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Acer, Optoma, Viewsonic und Benq

Acer M550 im Test

© Acer

Die Bewegungsglättung beim Acer M550 ist den Entwicklern besonders gut gelungen.

Pro

  • Bewegungsglättung
  • RGB-Farbrad
  • guter Kontrast

Contra

  • HDR nur manuell
  • Regenbogen
  • Quantisierung

Fazit

Testurteil: gut, Preis/Leistung: sehr gut, 74 von 100 Punkten

Schon sein Name ist etwas Besonderes. Während wir von Acer bislang vierstellige Zahlen mit "V" oder "H" davor gewohnt waren, lässt sich der M550 nicht so richtig in die klassischen Produktlinien einordnen. Er scheint mit dem Acer V7850 (Test) verwandt zu sein – nur, dass der Neue jetzt fast nur noch die Hälfte kostet. Ein 1,6-fach Zoomobjektiv mit vertikalem Lensshift sucht man in der Preisklasse jedenfalls sonst vergeblich, genauso wie eine Bewegungsglättung durch Zwischenbildberechnung. 

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Stellt man Zoom und Fokus ein, merkt man auch schnell, dass die Linsen denen von BenQ und Viewsonic in Präzision und Wertigkeit deutlich überlegen sind. Im ersten Datenblatt, das wir vom M550 bekamen, war noch von einem 0,66" DMD-Chip die Rede. Das wäre aber die hochwertigere Variante, die halt im V7850 oder Optomas UHD65 verbaut wurde. Wir halten es ohne nachzumessen eher für wahrscheinlich, im Gerät die 0,47"-Variante vorzufinden, wie sie in allen Geräten der Preisklasse verbaut ist. 

Die Tatsache, dass sich hier wie bei allen Mitstreitern ein Restlichtrahmen rund ums Bild befindet, bestärkt uns in dieser Annahme. Dennoch bietet der neue Acer eine unglaubliche Schärfe – gefühlt mit Abstand die beste im Test – nicht zuletzt weil sein Bildchip Details deutlich mehr Kick verschaffen kann. Leider wird beim Aktivieren der "Super Auflösung" nicht die dezente Stufe 1 eingeschaltet, sondern stets voll nachgeschärft. Ein Firmwarebug – ebenso, dass sich bei Stufe 0 der Schwarzwert verschiebt.

© Acer

Wie üblich besitzt nur einer der beiden HDMI-Eingänge die volle Bandbreite der Version 2.0 und den Kopierschutz HDCP 2.2. Was VGA betrifft, liefert Acer mehr Optionen als die Konkurrenz.

Farben des Acer M550 im Test

Das RGB-Farbrad wechselt die Grundfarben nur mit 120Hz und ist damit anfälliger für Regenbogenartefakte. Dafür ist der M550 bislang der brillanteste Vertreter mit 240W UHP-Lampe. Die gut funktionierende Zwischenbildberechnung sorgt dafür, dass der Acer, was Bewegungsschärfe angeht, eine Klasse besser als alle Mitbewerber abschneidet. 

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Schwachpunkte sind die mäßig eingestellten HD-Farben wie der Fakt, dass HDR nicht automatisch erkannt wird. Aktiviert man es manuell, wird die EOTF-Kurve allerdings prächtig getroffen – bei leicht unterdurchschnittlichem Maximalfarbraum. Würde das Bild dann noch besser quantisiert, könnte man dem Acer echtes HDR attestieren. So bleibt er ein Gerät mit ein paar Mankos, aber auch enormen Stärken, die ihm sogar hier den Testsieg sichern.

Fazit

Eine sehr hohe Schärfe bei geglätteter Bewegungswiedergabe, und das mit einem heimkinotauglichen Objektiv. Das gab es noch nie so preiswert. Nach ein paar Firmwareupdates gäbe Acer in der 4K-Einstiegsklasse den Ton an.

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