Testbericht

TEST: Sony Cyber-shot W190 - Großer Bruder der Cyber-shot W180

Die Unterschiede zwischen Sonys Einsteigerkameras W180 und W190 sind marginal: Zum einen kommen auf dem 1/2,3-Zoll-Sensor der W190 nicht 10, sondern ...

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Sony Cyber-shot W190

Ansonsten scheinen die W180 und die rund 20 Euro teurere W190 nahezu baugleich: Beide Modelle besitzen eine 3-fach-Zoomoptik mit 35 bis 105 mm Brennweite (äquivalent Kleinbild), ein 2,7-Zoll-Display, das bisweilen eine deutlich verrauschte Vorschau zeigt, und einen ähnlichen Funktionsumfang, der primär Optionen wie Motivprogramme, Vollautomatik, Gesichts- und Lächelerkennung umfasst und nur wenige manuelle Einstellungen zulässt. Blende und Belichtungszeit wählt die W190 immer selbst. Wie bei Sony-Kompakten üblich muss der Fotograf mit einem Steckplatz für Memorysticks vorlieb nehmen, obwohl diese weniger verbreitet und meist merklich teurer sind als SD-Karten. Die Videofunktion beschränkt sich wie bei der W180 auf eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln.

Durch die wenigen Einstellmöglichkeiten ist die Bedienung der W190 übersichtlich und einsteigerfreundlich. Sind die Grundeinstellungen erst einmal im etwas unübersichtlichen Hauptmenü vorgenommen, braucht der Anwender insbesondere im Automatikmodus nur noch das Motiv auszusuchen und abzudrücken.

In der Programmautomatik kann er unter anderem die Empfindlichkeit, den Weißabgleich oder die Belichtungsmessung selbst einstellen. Er muss dazu lediglich die "MENU"-Taste drücken, mit der Vierrichtungswippe im Menü am linken Bildrand navigieren und die gewünschte Option auswählen. Im Test funktionierte der Autofokus der W190 etwas zuverlässiger und nicht ganz so langsam wie der von Sonys W180. Die Auslöseverzögerung lag im Weitwinkel bei 0,68 s, im Tele bei 0,85 s.

Bildqualität: Auch im Messlabor arbeitet sich die W190 einen gewissen Vorsprung gegenüber der W180 heraus: Dank der 12 Megapixel erreicht sie in der Bildmitte eine höhere Auflösung - vor allem im Weitwinkel. Allerdings fällt die Leistung zu den Bildrändern stärker ab - teils sogar unter das Niveau des 10-Megapixel-Pendants. Das Bildrauschen tritt mit 1,7 (ISO 100) beziehungsweise 4,1 VN (ISO 400) geringfügig schwächer auf, stört aber bei höheren Empfindlichkeiten erheblich. Wie die W180 zeigt auch die W190 einen Hang zu warmen, rötlichen Farben, schattet die Ränder mit maximal 0,5 Blenden ab und verzeichnet im Weitwinkel um etwa ein Prozent.

Testergebnis

Cyber-shot W190

\n Sony Cybershot W190
Sony
140 Euro

www.sony.de

Weitere Details

53,5 Punkte

Fazit:Eine einfache 140-Euro-Kamera mit einsteigerfreundlichem Bedienkonzept, 12 Megapixeln, einer unauffälligen Ausstattung und einer Bildqualität, die ab ISO 400 erheblich nachlässt.

Fazit: Eine einfache 140-Euro-Kamera mit einsteigerfreundlichem Bedienkonzept, 12 Megapixeln, einer unauffälligen Ausstattung und einer Bildqualität, die ab ISO 400 deutlich nachlässt.

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