Smarter Nass-/Trocken-Akkusauger

Tineco Floor One S3 im Check

Dank eingebauter Sensoren will der Floor One S3 von Tineco die Bodenreinigung intelligent erledigen. Wie gut das funktioniert, zeigt unser Praxistest.

© Tineco

Pro

  • für kleine und mittelgroße Wohnungen
  • intelligente Funktionen mit App-Anbindung
  • gute Reinigungsergebnisse auf Hartböden
  • sparsamer Wasserverbrauch
  • sehr gute Verarbeitung
  • HEPA-Filter

Contra

  • Gerät relativ schwer und unflexibel in der Handhabung
  • Bodenreiniger-Flüssigkeit relativ teuer (ca. 23 Euro/Liter)
  • Akkubetrieb nur 35 Minuten

Fazit

PCgo Check: Der Floor One S3 von Tineco ist sehr gut verarbeitet und hat uns im Praxistest überzeugt – so sauber war die Wohnung schon lange nicht mehr.
Gut

Erst staubsaugen und anschließend noch einmal alles durchwischen – diese zwei Arbeitsschritte bei der Fußbodenreinigung erledigt ein Wischsauger in einem Schritt. Und wenn das Gerät wie der Tineco Floor One S3 dann auch noch smarte Funktionen mitbringt, klingt das nach einer praktischen Angelegenheit.

Tineco Floor One S3 im Check: Ersteinrichtung und Handhabung

Der Zusammenbau des gut verarbeiteten Floor One S3 ist schnell erledigt. Anschließend füllt man den Frischwasserbehälter (ca. 600 ml) mit warmem Wasser und einer Kappe Reiniger.

Tineco rät dazu, nur den hauseigenen, geruchsneutralen Bodenreiniger zu verwenden. Der ist mit ca. 23 Euro/Liter etwas teuer, andererseits benötigt man pro Behälterfüllung immer nur eine Kappe der Flüssigkeit. Immerhin wird eine Flasche des Reinigers mit 500ml gleich mitgeliefert.

Alternativ ist die Reinigung nur mit Wasser möglich. Das sollte man dem Gerät nach dem Einschalten durch das Drücken der Taste „Auto/Max“ für drei Sekunden mitteilen, dann passt es sein Regierungsprogramm entsprechend an.

Ist der Akku geladen, geht es auch schon los. Die Reinigungsleistung auf Hartböden überzeugte uns auf Anhieb. Dadurch dass der Floor One S3 gleichzeitig alles absaugt, hat der Fußboden nur eine geringe Feuchte und trocknet schnell ab. Allerdings kommt die Bürstenrolle nicht ganz an die Ränder heran, ein Streifen von etwa 3,5 cm zur Wand wird also nicht gewischt. Dieses Manko haben aber viele Geräte dieser Art.

© Tineco

Das Display zeigt den erkannten Verschmutzungsgrad als Farbring an. Zudem werden die Reinigungsleistung und weitere nützliche Informationen gezeigt.

Im Betrieb muss man den Floor One S3 kaum schieben, aufgrund der rotierenden Walze zieht es selbstständig immer leicht nach vorne. Die Lautstärke gibt Tineco mit 78 dB an, was Verkehrslärm oder einem lauten Gespräch entspricht. Wir empfanden die Geräuschentwicklung auf jeden Fall noch im Rahmen.

Aufgrund seines Gewichts (etwa 6 kg ohne Wasser im Tank) ist der Wischsauger nicht so flexibel wie ein klassischer Bodenstaubsauger, besonders wenn man unter dem Tisch oder einem Schrank reinigen will.

Nach etwa 30 Minuten war der Akku leer. Um eine mittelgroße Wohnung zu reinigen, reicht diese Betriebszeit locker aus. Wer eine Villa mit vielen Zimmern reinigen will, muss eine längere Pause einplanen: Das Laden eines leeren Akkus in der Station dauert etwa vier Stunden.

Tineco Floor One S3 im Check: Intelligente Funktionen

Doch wie sieht es nun mit den versprochenen intelligenten Funktionen aus? Hier kann das Gerät durchaus punkten: Dank Sensoren erkennt der Tineco den Verschmutzungsgrad und passt seine Saug- und Wischleistung automatisch an. Auf Knopfdruck kann man für hartnäckige Schmutzflecken zudem die Maximalleistung aktivieren.

Lesetipp: Smart-Home einrichten - der große Einsteiger-Guide

Zurück auf der Ladestation erkennt der Floor One S3 ob eine Selbstreinigung erforderlich ist und führt diese auf Knopfdruck gleich durch. Das erspart in der Regel das aufwendige Reinigen der Rolle. Das Entleeren bzw. Nachfüllen der Behälter bleibt einem natürlich nicht erspart.

© Tineco

Auf Knopfdruck wird die Bürstenrolle gereinigt. Das erleichtert die Wartung des Wischsaugers.

Alle Informationen werden uns mit einer freundlichen, aber doch sehr nachdrücklichen Sprachansage mitgeteilt – zunächst allerdings nur in englischer Sprache. Dank WLAN-Einbindung lässt sich der Sauger mit einer App verknüpfen. Diese hält ein Protokoll der Ansagen, sowie einige Statistiken bereit, und erinnert auf Wunsch an den nächsten Reinigungstermin. Über die App lässt sich zudem ein deutsches Sprachpaket herunterladen und auf dem Floor One S3 übertragen. Die Installation dauert mehrere Minuten, dafür wird man mit einer angenehmen, akzentfreien deutschen Sprachausgabe belohnt.

Tineco Floor One S3 im Check: Fazit

Der Floor One S3 von Tineco ist sehr gut verarbeitet und hat uns im Praxistest überzeugt – so sauber war die Wohnung schon lange nicht mehr. Ein Vorsaugen mit einem konventionellen Sauger ist normalerweise nicht nötig, es sei denn es ginge um sehr grobe Teile, der den Wischsauger verstopfen könnten.

Durch die Nassreinigung wird auf jeden Fall mehr Schmutz gelöst, als beim konventionellen Saugen. Das Ergebnis ist sauber und streifenfrei. Die smarten Funktionen wie die automatische Anpassung der Saugleistung sind sehr nützlich und die App-Anbindung ist eine nette Extra-Funktion.

© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Sat-over-IP-Receiver

Der DSR51IP ist eine Art Minicomputer, der mit dem Android-Betriebssystem betrieben und direkt in eine freie HDMI-Buchse am Flat-TV gesteckt wird.
Sat-over-IP-Receiver

Der Digibit B1 funktioniert wie sein baugleicher Bruder DSR41IP von Schwaiger mit einem Android-Betriebssystem. Doch bringt das Sat-over-IP-Gerät auch…
Sat-over-IP-Receiver

Der Triax IP 100 tritt als hybride Free-to-Air-Box mit gehobenen Ansprüchen an. Wir haben die Sat-IP-Lösung getestet.
Testbericht Hausautomation

Fernseher und HiFi-Anlage in die Hausautomation einbinden, mit der neuen App IQONTROL von Mediola sind jetzt auch Laien dazu in der Lage. Der Clou:…
Pearl

Der Royal Gardineer BWC-150.app soll als Bewässerungs-Computer im Garten dienen. Ob er eine echte Arbeitserleichterung ist, zeigt unser Praxistest.