All-in-One-Router

TP-Link Archer VR200v im Test

TP-Links VoIP-fähiger Modem-Router bietet eine Alternative zu Fritzbox- oder Speedport-Routern. Der TP-Link Archer VR200v ist mit drei flexiblen, auswechselbaren Dualband-Antennen ausgestattet, die bei 2,4 GHz mit 300 Mbit/s und bei 5 GHz mit bis zu 433 Mbit/s übertragen.

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All-in-One-Router

TP-Link Archer VR200v

Mit TP-Link gibt es endlich wieder einen Hersteller, der eine mögliche Alternative zum marktbeherrschenden "All-in-one"-Router Fritzbox anbietet. Der TP-Link Archer VR200v hat ein VDSL2-Modem integriert, bei Bedarf lässt sich der vierte LAN-Anschluss im Gigabit-Switch des Routers aber auch zum WAN-Port umfunktionieren. Oder man verwendet an einem der beiden USB-2.0-Hosts einen Surfstick, wobei der Mobilfunk-Zugang auch als "Backup-Internetzugang" eingerichtet werden kann.

Die USB-Ports des TP-Link Archer VR200v lassen sich mit externem Speicher oder USB-Drucker auch als SMB-, FTP-, Medien- oder Printserver nutzen. Ein angeschlossener USB-Speicher (NTFS) kann dabei mit knapp 10 MByte/s im LAN gelesen werden. Im Betrieb als DSL-Modem-Router unterstützt das Gerät VLANs, sodass sich LAN-Ports und WLAN-Zugänge beliebig in virtuelle, voneinander getrennte Subnetze mit eigener Netzwerkkennung "mappen" lassen.

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WLAN ein-/ausschalten, DECT-Telefon und WLAN-Client einbinden klappt per Taste direkt am Gerät.

Telefonieren

Der Archer VR200v hat eine DECT-Basisstation für bis zu sechs Mobiltelefone integriert und bietet zwei Anschlüssse für analoge Telefone. Die Basisstation unterstützt den DECT-Eco-Modus. Dabei lassen sich auch mehrere VoIP-Anschlüsse eintragen, die sich über Anrufregeln bestimmten Nummern oder Telefonen zuweisen lassen. Praktisch: Neben Anrufsperren oder Rufweiterleitungen steht auch ein Anrufbeantworter zur Verfügung.

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Der Archer VR200v ist mit Anschlüssen für LAN und Telefonie gut ausgerüstet.

Schwacher Access Point

Zwar überträgt der Dualband-fähige Access-Point des TP-Link Archer VR200v nach 802.11ac, allerdings nur mit einem Stream im 5-GHz-Band und somit einer Linkrate von maximal 433 Mbit/s. Immerhin erreichen wir damit im Test eine Netto-Übertragungsrate von 215 Mbit/s, unter schlechteren Bedingungen macht sich dann allerdings das nicht vorhandene MIMO im 5-GHz-Band bemerkbar.

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Mit den beiliegenden Kabeln und Adaptern können Anwender auch analoge Telefone anschließen.

Scheinbar spart sich TP-Link auch die DFS-Zertifizierung und kann deshalb nur die Kanäle 36 bis 48 nutzen. Eine Online-Hilfe sucht man in der vollständig eingedeutschten Benutzeroberfläche des Routers leider vergeblich, und auch Firmware-Updates müssen umständlich von Hand durchgeführt werden. Die Leistungsaufnahme des Routers bewegt sich mit knapp 9 Watt noch im Rahmen.

Fazit

Trotz der knausrigen WLAN-Ausstattung und kleinerer Mängel hat uns TP-Links VoIP-fähiger VDSL-Modem-Router Archer VR200v wegen seiner umfangreichen Funktionalität und Ausstattung überzeugt.

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