Strategiespiel

Total War: Three Kingdoms im Test - Des Kaisers neues Lieblingsspiel

22.5.2019 von The-Khoa Nguyen

Total War: Three Kingdoms zeigt im Test, dass es keiner Umwälzungen bedarf, um Fans erneut zu begeistern. Einsteiger sollten aber Durchhaltevermögen mitbringen.

ca. 2:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
total war three kingdoms test
© Creative Assembly
EUR 48,28
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Pro

  • Enormer Umfang
  • Wuchtige Echtzeit-Schlachten
  • Tolles Diplomatie-Feature
  • Großartige Spieltiefe
  • Überzeugende Atmosphäre

Contra

  • Komplexe Menüs
  • Einsteiger haben’s schwer

Fazit

Total War: Three Kingdoms ist der wohl umfangreichste und schönste Teil der Serie geworden.


Hervorragend

Total War: Three Kingdoms ist der neueste Ableger der Strategiespielserie, die im Jahr 2000 mit Shogun: Total War aus der Taufe gehoben wurde. Es ist jedoch nicht nur das schönste Spiel der Reihe, sondern wohl auch das komplexeste. Gerade Einsteiger dürften am Anfang durchaus überfordert sein. 

Total War: Three Kingdoms spielt im zweiten Jahrhundert nach Christus und behandelt die Geschichte rund um die Romane der Drei Reiche von Luo Guanzhong. Daran entlang hangelt sich der Spielmodus „Geschichte“. Etwas anders verhält es sich beim Modus „Aufzeichnungen“. Hier bilden die „Chroniken der Drei Reiche“ von Chen Shou die Grundlage, die sich im Gegensatz zu den Aufzeichnungen von Luo Guanzhong deutlich dokumentarischer an die Zeit heranwagen. So unterscheiden sich die beiden Spielmodi vor allem dadurch, dass „Geschichte“ die Helden in den Mittelpunkt rückt – ähnlich wie in Total War: Warhammer. Wohingegen „Aufzeichnung“ eher dem klassischen Total-War-Gameplay huldigt.

Total War: Three Kingdoms im Test – Held der Stunde

total war three kingdoms test
© Creative Assembly

Grundsätzlich sind es jedoch in allen Spielmodi die Helden, die den Unterschied machen – und auch den Schwierigkeitsgrad beeinflussen. Manche Helden bieten beispielsweise schon zu Beginn eine große Armee, andere Start-Helden haben hingegen einen enormen Diplomatie-Bonus oder können Konkurrenten gegeneinander ausspielen. Dass diese Helden sich dann im Laufe der Geschichte auch noch weiterentwickeln, macht es gerade für Einsteiger deutlich komplexer.

Grundsätzlich ist Total War: Three Kingdoms nämlich ziemlich überfrachtet. Nicht nur mit Details zu Figuren, auch die schiere Informationsflut, die enorm detaillierten Menüs, die riesige Weltkarte und die mehr als 20 unterschiedlichen Fraktionen können zu Beginn durchaus herausfordern.

Doch hat man die ersten fünf bis zehn Spielstunden „überstanden“, belohnt einen Total War: Three Kingdoms mit einem hochgradig motivierenden, herausfordernden und detailverliebten Gameplay. Denn gerade in Sachen Diplomatie haben die Entwickler viel Herzblut investiert. Wir koordinieren unser Reich, kümmern uns um Handel und Landwirtschaft, wir bauen Gebäude – die sich in fünf Kategorien aufteilen – und schalten Reformen frei. 

Total War: Three Kingdoms im Test – Diplomatie ist Trumpf

Nach den einzelnen Runden erhalten wir stets Anfragen der anderen Mitspieler. Bündnisse, Unterstützung, Handelsbeziehungen – wir können alles beeinflussen. Und im Hintergrund verhandelt jede Partei auch noch untereinander. Das sorgt für ein enorm komplexes Gebilde aus unterschiedlichen Verträgen und Bündnissen. Denn jede Vereinbarung bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Gut, dass genau dieses Feature nachvollziehbar geschicht, denn die anderen Herrscher agieren stets nachvollziehbar. Sämtliche Verflechtungen im Auge und Hinterkopf zu haben, bildet die Grundlage erfolgreicher Diplomatie in Total War: Three Kingdoms.

total war three kingdoms test
© Creative Assembly

Wenig Neues gibt’s hingegen bei den Gefechten, die wir noch immer direkt steuern und uns so wie ein echter Feldherr fühlen können. Doch „wenig Neues“ ist in diesem Fall kaum negativ zu verstehen, denn die Gefechte waren schon immer eines der Highlights in den Total War-Spielen. Und sie funktionieren seit jeher gut. Etwas Pepp bringen die Generäle und ihre Spezialfähigkeiten. Diese sind allerdings weniger durchschlagend wie in Total War: Warhammer. Das dürfte aber vor allem dem authentischen Ansatz von Three Kingdom geschuldet sein.

Total War: Three Kingdoms im Test - Fazit

Total War: Three Kingdoms ist genau das, was sich Fans der Serie erhofft haben. Vor allem die Verbesserungen im Weltkarten-Spiel sind erstaunlich gut umgesetzt. Die Diplomatie macht immens viel Laune, auch wenn sie von den Spielern einiges abverlangt. Schön, dass die Reaktion der KI stets nachvollziehbar ist. Das sorgt für Spielfreude. Einsteiger müssen sich allerdings auf ein dickes Brett einstellen, dass es zu bohren gilt.

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