Testbericht

TEST: Samsung ST50 - Einsteiger-Digicam schlank und zierlich

Die Samsung ST50 ist extrem schlank und sieht insbesondere in der uns vorliegenden Variante mit rot glänzendem Edelstahlgehäuse sehr apart aus. Sie misst maximal 19 mm in der Tiefe und wiegt inklusive Lithium-Ionen-Akku und SD-Speicherkarte recht leichte 139 g.

© Archiv

Samsung ST50

Ansonsten handelt es sich bei der ST50 um eine ganz einfache Einsteigerkamera, die es dem Anwender möglichst leicht machen will: Statt auf diverse manuelle Optionen setzt die ST50 auf Automatikfunktionen, beispielsweise auf die automatische Szenenerkennung, bei der die Kamera das Motiv analysiert und die nötigen Einstellungen eigenständig vornimmt. Mit nur einem Tastendruck geht's in den "Smart"-Modus, also zur Vollautomatik, mit einem Schieberegler zur Foto- beziehungsweise Videoaufnahme.

Damit sich auch Einsteiger ohne Handbuch sofort im Menü zurechtfinden, hat Samsung die Menüoberfläche verändert. Neu ist beispielsweise, dass das Hauptmenü grundsätzlich zuerst zwei Spalten anzeigt: Links befinden sich die übergeordneten Menüordner, welche die Einträge wie gehabt thematisch nach Aufnahme-, Anzeige-, Ton- und Grundeinstellungen sortieren. Gleichzeitig sieht der Anwender in der rechten Spalte, welche Optionen er im gerade angewählten Menüordner findet. Dadurch muss er nicht erst in eine untere Ebene wechseln, um zu wissen, ob sich dort die gesuchte Funktion versteckt.

Da die Menüordner an sich sprechende Namen tragen und logisch strukturiert sind, dürften allerdings nur wenige diese Hilfestellung wirklich brauchen. Schade, dass Samsung auf eine Taste zum Abruf des Schnellzugriffsmenüs verzichtet, das am linken Bildrand einblendet und die Vorschau lediglich partiell verdeckt. Wer dieses Menü verwenden will, muss einen Umweg über das Hauptmenü und den Aufnahme-Menüordner nehmen.

Das 2,7-Zoll-Display liefert eine ordentliche, vergleichsweise rauscharme Vorschau. Zoom und Lupe reagieren aber langsam. Der Autofokus verfehlte im abgedunkelten Raum durchschnittlich bei jedem zweiten Versuch sein Ziel. Selbst im Tageslicht arbeitete er nur unzuverlässig. Die gemessene Auslöseverzögerung von gut 0,6 s und die Einschaltverzögerung von 1,5 s gehen in Ordnung.

Bildqualität: Generell wirken die Farben bei Standardeinstellung etwas flau, bei erhöhter Farbsättigung noch immer nicht übertrieben bunt. Das ISO-100-Rauschen ist mit 2,0 VN vergleichsweise ausgeprägt. Dafür bleiben Bilddetails erhalten, die andere Kompakte einfach im Zuge der Rauschreduktion eliminieren. Im ISO-400-Test kehrt sich das Ergebnis um: Das Rauschen bleibt unverändert bei 2,0 VN, womit die ST50 bei dieser Empfindlichkeit im Kompaktkamera-Umfeld gut dasteht. Andererseits gehen dann aber deutlich mehr Feinheiten im Bild verloren.

Testergebnisse

Samsung ST50
Samsung
190 Euro

www.samsung.de

Weitere Details

62,5 Fazit

Das schlanke, zierliche Design der Samsung ST50 passt zum Konzept der anwenderfreundlichen Einsteigerkamera. Die Bildqualität ist mittelmäßig, der Autofokus wenig treffsicher.

Im Weitwinkel erreicht die ST50 eine besonders hohe Mittenauflösung, allerdings kombiniert mit einem starken Randabfall um über 300 LP/BH. Im Tele ist die Auflösung generell schwächer und sinkt bei ISO 400 auf nur mehr 745 LP/BH - ein mäßiges Resultat für einen 12-Megapixel-Sensor. Der Weißabgleich arbeitet etwas unpräzise, die Messungen ergaben 6 DeltaRGB.

Fazit: Das schlanke, zierliche Design der Samsung ST50 passt zum Konzept der anwenderfreundlichen Einsteigerkamera. Die Bildqualität ist mittelmäßig, der Autofokus wenig treffsicher. Der Preis (190 Euro) könnte, sollte und wird vermutlich noch fallen.

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