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Sounddeck

Teufel Cinedeck im Test

Auch Teufel setzt bei TV-Sound verstärkt auf Komplettsysteme. Das Cinedeck hat jedoch noch mehr zu bieten als zwei integrierte Subwoofer. Wir haben es getestet.

© Teufel

Das Teufel Cinedeck ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich.

EUR 599,99

Pro

  • optional erweiterbar

Contra

  • Brillanz und Auflösungsvermögen könnten etwas besser sein

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: sehr gut
79,0%

Der Trend zu einteiligen Komplettsystemen lässt grüßen: Auch Teufel nimmt sich wieder des Themas Sounddecks an und will mit dem neuen Cinedeck diesen Markt erobern. Dafür hat sich die Berliner Klangschmiede einiges einfallen lassen. 

Ganze neun Schallwandler verbergen sich in dem flachen Gerät, die von acht Class-D-Endstufen mit einer Gesamtleistung von 220 Watt angetrieben werden. Teufel setzt dabei auf Breitbandtreiber mit 5 cm Durchmesser und verzichtet auf separate Hochtöner. 

Für den Bassbereich sind zwei 5,25-Zoll-Tieftöner zuständig, die im Boden des Decks verbaut sind und nach dem Downfire-Prinzip arbeiten. Zwei schmale Bassreflexkanäle, die rechts und links neben dem Anschlussfeld austreten, greifen den beiden Basstreibern dabei unter die Arme. Das Sounddeck folgt also einem schlichten 2-Wege-Bassreflex-Aufbau. 

© Teufel

Dank Dynamore liefert das Teufel-Sounddeck Surroundsound vom Feinsten.

Umso aufwendiger ist die Anordnung der sieben Breitbandtreiber. Teufel spendierte dem Cinedeck einen dedizierten Centerkanal in der Mitte, der für eine klare Dialogwiedergabe und eine stabile Abbildung sorgt. Die beiden Hauptkanäle rechts und links sind gedoppelt und werden jeweils von zwei Treibern wiedergegeben, um dem Klangbild mehr Substanz zu verleihen. 

Direkt an den vorderen Gehäuseecken sitzen dann noch zwei angewinkelte Treiber, die sich um die Wiedergabe der Surroundkanäle kümmern. Auch Teufel nutzt dabei Raumreflexionen aus und liefert die Surroundanteile mit Hilfe der Dynamore Ultra Technologie sozusagen über Bande an den Hörplatz. Damit ist das Cinedeck ein waschechtes Mehrkanalsystem, das für einen erstaunlichen Raumklang sorgen kann.

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 Wer stattdessen echte Surroundkanäle bevorzugt, wird bei Teufel aber ebenfalls fündig. Optional lässt sich das Cinedeck drahtlos mit den kompakten Effekt-Lautsprechern erweitern, die dann seitlich hinter dem Hörplatz aufgestellt werden können und eine noch stabilere Raumabbildung ermöglichen.

Schon beim Test von Teufels 4.0-Set Ulitma 40 Aktiv Surround konnten uns die kleinen Klangwürfel überzeugen (siehe video 06/2019). Wer überdies noch die Bassperformance des Cinedecks aufpolieren will, obwohl es solo schon bis knapp unter 50 Hz spielt, kann das System zusätzlich noch mit den externen Funksubwoofern T8 oder T10 ausbauen.

Alles Bord

Aber auch als Einzelsystem kann das Cinedeck überzeugen. Dank HDMI-Eingang und einem HDMI-Ausgang mit Audiorückkanal lässt sich das Deck problemlos an einen Fernseher anschließen. Objektbasierte Formatewie Dolby Atmos oder DTS:X bleiben dabei zwar außen vor, aber kanalbasiertes Surroundmaterial wird raumfüllend und mit knackigem Bass wiedergegeben. 

Alternativ steht für die Verbindung zum TV eine Toslink-Buchse zur Verfügung, für analoges Audioequipment gibt es noch einen klassischen Aux-Eingang mit rot-weißem Cinchbuchsenpaar. Bluetooth darf als Standardzuspielweg für die Musik vom Smartphone heutzutage nicht fehlen.

Lobenswert ist, dass das Cinedeck dabei den hochwertigen aptX-Codec unterstützt, der eine CD-ähnliche Übertragungsqualität über Bluetooth ermöglicht. Zusätzlich ist auch noch eine Soundkarte integriert, man kann also bei Bedarf sogar einen Laptop direkt per USB anschließen.

© Teufel

Zwei 5,25-Zoll Treiber an der Unterseite des Decks sorgen für Bass, sieben Breitbandtreiber für raumfüllenden Surroundsound.

Das Sounddeck bietet eine überschaubare, aber durchdachte Auswahl an Klangprogrammen. Vor allem der Dynamore Modus leistet gute Dienste und erweitert die Klangbühne weit über die schmalen Abmessungen des Geräts hinaus, was nicht nur Filmton, sondern auch Musik deutlich mehr Räumlichkeit verleiht. Allerdings tun sich die Breitbänder bei hohen Frequenzen schwerer als spezialisierte Hochtöner, weshalb das Deck dort ein wenig schwächelt und dadurch etwas Brillanz und Auflösungsvermögen einbüßt.​

© Teufel

Die beiden seitlich angeordneten Knöpfe erlauben einen Schnellzugriff auf wichtige Funktionen wie Lautsärke und Eingangswahl.

Fazit

Teufels kompaktes Cinedeck ist ein leicht zu bedienendes TV-Soundsystem mit guter Surroundperformance.

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