Testbericht

Zeichenprogramme: Alles in 3D

19.4.2006 von Redaktion pcmagazin

Version 6 von Poser setzt wie die Vorgänger auf die bekannte Programm- Oberfläche. Diese ist in verschiedene Räume für die einzelnen Arbeitsschritte aufgeteilt. Die Figur wird gewählt und in Position gebracht. Danach passt der Anwender die Gesichtsmimik und Hände an. Es folgt das Einkleiden und Frisieren der Person. Später wird die Szene ausgeleuchtet und berechnet. Bei allen Arbeitsschritten unterstützt das Programm den Anwender mit den mitgelieferten Vorlagen. In der Bibliotheksleiste von Poser 6 findet menschliche Figuren, Tiere, Roboter und Puppen.

ca. 1:25 Min
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Zeichenprogramme: Alles in 3D
Zeichenprogramme: Alles in 3D
© Testlabor Printredaktionen

Es gibt für die einzelnen Figuren einen virtuellen Kleiderschrank mit unzähligen Kleidungsstücken und Accessoires. Die Bibliothek birgt auch Sets mit Posen und Gesten. Vorgaben für das Licht helfen bei der Beleuchtung der Szene. Die Figuren, Haare, Gegenstände und Kleidung lassen sich mit einer Automatikfunktion aufeinander anpassen. Für das Finetuning der Figur bietet Poser ein Spezialwerkzeug - hier lassen sich Körperbereiche mit Hilfe von Reglern nachträglich verändern. Das Ergebnis wird in Echtzeit auf dem Schirm gezeigt. Das gilt auch bei der Definition der Haare. Die Dynamikfunktion sorgt für das realistische Aussehen der Frisur. Neben den vielen Vorgaben, erlaubt das Programm erfahrenen Anwendern an vielen Stellen mit Spezialfunktionen die Szene zu verbessern. Beispiele hier: der Materialeditor und die Einstellungen für die Berechnung der Szene. Die Entwickler spendierten dem Programm Spezialfunktionen wie "Ambinet Occlusion" und "Image Based Lighting". Damit lassen sich sehr realistische Bilder erzeugen. Für Comic-Freunde hat Poser 6 einen Cartoon-Shader im Lieferumfang. Neben Standbildern lassen sich mit Poser auch Animationen gestalten. Die Poser-Figuren haben ein Skelett - damit werden die Posen gesteuert. Über Schlüsselbilder und eine Zeitleiste definiert man die Bewegungen. Die Animationen lassen sich als Filme berechnen. Einsteiger werden sich schnell in Poser 6 zurechtfinden. Dafür sorgt die intuitive Oberfläche. Das gedruckte Handbuch hilft bei Fragen. Nach anfänglichen Experimenten wächst man mit dem Programm und kann Figuren und Szenen immer mehr verfeinern. Als wahre Fundgrube erweist sich die Poser-Community im Internet. Hier gibt es Workshops und zusätzliches Material. Negativpunkte sammelt Poser 6 beim Undo- System. Hier kann man immer nur den letzten Arbeitschritt zurücknehmen. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß und der Spaß beim Experimentieren leidet auch.

Poser 6 macht einfach Spaß und ist ein tolles Grafikprogramm. Spielerisch lernt man den Umgang mit dem Programm. Leider ist für flüssiges Arbeiten ein gut ausgestatteter Computer notwendig. Hat man zu wenig MHz-PS unter der Prozessorhaube, dann leidet der Spaß an Poser 6 gehörig.

Preis: 208,- Euro Punkt: 77 Gesamtwertung: gut

http://www.e-frontier.com

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