2-Bay-NAS-System

Vier 2-Bay-NAS-Systeme im Test: QNAP, Synology & Co.

20.5.2022 von Michael Seemann

Wir haben uns vier 2-Bay-NAS-Geräte angesehen, die jeweils für unterschiedliche Aufgaben oder Anforderungen geeignet sind und sie dementsprechend vier verschiedenen Anforderungsklassen zugeteilt.

ca. 2:10 Min
Vergleich
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  1. Vier 2-Bay-NAS-Systeme im Test: QNAP, Synology & Co.
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  3. Qnap TS-233 im Test
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  5. Synology DS220+ im Test
Vier 2-Bay-NAS-Systeme im Test
Vier 2-Bay-NAS-Systeme im Test
© asustor, WD, Synology, Qnap / Montage:connect

Eine NAS ist mehr als ein Gehäuse mit Festplatten und LAN-Anschluss. Wer sich solch ein Gerät für das Heimnetz zulegen möchte, hat in der Regel bestimmte Ansprüche, die je nach Anwender stark voneinander abweichen können.

Wir haben für den folgenden Test vier Leistungsklassen für 2-Bay-NAS-Geräte mit unterschiedlichen Anwendungsschwerpunkten heraus - gearbeitet. Für jede Leistungsklasse haben wir ein aktuelles NAS-Modell von vier großen NAS-Hersteller ausgewählt, welches diese Klasse unserer Meinung nach gut repräsentiert.

Welche Leistungsklassen wurden definiert?

Der typische Kunde für die „Günstige Einstiegsklasse“ sucht nach einer möglichst preiswerten NAS, die als 2-Bay-NAS trotzdem die Sicherheit der Datenspiegelung bietet. Umfassende Funktionen werden nicht erwartet, allerdings sollen Fotos vom Smartphone einfach auf die NAS gesichert werden können.

Ein NAS-Gerät der „Anspruchsvollen Einstiegsklasse“ richtet sich an den fortgeschrittenen Anwender, der differenzierte Einstellungsmöglichkeiten erwartet und ein großes Interesse an einer Vielfalt von Erweiterungsmöglichkeiten über NAS-Apps besitzt. Er weiß, wie man einen VPN-Server einrichtet, spielt gerne mit einer KI-gesteuerten Fotoverwaltung und möchte seine Daten zusätzlich mit Snapshots sichern.

Unter der „Speed-Klasse“ verstehen wir NAS-Geräte, die mit einem schnellen Multigigabit-LAN-Port ausgestattet sind. Dieser ermöglicht deutlich höhere Übertragungsraten als der 1GbE-Port einer „klassischen“ NAS und ist eine wichtige Voraussetzung für das schnelle Verschieben großer Datenmengen im Netzwerk. Die derzeit günstigsten Geräte mit 2.5GbE-Port, die Übertragungsraten von 2,5 Gbit/s ermöglichen, kommen vom Hersteller Asustor. Um solch eine Speed-NAS sinnvoll im Heimnetz nutzen zu können, sprich: mit Übertragungsraten jenseits der 200 MByte/s, sollte man die Geräte mit schnellen 3,5-Zoll-Festplatten bestücken. Außerdem benötigt man einen 2.5GbE-Switch ab etwa 100 Euro und einen PC mit Multigigabit-LAN-Port oder einem entsprechenden USB-auf-LAN-Adapter.

In der „Home Office Klasse“ geht es um NAS-Geräte, die spezielle Business-Funktionen / Apps bereitstellen und über ausreichend oder erweiterbaren RAM-Speicher verfügen, um etwa virtuelle Maschinen zu hosten. Ein zweiter LAN-Port bietet Lastenausgleich, wenn mehrere Clients gleichzeitig auf den Netzspeicher zugreifen. Zusätzliche Sicherheit gegen Datenverlust bietet das Dateisystem Btrfs, das zugleich auch ordnerbasierte Snapshots offeriert.

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So testen wir

Unser Testverfahren beginnt mit dem Einbau der beiden 3,5-Zoll-HDDs, der Installation des NAS-Betriebssystems und dem Set-up als RAID-1-Verbund samt Speicherpool und Volume, bis die NAS schließlich im Heimnetz einsatzbereit ist.

Hier erhalten wir bereits erste wichtige Bewertungskriterien, etwa für Set- up und Dokumentation. Wir messen die maximalen Nettodatentransfers beim Lesen und Beschreiben von einem LAN-Client aus und ermitteln die Leistungsaufnahme, also den „Stromverbrauch“, des Netzwerkspeichers.

Positiv bewertet wird ein automatischer Wechsel der NAS in den Energiesparmodus und wenn sie sich per Zeitplan aus- und wieder anschalten lässt. Ausstattung und Funktionalität wie Dienste, Multimedia, Fernzugang sind weitere Testkriterien der Geräte, wobei wir hier besonderes Augenmerk auf die Datensicherungsmöglichkeiten und -funktionen der NAS legen.

Dabei prüfen wir unter anderem auch die Zuverlässigkeit des RAID-1-Systems, in-dem wir im laufenden Betrieb eine der beiden internen HDDs entfernen und kurz darauf eine neue einsetzen. Ein Vulnerability-Scan mit GVM (ehemals OpenVAS) oder Nessus sollte keine schwerwiegenden Sicherheitslücken zutage fördern.

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