Testbericht

Sonos PlayBar im Test

Sonos stellte seinen neuen PlayBar pompös vor, und mancher fragte sich: Das alles wegen eines weiteren Klangbalkens? Doch der PlayBar bringt mehr, als man erwartet.

© Sonos

Sonos PlayBar

Pro

  • klingt schon ohne Subwoofer voluminös
  • sehr natürliche Stimmwiedergabe
  • perfekt für Musik und Film

Contra

  • eingeschränkte Konnektivität
  • neben LAN und Wireless nur ein optischer Digital-Eingang für TV-Tuner

Klar, er lässt sich via Bridge, der Basisstation von Sonos, drahtlos ins proprietäre System integrieren oder kann über seine LAN-Buchsen direkt in ein bestehendes Netzwerk eingebunden werden. So viel war für alle Kenner des überaus erfolgreichen, Multi-Room-tauglichen Sonos-Systems vorhersehbar. 

Darüber hinaus haben die Amerikaner ein ausgeklügeltes, einteiliges Heimkino-Lautsprechersystem geschaffen, das klanglich innerhalb der in sich geschlossenen Sonos-Welt höchstens durch eine Kombination von zwei Play:5-Boxen plus Subwoofer zu toppen ist. Und selbst diese kostspielige Kombination hätte dann immer noch nicht jene Raumklang-Technologie. Die basiert auf drei Kanälen, die durch drei Hochtöner und sechs Mitteltöner zum Leben erweckt werden. Die beiden ganz außen angeordneten Hochtöner des linken und rechten Kanals sind schräg auf die Seitenwand gerichtet, um durch Reflexionen einen größeren Raumeindruck zu erzeugen. 

Damit produziert der PlayBar eine plastische Surround-Wiedergabe und vermag die Hörbühne in Stereo etwas weiträumiger abzubilden, als das kompakte Gehäuse erwarten lässt. Der Clou ist allerdings eine ausgesprochen voluminöse Basswiedergabe, die man niemals aus einem so schlanken Soundbar ohne Subwoofer erwarten würde. Und die Homogenität im Mittel-/Hochtonbereich zählt zum Besten, das in diesem Bereich geboten wird. 

So eignet sich der PlayBar sowohl, um Filme zu schauen als auch zum Musikhören. Wem der gebotene Bass noch nicht reicht, der kann den bemerkenswerten Balken sogar noch mit einem Netzwerk-Subwoofer kombinieren. Das kommt auch der Präzision in den unteren Oktaven zugute. 

Die Inbetriebnahme funktioniert einfach und mit der kostenlosen Sonos-App lassen sich sogar Songs aus dem Musikarchiv von iPads oder iPhones zum Soundbar streamen. Für Android-Geräte steht ebenfalls eine App zur Verfügung. Es gibt sogar einen schnellen Vorlauf. Gerade bei der Nutzung mehrerer Hörzonen überzeugt die Handhabung der App. Für örtliche Kontrolle bringt der PlayBar trotzdem eine gut gestaltete Fernbedienung mit. Dennoch ist der Sonos schon allein wegen seines Verzichts auf Audio-Eingänge (nur ein optischer Digital-Eingang steht zur Verfügung) ein Netzwerker durch und durch.

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