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Testbericht

TX-P 50 VT 20 E

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Der Panasonic DMP-BDT 300

Eine andere 3D-Aufbereitung ist von Multimedia-Dateien nicht möglich. Genauso wenig ist eine Konvertierung von 2D nach 3D vorgesehen. Panasonic kennt die extremen qualitativen Kompromisse, die eine Dimensionalisierung von klassischem Videomaterial mit sich bringt und lehnt es ab, potenziell falsche Tiefenwirkungen vorzugaukeln.

Vielmehr sind im TX-P 50 VT 20 E alle 3D-Erfahrungen zusammengefasst, die seit den Prototypen 2008 gemacht wurden. Eine Neuorientierung der Zündzyklen minimiert etwa die Nachleuchtzeiten und schafft damit nicht nur schärfere Bewegungen, sondern auch kürzere Verschlusszeiten der Shutterbrillen, was die Lichtausbeute im 3D-Betrieb erhöht. Zusätzlich sorgt eine aktive Übersprechreduktion (R/L) für besonders klare Bilder in der dritten Dimension.

Der Freund des natürlichen Plasmabildes muss jedoch mit einem vergleichsweise hohen Stromverbrauch rechnen. Gerade für das Licht fressende 3D ist Maximalkontrast angesagt, und hier sind gut und gerne 300 Watt fällig. Das ist deutlich weniger, als in den letzten Jahren üblich war, jedoch mehr, als ein LCD-TV braucht.

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Die Anschlussvielfalt des DMP-BDT 300 ist beeindruckend: Ausgänge für zweimal HDMI, 7.1-Analogton, elekrischer sowie optischer Digitalton, Komponenten- und Videosignale...

Exzellent funktioniert das Zusammenspiel mit dem neuen 3D-Blu-ray- Player DMP-BDT 300. Sobald man eine Disk einlegt, schaltet sich der TV ein und um, danach steuern die Tasten der TV-Fernbedienung sofort die Menüs des Players.

Aber man tut dem ersten 3D-Bluray-Player der Japaner Unrecht, wenn man ihn auf seine Schlüsselqualifikation reduziert. Er ist Panasonics High- End-Modell. Das zeigt bereits die solide und edel verarbeitete Blende.

Darunter verbirgt sich neben einem von zwei USB-Schnittstellen auch ein Kartenslot, der vor allem für Hobbyfilmer und -fotografen nützlich sein dürfte. Er nimmt auch SDXC-Karten auf, die noch mehr Speicherkapazität bieten als die auf 32 GByte begrenzten SDHC-Speicher. Beim DMP-BDT 300 sind maximal 64 GByte möglich.

Auf der Rückseite findet man den Rest des üppigen Anschluss-Portfolios. Darunter: ein analoger 7.1-Ausgang, ein optischer und elektrischer Digitalton-Anschluss sowie zwei HDMI-Ausgänge, über den die 3D-Bildinformationen den Player verlassen. Wer einen AV-Receiver besitzt und sich keinen neuen anschaffen möchte, wird über diesen zweiten HDMI-Ausgang sehr erfreut sein.

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Klappe auf - und es zeigen sich die Andockstellen für externe Speicher: SDKarten und USBSticks geben Videos, Fotos und Musik an den Player weiter.

Receiver mit HDMI-1.3-Buchsen können das 3D-Bild-signal, das sie vom Player erhalten, nicht ans TV-Gerät weiterleiten. Mit zwei HDMI-Ausgängen kann jedoch ein Strang zum Verstärker und der andere zum Fernseher gehen.

Die nächsten Nachbarn an der Rückseite sind ein Netzwerk-Anschluss und ein USB-Port, woran sich der mitgelieferte WLAN-Adapter andocken lässt. So landen nicht nur Videos von YouTube oder die Tagesschau über Panasonics Online-Dienst Viera Cast auf dem Fernseher. Der DLNA-zertifizierte Player holt sich so auch DivXVideos und JPG-Bilder von Geräten, die ans Heimnetzwerk angeschlossen sind. Musik klappt leider nicht.

Mit Tonvorlagen von USB-Speichern mit einer maximalen Kapazität von 128 GByte oder von Scheiben geht der Panasonic gewohnt behutsam um. Besonders, wenn die Daten digital über HDMI abgegriffen werden, sind nur feine Unterschiede zu High-End-Audio-Playern bemerkbar.

Testprofil Panasonic DMP-BDT 300

Panasonic DMP-BDT 300
www.panasonic.de
500 Euro

Blu-ray-Player

Weitere Details

92 Prozent

Testurteil
überragend
Preis/Leistung
sehr gut

Ähnlich souverän läuft die Vorstellung bei der Bildverarbeitung. Den UniPhier-Chip haben die Entwickler gegenüber den Vorjahresmodellen weiter verbessert. Das Ergebnis: Das Skalieren von SD-Quellen ist noch präziser, in feinen Strukturen sind die Konturen selbst bei Blu-rays noch eine Idee schärfer und die Farben kräftiger.

Das kommt auch der 3D-Kost zugute, wenn in diesem Fall zwei Full-HDStreams, von der Blu-ray-Scheibe gelesen, an Fernseher geschickt werden. Sollte ein Fernseher oder Beamer mit 3D in Full HD nicht umgehen können, lassen sich die Video-Daten alternativ "Side-by-Side" mit halber horizontaler Auflösung über HDMI ausgeben.

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