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15 Laptops im Vergleich: Highend-Notebooks über 1000 Euro

Es ist wie beim Autokauf: Auch mit einem Kleinwagen gelangt man ans Ziel, mit einem Luxusauto geht das jedoch wesentlich bequemer und in der Regel auch schneller. Wer über tausend Euro für ein Notebook ausgibt, der kann auch so einiges verlangen. 

Dazu gehören neben einem hellen und scharfen Display zumeist auch eine kompakte Bauweise und eine akzeptable Akkulaufzeit. Die Gehäusematerialien sind edler und die Belüftung ausgefeilter, als bei Notebooks im Bereich um die 800 Euro, was die schmaleren Abmessungen und das niedrigere Gewicht der teureren Geräte erklärt.

Sind diese Unterschiede den teilweise beträchtlichen Preisaufschlag wert? Das muss letztlich jeder für sich selber entscheiden, wobei natürlich auch das verfügbare Budget eine große Rolle für die Entscheidung spielt.

Dell XPS 13

Die XPS-Reihe ist ein wahrer Klassiker von Dell, die bereits seit mehr als zehn Jahren existiert. Das neue XPS13 verfügt in der von uns getesteten Variante über einen Core-i7-8565U-Prozessor, der auch in drei der vier anderen Geräten dieser Preisklasse zum Einsatz kommt. 

Mit nur acht GByte ist der Hauptspeicher etwas klein geraten, was man auch über die SSD sagen kann, die lediglich 256 GByte Kapazität zu bieten hat. Dass das XPS sich dennoch den Sieg in der Kategorie der Notebooks über 1000 Euro sichern kann, liegt in erster Linie am gestochen scharfen und sehr lichtstarken Display sowie der Mobilität:

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Dell XPS 13

© Josef Bleier

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Dell XPS 13

1137 Gramm sind für ein 13,3-Zoll-Notebook eine Ansage, und in Sachen Akkulaufzeit lässt das XPS den Rest des Feldes weit hinter sich. Was die Leistung anbetrifft, so unterscheidet sich das XPS nur wenig von der Konkurrenz. 

Office-Aufgaben lassen sich bequem erledigen, im 3D-Bereich ist die integrierte Intel-Grafik selbstverständlich nicht mit einer aktuellen Geforce-Karte vergleichbar. 

Wer auf anspruchsvolle 3D-Spiele steht, der liegt bei Notebooks mit integrierter Grafik also falsch, wobei gelegentlichen Spielchen mit reduzierten Details nichts im Wege steht. Die wirklichen Stärken eines XPS 13 liegen allerdings nicht beim Gaming.

Fazit

Das Dell XPS macht in allen Bereichen eine sehr gute Figur und holt sich mit 91 Punkten knapp den Test- sieg. Die Hauptstärken sind Display und Mobilität.​

HP Spectre x360 

Dieses Convertible aus dem Hause Hewlett-Packard ist äußerst schick, schnittig und durchweg sehr modern. Die Einschalttaste verbirgt sich an sehr ungewöhnlicher Stelle, was man wohl als exklusives Design-Element verbuchen darf. 

Leider spiegelt der Bildschirm recht stark, zudem besitzt er eine vergleichsweise geringe Leuchtkraft. Die Scharniere dürften gern etwas schwergängiger sein, denn im geöffneten Zustand klappt das Display weiter nach hinten, wenn man das Gerät etwas fester als normal zum Beispiel auf den Schreibtisch stellt. 

Highend-Notebooks über 1000 Euro: HP Spectre x360

© Josef Bleier

Highend-Notebooks über 1000 Euro: HP Spectre x360

Sehr gut ist dagegen die zweistufig beleuchtete Tastatur, auf der das Schreiben wirklich Spaß macht. Der Preis wirkt auf den ersten Blick recht hoch, doch gilt das auch für die Qualität und die Verarbeitung. Wäre der Bildschirm besser, hätte das Spectre am Ende einen besseren Rang belegt.

Fazit

Das Spectre überzeugt in allen Bereichen – mit Ausnahme des Bildschirms. Das ist, wie auch beim Schenker Slim, leider etwas zu dunkel geraten.

