Testbericht

Sony SLT-A 99V im Test

19.2.2013 von Martin Biebel

Im Filmmodus der SLT-A 99V muss man sich zwischen manuellen Einstellmöglichkeiten und dem Autofokus entscheiden. Wie ist die Videoqualität der SLR von Sony?

ca. 1:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Sony SLT-A 99V, foto, kamera
Die Sony ist mit nur 813 Gramm ein Leichtgewicht und besitzt eine gute Videoausstattung.
© Martin Biebel, Hersteller

Pro

  • elektronischer Sucher
  • manuelle Bildeinstellungen

Contra

  • Filmfunktion in der Anleitung kaum erläutert
  • schlechte Detailwiedergabe

813 Gramm sind für eine Kamera mit 35-mm-Sensor leicht. Dennoch ist die Verarbeitung der Sony SLT-A99V hochwertig. Der Spiegel in der Kamera klappt nicht weg beim Auslösen: Er ist halbdurchlässig. Daher ist das Display-Bild stets verfügbar und muss nicht wie bei der Spiegelreflex-Konkurrenz aktiviert werden. Das Vorschaubild wird entweder auf dem dreh- und schwenkbaren Bildschirm auf der Kamerarückseite angezeigt oder im fein auflösenden elektronischen Sucher.

Die Bedienungsanleitung geht aber nur am Rande auf die Filmer-Möglichkeiten ein: Man muss selbst herausfinden, wie sich Blende, Belichtungszeit oder der ISO-Wert manuell einstellen lassen. Das klappt bei ausgeschaltetem Autofokus: Dann sind die Manuell-Modi P, A, S und M auch für Filmaufnahmen aktivierbar. Die Schärfe ist dann aber von Hand am Objektiv einzustellen. Diese Entweder-oder-Lösung ist nicht ideal, hat doch gerade diese Kamera die sanfteste Schärfenachführung.

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Die Geräusche des Motors sind leise auf der Tonspur zu hören. Hervorzuheben ist die Qualität des eingebauten Stereomikrofons, das zwar etwas rauschte, aber auch bei Weitem den sattesten Klang bei akzeptablen Eigengeräuschen bot. Leider kann die Sony während des Filmens nicht fotografieren.

Sony SLT-A 99V, foto, kamera
Der große Kippmonitor ist leider nicht berührungssensitiv.
© Martin Biebel, Hersteller

Bei den Testaufnahmen überzeugte die Farbgebung. Die Schärfe war nicht sehr ausgeprägt: Einige feine Details gingen verloren - das lag nicht an der wegen des großen Sensors relativ geringen Schärfentiefe. Das Rauschen bei dunklen Bildern fiel moderat aus. Bewegungen gibt die Kamera ohne Ruckler und mit schärfsten Details wieder. Die Optiken überzeugten mit einem guten Bildstabilisator.

Dank guter Video-Ausstattung und leichter Handhabung ist diese Kamera auch ohne Zubehör für erste Gehversuche auf Filmer-Terrain geeignet. Nebenbei ist sie das Topmodell unter Sonys Spiegelreflex-Cams. Leider wird die Bedienung in der Anleitung nur im Ansatz beschrieben.

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