Testbericht

TEST: Sony Cybershot S930 - Einsteiger-Digicam für 120 Euro

In ihrem silbernen Gehäuse wirkt Sonys Einsteigerkamera S930 zunächst einmal vor allem schlicht, solide, edel, aber auch unauffällig, wenn man sie etwa mit der trendig weißen 95-Euro-Kompakten Samsung ES15 vergleicht.

© Archiv

Sony Cybershot S930

Mit der liegt sie übrigens in punkto Ausstattung gleichauf, obwohl die Sony 180 Euro, also beinahe das Doppelte kostet. Dass die S930 nur 2,5 Ausstattungspunkte sammelt, hat sie unter anderem dem kleinen, gering auflösenden 2,4-Zoll-Monitor mit 37.433 RGB-Pixeln zuzuschreiben. Immerhin trifft der mit seiner Vorschau auch bei schlechten Lichtverhältnissen recht genau die Helligkeit des späteren Fotos. Wie die günstige Samsung verzichtet auch die S930 auf einen leichten, schlanken Lithium-Ionen-Akku und setzt stattdessen auf zwei mitgelieferte AA-Akkus.

Der Funktionsumfang umfasst zwar weder einen manuellen Weißabgleich noch Regler für Schärfe, Kontrast und Farbsättigung, die bei Samsung zum Standard gehören. Dafür gibt es hier eine Blitzlichtkorrektur und eine manuelle Entfernungsvorwahl, die dem Fotografen eine Alternative schafft, wenn das Umgebungslicht für den Autofokus nicht reicht.

Ein nützliches Feature, zumal der Autofokus unseres Testgeräts bei vier von zehn Versuchen im abgedunkelten Testraum nicht die richtige Schärfe fand. Dies ist umso ärgerlicher, da er sich bei der Suche mehr als genug Zeit ließ: Die S930 löste im Weitwinkel erst nach 1,46 s, im Tele sogar erst nach 1,71 s aus. Zudem bietet die S930 lediglich einen Steckplatz für Memorysticks, die teurer und weniger verbreitet sind als SD-Karten.

Das Bedienkonzept ist gelungen: Die S930 besitzt einen Schieber zum Wechsel zwischen Foto-, Video- und Wiedergabemodus, der sich perfekt mit dem rechten Daumen erreichen lässt. Das Menü blendet am linken Bildrand ein. Dadurch sieht der Fotograf im Hintergrund weiterhin die Vorschau und damit den direkten Einfluss der Einstellung, die er gerade vorgenommen hat. Ungewöhnlich: Der USB-Anschluss liegt ungeschützt bloß, was nach einem Tag am Strand durchaus zu Problemen führen kann.

Bildqualität: Auf den ersten Blick sehen die ISO-100-Aufnahmen der S930 deutlich detailreicher und differenzierter aus als die der Samsung ES15, die Farben strahlend, aber ausgewogen. Schaut man genauer hin, offenbaren sich dann einige Schwächen: Der Visual Noise tritt schon bei ISO 100 mit 2,6 VN stärker hervor als bei Kompaktkameras dieser Preisklasse üblich.

Testergebnisse

Sony Cybershot S930
Sony
180 Euro

www.sony.de

Weitere Details

46,5 Punkte

Fazit:Die Ausstattung könnte bei einer 180-Euro-Kamera umfangreicher, die Bildqualität besser sein. Die Aufnahmen der Sony S930 sind geprägt von starkem Rauschen und Texturverlust - vor allem bei höheren Empfindlichkeiten.

Die Auflösung von 872 bis 1068 LP/BH (Linienpaare pro Bildhöhe) bleibt hinter dem 10-Megapixel-Durchschnitt zurück. Bei höheren Empfindlichkeiten steigt das Bildrauschen auf 6,4 VN, die Auflösung sinkt auf 738 bis 921 LP/BH. Noch gravierender macht sich aber die schwache Textur bemerkbar.

Fazit: In Anbetracht der recht kargen Ausstattung und der von starkem Rauschen und Texturverlust bei ISO 400 geprägten Bildqualität erscheint der Preis von 180 Euro recht hoch.

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