Lenovo Yoga S940 

Satte 2000 Euro kostet dieses Notebook aus der Yoga-Reihe von Lenovo. Nimmt man den Rechner in die Hand, wird sehr schnell deutlich, dass der hohe Preis nicht von ungefähr kommt. Die Verarbeitung ist erstklassig, die Tastatur herausragend und das Design ebenso schlicht wie elegant. 

Anschlüsse gibt es nur in Form von USB3.1 Typ C, davon sind allerdings drei Stück an Bord, zwei davon mit Thunderbolt-Unterstützung. In Sachen Leuchtkraft macht dem 4K-Bildschirm im 16:10-Format niemand etwas vor, allerdings ist das Display rechts etwas weniger hell als auf der linken Seite. 

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Lenovo Yoga S940

© Josef Bleier

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Lenovo Yoga S940

Die übrige Ausstattung ordnet sich im Rahmen des Feldes ein, wobei Lenovo als einziger Hersteller eine SSD mit einem TByte Kapazität verbaut. Es gibt das Yoga aber auch mit 512-GByte-Platte und schlechterem Display für 200 Euro weniger. 

Trotz des großen 14-Zoll-Bildschirms ist das Yoga leicht. Dennoch unterbietet das Vaio dieses Gewicht noch einmal deutlich. Enttäuschend fällt die Akkulaufzeit aus: Weniger als vier Stunden hält das Yoga durch. Schade.

Fazit

Beim Yoga ist die Verarbeitung klasse und das Gehäuse äußerst robust. Das Display hat höchste Leuchtkraft, lediglich die Akkulaufzeit enttäuscht.

Schenker Slim 15 

Beim Schenker Slim 15 fällt zunächst einmal der Preis ins Auge: 1150 Euro sind angesichts der sehr guten Ausstattung schon mal eine Ansage. Auf dem Papier müsste das Schenker wegen des niedriger getakteten Prozessors eigentlich langsamer sein als die vier Konkurrenten; in den Benchmarktests ließ sich das jedoch kaum nachweisen.

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Schenker Slim 15

© Josef Bleier

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Schenker Slim 15

In den für die CPU relevanten Tests PC Mark sowie Cinebench war das Slim knapp langsamer als das Dell XPS sowie das Vaio SX, doch deutlich schneller als das Yoga oder das HP Spectre. In der Praxis ist das Gerät schnell genug für Multitasking und jede denkbare Büroaufgabe. 

Die mehrstufig beleuchtete Tastatur ist ganz ausgezeichnet, die Akkulaufzeit mehr als akzeptabel und das Display gut. Dass ein 15,6-Zoll-Notebook schwerer ist als ein 13-Zöller ist klar, aber unterm Strich ist das Gewicht von 1,5 Kilogramm nicht zu hoch.

Fazit

Das Slim 15 bietet für den vergleichsweise niedrigen Preis ein ausgezeichnetes Gesamtpaket. Größtes Manko ist das wenig leuchtstarke Display.

Vaio SX14 

Die Marke Vaio lebt auch in Europa wieder, auch wenn die Geräte heute nicht wie einst von Sony kommen, sondern von einem neuen, eigenständigen Unternehmen. Das SX14 ist Made in Japan und kann es in Sachen Verarbeitung und Qualität locker mit früheren Vaio-Notebooks aufnehmen. 

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Vaio SX14

© Josef Bleier

Highend-Notebooks über 1000 Euro: Vaio SX14

Das 4K-Display ist das beste im Testfeld und die Tastatur erstklassig, wenn auch leider nur einstufig beleuchtet. An ein 4G/LTE-Modul hat Vaio ebenso gedacht wie an einen VGA-Ausgang. Im Testlabor schlug sich das Vaio wacker, jedoch ist die Hardware gefordert, das hoch auflösende Display anzusteuern, und die Lüfter machen sich dann gelegentlich deutlicher als gewünscht bemerkbar. Den Testsieg in der Kategorie verpasst das Vaio aber nicht deshalb, sondern wegen der schwachen Akkulaufzeit von nur 2,5 Stunden.

Fazit

Auch das Vaio fährt wegen seines ausgezeichneten Gesamtpakets ein sehr gut ein. Leider ist die Akkulaufzeit schwach, sonst hätte es für noch mehr gereicht.

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