Grandios, aber nicht für jeden

The Last of Us Part 1 im Test

5.9.2022 von The-Khoa Nguyen

The Last of Us gibt es jetzt in drei Versionen. Neben dem Original finden wir noch das TLoU-Remaster für PS4 und jetzt eben ein echtes Remake namens The Last of Us Part 1 für PS5. Wie gut ist es? Für wen lohnt es sich? Unser Test.

ca. 3:20 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
The Last of Us Part 1 im Test
© Sony
EUR 66,38
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Pro

  • Starkes Spielerlebnis
  • Emotionale Story
  • Bombastische Optik
  • Rund 15 Stunden Spielspaß
  • Neue, fordernde Spielmodi

Contra

  • Nahkämpfe recht statisch
  • Stealth-Einlagen hakeliger als in TLoU 2

Fazit

The Last of Us Part 1 ist ein fantastisches Remake mit Top-Grafik und modernen Features.


Hervorragend

The Last of Us Part 1 für PS5 ist ein echtes Remake, nicht zu vergleichen mit dem Remaster aus dem Jahr 2014, seinerzeit noch für die PS4. Das Spiel wurde von Grund auf neu programmiert und mit zahlreichen Features aus The Last of Us 2 versehen. Die großen Fragen, die sich aufdrängen: Was unterscheidet das Original vom Remake? Und für wen lohnt sich The Last of Us Part 1?

The Last of Us Part 1 im Test: Kurzer Story-Ausflug

Wir haken kurz die Story ab: Cordyceps, eine Art fieser Pilz, hat quasi die Menschheit ausgerottet. Die, die überlebt haben, laufen jetzt als ganz mies gelaunte Pilzmutanten durch die Gegend. Nur ein paar wenige hatten Glück und leben jetzt zurückgezogen und in Angst. Ellie, ein junges Mädchen, soll von einem Typen namens Joel zu einer Gruppierung namens Fireflies gebracht werden. Der Grund ist einfach: Ellie scheint immun gegen den Pilz zu sein und könnte somit bei der Entwicklung eines Impfstoffes helfen. Viel weiter spoilern wir an dieser Stelle nicht.

The Last of Us Part 1 im Test: Was hat sich getan?

Na klar, das Remaster von The Last of Us sah schon prima aus. Dann kam aber The Last of Us Part 2 und stellte grafisch alles zuvor Dagewesene in den Schatten. Jetzt gibt es also das Remake, das zumindest optisch sehr nah an den zweiten Teil heran reicht.

The Last of Us Part 1 im Test
© Sony

Im ersten Moment fallen die wirklich wundervollen Charaktermodelle ins Auge. Egal ob Gesichter, Haare oder Kleidung – alles sieht einfach nur fantastisch aus. Gerade in Nahaufnahmen profitiert das Spiel von der neuen Optik, denn die Charaktere wirken nicht nur realitätsnäher (siehe oben rechts), sondern können dank erweiterter Gesichtsanimationen jetzt eine deutlich glaubhaftere Mimik erzeugen. Zwar wurden für das Remake keine neuen Motion-Capturing-Aufnahmen erstellt, aber es wurde an der Bewegungsvielfalt gearbeitet. So wirken die Charaktere zwar nicht ganz so glaubhaft wie in The Last of Us Part 2, aber deutlich (!) besser als im Original.

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Die Auswirkungen sind allerdings weitreichender und entscheidender. Da das Spiel besonders viel Wert auf Atmosphäre und Story legt, ist der grafische Sprung nicht nur ein Mittel zum Zweck. Denn: Je authentischer das Spiel die Gefühle der Charaktere vermittelt, desto emotionaler begleiten wir die Story. Und das schafft Naughty Dog nahezu in Perfektion. Noch nie haben wir die Story von The Last of Us so intensiv erlebt.

The Last of Us Part 1 im Test
© Sony

An den Levels haben die Entwickler wiederum nichts geändert. Das Layout ist dasselbe wie im Original. Aber: Sämtliche Areale wirken nun viel lebendiger, knackige Texturen blitzen überall auf, die Detaildichte ist enorm und die neuen Licht- und Schatteneffekte heben die die teils düstere Stimmung noch besser hervor. Wir haben uns immer mal wieder erwischt, wie wir innehielten und lediglich die Umgebung des Spiels bestaunten.

The Last of Us Part 1 im Test: Und was ist schlecht?

Doch es ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen – leider. Denn zwar haben die Entwickler bei der Optik eine Frischzellenkur vorgenommen. Dafür haben sie beim Gameplay ein bisschen zu wenig getan, zu oft fühlt sich das Spiel nach 2014 an. Denn im Vergleich zu TLoU2 fehlt uns beispielsweise das Krabbeln. Oder auch Stealth-Einlagen sind im Remake noch deutlich anstrengender als in The Last of Us Part 2.

The Last of Us Part 1 im Test
© Sony

So müssen wir noch immer eine improvisierte Klinge craften. In Part 2 müssen wir das nicht, da wir da immer ein Messer dabeihaben. Auch die Nahkämpfe spielen sich im Vergleich zum zweiten Teil etwas arg hölzern. Dynamisches Ausweichen? Fehlanzeige im Remake.

The Last of Us Part 1 im Test: Was bietet das Remake noch?

  • Je nach TV und Einstellung natives 4K bei 30 / 40 FPS
  • Dynamische Auflösung und HDR bei 60 FPS
  • 3D-Audio-Integration
  • Permadeath-Modus
  • Speedrun-Modus (mit Timer)
  • Neue Kostüme für Joel und Ellie
  • Left Behind DLC (den Sie am besten im Anschluss spielen)
  • Zahlreiche Barrierefreiheit-Optionen (z.B. größeres HUD, Audiohinweise)

The Last of Us Part 1 im Test: Fazit und für wen lohnt sich das?

Wer The Last of Us bisher nie gespielt hat, für den ist das Remake nahezu Pflicht. Es gibt nur wenige Playstation-Games, die so sehr begeistern. Inszenierung, Grafik, Story – all das sucht seinesgleichen.

Wer den ersten und zweiten Teil hingegen schon kennt, sollte sich den Kauf mehrmals überlegen. Ja, der grafische Sprung ist wirklich enorm und nie sah TLoU besser aus. Ja, es macht nach wie vor irre Spaß.

Darüber hinaus bietet das Remake aber kein grundlegend neues Spielerlebnis. Unsere Empfehlung: Warten, bis sich der Preis reduziert und dann zugreifen. Denn die PS5-Features (Grafik, Dual-Sense-Integration und Co.) sind tatsächlich ziemlich cool.

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