ein, der via Kabel angeschlossene Teufel-Basswürfel (US812) noch etwas mehr. Erst bei sehr hohem Pegel stößt der AVR an seine Grenzen und wir müssen Genauigkeitsverluste hinnehmen.

Wie gewohnt haben wir Zugriff auf sämtliche Streaming-Dienste oder das Heimnetz. Bis auf unsere ALAC-Files kommt der HEOS auch mit sämtlichen Hi-Res Daten unseres NAS-Servers zurecht.

Fazit

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1) Wie wir es von AV-Receivern kennen, pegeln wir die angeschlossenen Boxen selbst ein. 2) Sound-Modi und Eingangsquelle lassen sich bequem ändern, sechs Quick-Wahl Tasten stehen zur Auswahl. 3) Trotz fehlendem On-Screen Menü sind wir bestens informiert. Ein Tipp auf die Info-Taste genügt.

Im Vergleich zu seinen klassischen Heimkino-Zentralen verfolgt Denon hier einen anderen, modernen und flexiblen Ansatz und richtet sich an eine neue Zielgruppe. Ob kabelgebunden oder Wireless, mit ihm sind verschiedenste Setups möglich und dabei klingt er auch noch gut. Dennoch müssen wir Abstriche machen: Ein Einmesssystem oder immersive Soundformate wie Atmos und DTS:X sind nicht an Bord. Dafür erhält man einen stylischen Multiroom-Receiver, der Spaß macht und jedes 2.1- oder 3.1-Set kabel-los upgraden kann.

© WEKA Media Publishing GmbH

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