Core i5-7300HQ mit GeForce GTX 1060

Xiaomi Mi Gaming Laptop im Praxistest: Leistung, Benchmarks und Fazit

Die im Xiaomi Mi Gaming Laptop verbaute GeForce GTX 1060 bietet 6 Gigabyte Speicher. Für aktuelle Spiele auf 1080p-Auflösung sind Sie damit gut gerüstet. Bei der CPU ist die Wahl des kleineren Prozessors nicht so schlimm. Der größere Vierkerner Intel Core i7-7700HQ mit Hyperthreading ist in klassischen Benchmarkergebnissen leistungsstärker als in unserem Testgerät, doch beim Zocken bringen zusätzliche virtuelle Kerne nicht automatisch einen Vorteil. Je nach Spiel fallen andere Ansprüche an die Hardware an. 

Games, die zum Beispiel in Echtzeit viele Informationen auf einmal verarbeiten, profitieren von mehreren Threads. Bei grafikintensiven Inhalten sind mehr CPU-Threads kein Vorteil, da dann die Grafikkarte die Hauptarbeit machen muss.

Windows 10 fährt mit der SSD innerhalb weniger Sekunden hoch und auch andere Programme bewältigt das Xiaomi Mi Gaming Notebook durch die Kombination von SSD, Intel-Quadcore und 8 GB RAM mühelos. Xiaomi nutzt leider nur einen von zwei Slots. Wer kann, sollte im Gaming-Laptop einen weiteren Riegel einbauen. Der RAM lässt sich insgesamt auf maximal 32 Gigabyte erweitern.

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Der 128 GB große SSD ist für Windows 10 ausreichend. Spiele installiert der Nutzer in der Regel auf der 1-TB-Festplatte. Ärgerlich ist, dass die SSD nicht das schnelle NVMe-Protokoll unterstützt, sondern nur den klassischen SATA-Anschluss. Gut ist, dass sich die Festplatten bei Bedarf austauschen lassen. Sogar ein weiterer M.2-Slot ist neben dem SATA-Port für die 2,5-Zoll-Festplatte vorhanden.

© WMP

Für noch einen RAM-Riegel und eine zusätzliche M.2-SSD findet sich im Inneren des Xiaomi Mi Gaming Laptop noch Platz.

Xiaomi Mi Gaming Laptop: GeForce GTX 1060

Bei aktuellen Spielen reicht die Leistung (fast immer) aus, um die Grafik auf Höchststufe ruckelfrei zu genießen. Für 4K-Gaming sollten Sie sich weder bei der CPU noch bei der GPU allzu viele Hoffnungen machen, auf spielbare Bildwiederholraten bei angemessener -qualität zu kommen. Dank integriertem Lüftungs-Boosters bleibt die Hardware kühl genug, was das Innenleben schont. Wem der aber damit zusammenhängende, hohe Geräuschpegel des Lüfters unangenehm ist, sollte auf Kopfhörer zurückgreifen.

Im Benchmark-Test mit 3DMark schafft es der Gaming Laptop im "Fire Strike"-Test auf eine Gesamtwertung von 8.965 Punkten. Der "Time Spy"-Test veleiht dem Xiaomi Mi Gaming Notebook  3.557 Punkte. Da die Hardware nicht für Spiele in 4K ausgelegt ist, verzichten wir auf Tests in dieser Bildauflösung. Ein Bioshock Infinite mag noch laufen, bei einem relativ aktuellen, fordernden Spiel sind Sie jedoch in aufwändigen Szenen schnell in fps-Regionen der Unspielbarkeit.

© Square Enix

Das Xiaomi Mi Gaming Laptop schafft ​Rise of The Tomb Raider mit maximalen Einstellungen (1080p).

Xiaomi Mi Gaming Laptop: Was bringt der Boost-Modus?

Im Benchmarktest zu BioShock Infinite (DX11) erreichte die GPU maximal 64 C°  und die CPU 65 °C. Der eingeschaltete Lüftungsboost kann die Temperatur der Hardware um 6 °C senken. Das haben wir an einem Vormittag im August bei etwa 22 Grad Zimmertemperatur ausgelesen. Das schon etwas betagtere Spiel stellt für den Laptop kein Problem dar und er liefert auf maximaler Qualität in FullHD 133 fps (Bilder pro Sekunde) im eingebauten Benchmark-Tool (Gesamtdurchschnitt).

Anspruchsvollere Games wie Rise of the Tomb Raider (DX12) hingegen strengen den Xiaomi Mi Gaming Laptop eher an. Mit 31 fps läuft das Bild auf maximalen Einstellungen (1080p) im Benchmark allerdings immerhin noch flüssig, für einige Spieler aber nicht unbedingt optimal. Der Boost-Modus für die Lüfter kühlt die CPU um minus 8 °C auf 61 °C ab. Die CPU heizt auf bis zu 66 °C und bleibt im Boost-Modus bei 61 °C. Gerade an noch heißeren Nachmittagen im Sommer kann sich der Boost-Modus also durchaus bezahlt machen, wenn da nicht die Lautstärke wäre.

Fazit

Xiaomi liefert mit dem Mi Gaming Laptop einen Rechner mit starker Leistung. Wer zockt und gleichzeitig ein Notebook mit Power zum Arbeiten braucht, findet im Xiaomi-Gerät den richtigen Begleiter. Das Design besticht durch Schlichtheit ebenso wie die Tastatur, deren LED-Beleuchtung angepasst werden kann. 

Nachteilig ist, dass das Mi Gaming Laptop mit chinesischem Windows 10 kommt und in den meisten Fällen vor der Verwendung eine Neuinstallation des Betriebssystems nötig wird. Die Tastatur im QWERTY-Layout kann ein Ärgernis sein, wenn der Nutzer sich nicht umgewöhnen will. Im Test und vor allem beim Spielen störte das nicht.

Mit einem Preis von über 1.000 Euro ist das Notebook scheinbar kein Schnäppchen, es liefert allerdings im Preis/Leistungsverhältnis überzeugende Ergebnisse ab. Verglichen mit Alienware und anderen Zocker-Laptops gibt's am Preis nichts zu mäkeln. So kostet ein Gaming-Laptop von Alienware mit Intel Core i5-7300HQ, GeForce GTX 1060, 8GB DDR4 RAM und 1TB HDD bspw. bei Notebooksbilliger.de fast 1.400 Euro. Sortieren wir bei idealo.de nach den gleichen Specs, sehen wir, dass der Xiaomi Mi Gaming Laptop preislich mit am günstigsten liegt.

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