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Notebook-Test: 15 Laptops von 670 bis 2500 Euro im Vergleich

In über 80 Prozent der Haushalte in Deutschland ist ein mobiler Rechner zu finden. Falls auch Sie über den Kauf eines Notebooks nachdenken, sollten Sie die nächsten Seiten aufmerksam lesen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen, und welches Gerät am besten zu Ihnen passt.

Notebook-Test: 15 Laptops von 670 bis 2500 Euro im Vergleich

© Josef Bleier / Montage: PCgo

Notebook-Test: 15 Laptops von 670 bis 2500 Euro im Vergleich

Seit etlichen Jahren bereits gehen in Deutschland mehr Notebooks als PCs über die Ladentische. Das ist kein Wunder, denn die mobilen Rechner sind bei der Leistung nahezu ebenbürtig, preislich nicht weit entfernt und deutlich flexibler einsetzbar.

Und obwohl man denken könnte, es lässt sich im Grunde nicht mehr viel verbessern, kann davon keine Rede sein. In schöner Regelmäßigkeit erscheinen neue Prozessoren, schnellere Grafikkarten oder neue Chipsätze, die neben mehr Leistung auch einen geringeren Stromverbrauch zu bieten haben. 

Zudem werden die Komponenten kompakter, und immer mehr Funktionen werden direkt in die Prozessoren integriert. Schnelles WLAN ist ein Beispiel dafür:

Das ist seit der achten Generation der Intel-Core-CPUs im Prozessor eingebaut, und das zusätzliche WLAN-Modul, welches in älteren Rechnern stets erforderlich war, lässt sich somit komplett einsparen. 

Verbesserungen wie diese senken nicht nur die Kosten, sondern kommen vor allem auch den Abmessungen der Notebooks zugute. Diese werden auch deshalb immer kleiner, weil die modernen Komponenten weniger Strom verbrauchen und daher weit weniger Abwärme produzieren. 

Die Lüfter schrumpfen oder fallen bei vielen Notebooks inzwischen gleich komplett weg. Erfreulich aus Kundensicht ist die Preisentwicklung bei den SSDs. Diese sind zwar immer noch teurer als ihre klassischen Brüder mit rotierenden Scheiben, doch die Preise sinken dramatisch. 

Eine NVMe-SSD mit einem Terabyte Kapazität kostet heute kaum mehr als 100 Euro; sie sollte daher vor allem bei Notebooks im Preisbereich über 1000 Euro mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit werden. Dass dem momentan aber noch nicht so ist, zeigt unser Vergleichstest mit insgesamt 15 Notebooks aus drei Geräteklassen. 

Doch dazu später mehr. In den kommenden Monaten kommen nach und nach Notebooks auf den Markt, die mit Intels Core-Prozessoren der 10. Generation ausgestattet sind. 

Diese werden zumindest teilweise in 10- statt bislang 14-Nanometer-Technik hergestellt und versprechen mehr Leistung sowie einige interessante Features, etwa integrierte Thunderbolt-3-Unterstützung sowie Wi-Fi 6. 

Das ist der direkte Nachfolger von 802.11ac, das seit kurzem unter dem Namen Wi-Fi 5 verkehrt. Wi-Fi 6 nutzt die identischen 2,4- sowie 5-Gigahertz-Bänder wie der Vorgänger, doch soll sich der Datendurchsatz dank MIMO-OF-DM von bislang maximal 1,3 GBit/s auf bis zu 11 GBit/s erhöhen. 

Das direkt ins Silicon integrierte Thunderbolt 3 dürfte dafür sorgen, dass Notebooks der nächsten Generation weit öfter entsprechende USB-Schnittstellen zu bieten haben als bislang.

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Sollten Sie mit dem Kauf eines Notebooks also lieber warten und statt der Testkandidaten eines mit Intels Ice-Lake- oder Comet-Lake-CPU erwerben? Diese Frage lässt sich an dieser Stelle leider weder mit einem klaren Ja noch mit einem deutlichen Nein beantworten. 

