Testbericht

Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand

22.8.2001 von Redaktion pcmagazin

Corel liefert Draw wie gewohnt als Komplettlösung: Im Paket stecken die Bildbearbeitung Photo-Paint, Corel Texture, Corel Trace und das Vektoranimations- Programm Rave. Lob verdient die unmissverständliche Farbmanagement- Verwaltung. Sie zeigt auch Laien sofort, an welcher Stelle welches Profil verwendet werden sollte.

ca. 2:05 Min
Testbericht
Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand
Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand
© Testlabor Printredaktionen

Draws Oberfläche und das Programmverhalten werden über einen Menüpunkt gesteuert und auf Wunsch gespeichert. Mehrseitige Dokumente (auch mit unterschiedlichen Formaten) verwaltet Draw übersichtlich und einfach mit der Seitensortierungsansicht. Die Andockpalette Rückgängig liefert eine Liste mit den Arbeitsschritten. Draw hat neben Corel Script VBA 6.0 integriert, mit der sich das Programm weitgehend auf die Anwender-Bedürfnisse maßschneidern lässt. So lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren.

Neu ist das Werkzeug Perfekte Form, mit dem Sie bereits vorgefertigte Formen schnell mit der Maus aufziehen. Ein Mausklick, und Sie setzen den Anfangspunkt zum Beispiel eines Pfeiles.

Die nächsten Mausklicks definieren die Proportionen und die Größe des Pfeils. In der Eigenschaftsleiste stellen Sie auf unterschiedliche Formen um. Dies funktioniert nur, wenn die Eigenschaftsleiste angedockt ist. Schwebt sie über der Arbeitsfläche, funktioniert das Umschalten nicht. "Eigenheiten" wie diese soll das angekündigte Service Pack 1 beseitigen. Die spärliche und mangelhafte Dokumentation (Handbuch und Hilfedatei) erschweren die Arbeit unnötig.

Gut ist, dass für Pixelbilder sogar Werkzeuge wie Radierer oder Messer bereit stehen. Die tolle Funktion Extrusion simuliert Tiefenwirkung. Diese "3D"-Simulation wenden Sie jetzt auf Gruppen oder Teile einer Gruppe an. Während der Bearbeitung eines Mengentextes wird das Textfeld nicht mehr weiß und verdeckt damit den Hintergrund. Sie können sofort sehen, wie der Textfluss über der Grafik aussieht und müssen nicht mehr wiederholt hin und her klicken. Selbst mehrsprachigen Text innerhalb eines Textrahmens korrigiert die gute Blitzkorrektur. Für die Web-Optimierung von Pixelbildern besitzt Corel Draw eine Vorabkontrolle mit zwei oder vier Ansichten. Die Internet-Leiste hilft bei Rollovern oder stellt die Arbeit als HTML-Code ins Internet.

Die Testbelichtungen zeigten die meisten Probleme aller Testkandidaten: So fehlte an einer Seite eines Objekts (die gelbe Transparenzfläche) einfach die feine Umrandung. Der Farbverlauf von links (100% Cyan, 50% Magenta) nach rechts (60% Cyan, 30% Magenta und 100% Schwarz) sollte ein brillanter Verlauf von einem kräftigen Blau zu Schwarz mit Unterfarben sein. Stattdessen ergab sich ein Verlauf von Dunkelgrau (ca. 85% Schwarz) zu 100% Schwarz mit extremem Buntaufbau (Grautöne werden durch gleiche Anteile an Cyan, Magenta und Gelb erzeugt). Alle belichteten Filme besaßen den gleichen Verlaufsstreifen. Selbst der Pantone-Schmuckfarbenkanal blieb nicht verschont! Ein weiterer Fehler bei der Belichtung zeigte sich in den transparenten Flächen: 100% Magenta, 100% Gelb mit 50% Transparenz trugen auf dem Cyan-Auszug einen leichten Schleier - wie die Gelbfläche mit Transparenz.

Eine Transparenz mit reinem Schwarz ergab bei der Separation einen sehr starken Buntaufbau. Corel bestätigte dieses Problem bei einer Kombination von Transparenzen mit Linsen, wenn darunter noch weitere Objekte platziert sind. Doch plötzlich verschwanden diese Phänomene und traten erst an einem anderen PC wieder auf.

Sehr angenehm sind die Transparenz-Funktionen mit komplexer Wirkung wie Transparenzverläufe. Beim Import von AI-7-Dateien aus Illustrator unterschlug Corel Draw bei 100% Schwarz und einer Buntfarbe in einem Farbverlauf die Buntfarbe! Ältere AI-Formate funktionierten dagegen.

http://www.corel.de

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