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Bluetooth-Lautsprecher

Lesertest zum Teufel BOOMSTER von Gerd Reinhold aus Heidesee

Lesertest zum Teufel BOOMSTER von Gerd Reinhold aus Heidesee

Verpackung

Der Teufel BOOMSTER wird solide verpackt in einem kleinen Karton geliefert. Nach dem Auspacken kommt ein stattliches Gerät zum Vorschein, das die Erwartung eines tollen Klanges weckt. Man wird diesbezüglich nicht enttäuscht. Die Verarbeitung ist sehr solide.

Pro

  • Klangqualität
  • Batterielaufzeit
  • FM-Tuner
  • Bedienung

Contra

  • Schlechte Ablesbarkeit der LED in der Bedienleiste bei heller Umgebung

Installation

Nach etwa drei Stunden Ladezeit ist der 4400mAh-Lithium-Ionen-Akku gefüllt. Das Verbinden des Smartphones als Zuspieler funktioniert problemlos nach der üblichen Bluetooth-Koppelprozedur in Sekundenschnelle. Das Koppeln mittels NFC konnte mangels der Smartphonefunktion nicht getestet werden.

Der Teufel BOOMSTER gibt die mittleren und hohen Audiofrequenzen mit linearem Frequenzgang wieder. Der Bassanteil kann am Teufel BOOMSTER manuell eingestellt werden. So ist es zweckmäßig, die Klangeinstellung und Lautstärke am Zuspieler nach eigenem Geschmack vorzunehmen. Die Lautstärke am Teufel BOOMSTER ist vorzugsweise auf höchste Stufe einzustellen und der Subwoofer auf halben Maximalpegel, das entspricht der Stufe drei. Für den Test wurden Audiodateien im MP3-Format mit 320kp/s und WAV-Dateien verwendet. Die Übertragung erfolgte mit Bluetooth 3.0 und aptX-Codec.

Boomster von Teufel

© Weka/ Archiv

Boomster von Teufel

Erster Klangeindruck

Der erste Klangeindruck ist Balsam für die Ohren. Er ist sehr ausgewogen, differenziert in jeder Frequenz. MP3-kritische Instrumente wie Panflöte, Klavier und Harfe werden exakt wiedergegeben. Der Teufel BOOMSTER ist für jede Musikrichtung geeignet.

Der lineare Frequenzgang klingt wie bei allen kleineren Lautsprechern etwas flach. Nach Anwahl des bevorzugten Equalizermodus’ am Smartphone und etwas höherer Lautstärke schwingt sich die Wiedergabe zum Klangerlebnis auf. Teufel hat offensichtlich die Stereobasisbreite etwas erhöht. Bis zu einem Abstand von 2 Metern öffnet sich ein breites Klangfeld, Instrumente sind manchmal außerhalb des Gehäuses zu hören. Störgeräusche gibt es nicht. Für diese Gehäusegröße ist wohl klanglich keine Verbesserung möglich. Ein CD-Player, angeschlossen am 3,5mm-Line-Eingang, brachte dieselben Ergebnisse. Übersteuerung ist mit Bluetooth- und üblichen Audiozuspielern über den AUX-Eingang nicht möglich.

Angeschlossen an ein Mischpult ist jedoch Vorsicht geboten. Schlagartig treten digitale Verzerrungen auf, die den Class-D-Endstufen geschuldet sind. Das passiert ab Pegeln von etwa 1,5 V am Audio-Eingang. Die Class D-Technik sorgt aber auch für die extreme Ausdauer des Teufel BOOMSTER. Bei geringer Lautstärke spielte er 20 Stunden lang, bei voller Lautstärke und halbem Basspegel 10h lang.

Boomster von Teufel

© Weka/ Archiv

Boomster von Teufel

Bässe

Der Basspegel ist wie bei allen Soundsystemen ein wesentliches Kriterium bei der Wiedergabe. Bei lauter Wiedergabe und basshaltiger Musik schafft der Downfire-Subwoofer seine Aufgabe nicht mehr und klirrt etwas. Da macht sich die unkomplizierte Einstellung des Subwooferpegels gut. Ein paar Stufen zurückgenommen findet der Teufel BOOMSTER zu seinem gewohnten Klangbild. Aufgestellt vor einer Hauswand ist die Basswiedergabe so beeindruckend, dass man eine größere Standlautsprecherbox vermutet. Die Lautstärke ist so hoch, dass man die Stimme heben muss, um ein Gespräch in der Nähe des Lautsprechers führen zu können. Es wurden Lautstärkepegel von 96 dB (AI) gemessen. Bei der Party im Garten und hohen Schalldrücken an den Leistungsgrenzen des Gerätes benötigt der Teufel BOOMSTER einen DJ, der sofort eingreifen kann, also zum Beispiel die Lautstärke am Smartphone oder den Subwooferpegel am Teufel BOOMSTER reduziert.

Vorsicht ist auch geboten, wenn mittels Sensortaste der FM-Modus eingeschaltet wird. Man sollte vorher die Lautstärke am Teufel BOOMSTER reduzieren, um wegen des lauten Rauschens nicht zu erschrecken. Der FM-Tuner mit drei programmierbaren Festsendern hat eine gute Empfindlichkeit  und ist natürlich auf die ausgerollte Drahtantenne an der Rückseite des Teufel BOOMSTERS angewiesen. Die Sendersuche mit Programmierung der Preset-Tasten gestaltet sich wegen einer fehlenden Frequenzanzeige etwas aufwändig. Bei Vergleich mit einem FM-Radio funktioniert das am besten.

Boomster von Teufel

© Weka/ Archiv

Boomster von Teufel

Design und Komfort

Der Tragegriff ist gut in das Gehäuse integriert, schneidet aber bei längerem Transport in die Haut ein. Im Test betrug die Bluetooth-Reichweite im Freifeld 15 Meter. Wird das Smartphone am Körper getragen, gab es schon in einer Entfernung von 5 Metern Aussetzer. Mit einem iPhone 6 als Zuspieler war die Verbindung stabiler, was sicher auf Bluetooth 4.0 zurückzuführen ist. Die Sensortasten reagieren gut. Nachteilig ist die Integration der LED in die Sensoreinheit. Bei Sonnenlicht ist nicht zu erkennen, welche weiße LED hinter den weißen Symbolen leuchtet. Abends bei der Gartenparty ist alles gut zu sehen, auch die Helligkeitsstufen der LED für die Lautstärke.

Mit dem Teufel BOOMSTER kann auch ein Laptop oder ein kleines Fernsehgerät klanglich mächtig aufgewertet werden, wenn es über einen Kopfhörerausgang verfügt. Dazu braucht nicht der Akku entladen zu werden, der Teufel BOOMSTER beherrscht den Netzbetrieb. Das Haupteinsatzgebiet ist aber die stromversorgungsunabhängige Musikwiedergabe über Bluetooth oder kabelgebundenen AUX-Eingang mit langen Musiklisten auf Smartphone oder MP3-Player als Zuspieler.

Fazit

Der Teufel BOOMSTER ist eine in seiner Kategorie ausgezeichnete Klangmaschine, die das Geld wert ist.  Sie ist mit das größte und schwerste Gerät dieser Klasse auf dem Markt. Aber Klang wird mit  auch mit Volumen erzeugt und der ist nicht zu übertreffen. Er macht seine Sache in Küche, auf der Terrasse und im Garten sehr gut.

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