Wer immer auf einen besseren Nachfolger wartet, der darf vor allem im schnelllebigen IT-Bereich im Grunde überhaupt nichts kaufen. Und wer auf Wi-Fi 6 hofft, der benötigt neben seinem neuen Notebook natürlich gleich noch einen entsprechenden WLAN-Router, der die neue Technik unterstützt. 

Wer einen halbwegs aktuellen Router im Einsatz hat, der sollte das auf jeden Fall bedenken. Preislich dürfte die Nachfolge-Generation zumindest anfangs ein Stückchen höher liegen, wobei sich das im Laufe der Zeit normalisieren wird. Kurzum: 

Wenn Sie ein neues Notebook benötigen, können Sie ruhig zugreifen. Die heute angebotenen Geräte basieren auf bewährter und leistungsstarker Technik, die für die allermeisten Aufgaben bestens gerüstet ist. 

Übrigens: Läuft auf Ihrem Laptop noch immer Windows 7, und hat das Gerät schon mehrere Jahre auf dem Buckel, dann könnte ein neues Notebook ohnehin bald auf der Einkaufliste stehen. Windows 7 wird ab Januar 2020 nicht mehr unterstützt, und es wird keine weiteren Updates mehr geben. 

Die meisten Anwender dürften dann ein Upgrade auf das hardwareseitig wesentlich anspruchsvollere Windows 10 vornehmen, das aber auf vielen älteren Rechnern nicht mehr flüssig läuft. Mangels Aufrüstmöglichkeit dürften also zahllose Notebooks ausgemustert und neue gekauft werden – ob die Nutzer das möchten oder nicht.

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Notebooks aus drei Kategorien

Auch im letzten Jahr haben wir Ihnen in der PCgo einen großen Vergleichstest mit Notebooks aus unterschiedlichen Kategorien präsentiert. Neben den drei Kategorien im aktuellen Test gab es im Vorjahr noch eine vierte mit Geräten der Preisklasse unter 500 Euro. 

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für diesen Test dafür entschieden, diese Gerätekategorie ersatzlos zu streichen und erst mit Notebooks über 500 Euro zu beginnen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen sind viele Hersteller nicht gewillt, Einsteigergeräte für umfangreiche Tests zur Verfügung zu stellen. 

Über die Gründe dafür können wir nur spekulieren, doch dürfte es primär mit der Angst vor unvorteilhaften Bewertungen zusammenhängen. Zwar werden die Geräte von uns stets innerhalb ihrer Klasse benotet und eingeordnet, doch letztlich lügen Benchmark-Ergebnisse nicht. 

Dem einen oder anderen Hersteller mag es daher peinlich sein, wenn eines ihrer Geräte mit vergleichsweise wenigen Leistungspunkten ins Ziel kommt. Zum zweiten sind preiswerte Notebooks inzwischen zu einem Mitnahmeartikel geworden, bei dem eine Unterstützung durch einen detaillierten Test oft nicht mehr notwendig ist. 

Aktuelle, und vor allem leistungsstarke, Hardware findet sich in dieser Geräteklasse zudem kaum, was die Tests weniger interessant machen dürfte. Und wenn Hersteller zudem einen psychologisch bedeutsamen Preispunkt treffen müssen, gehen sie an vielen und zu oft auch falschen Stellen Kompromisse ein. 

Bleiben also in diesem Test die Kategorien mit Notebooks unter 1000 und über 1000 Euro sowie aktuelle Gaming-Boliden zu Preisen zwischen 1150 und 2500 Euro. Das preiswerteste Notebook im Test kostet übrigens lediglich 670 Euro und ist damit von der magischen 500-Euro- Grenze nicht sehr weit entfernt. 

Anders als die billigeren Brüder verfügt es jedoch über einen zeitgemäßen Core-i5-Prozessor samt schneller Intel-Grafik sowie eine sehr ausgewogene Ausstattung ohne gravierende Schwächen. Das gibt es unter 500 Euro nicht.

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