Testbericht

TEST: Canon Powershot SX120 IS- Digicam mit 10-fach-Zoom

Als kompakte 10-fach-Zoomkamera ohne Sucher findet die Canon Powershot SX120 IS einen guten Kompromiss zwischen Brennweitenbereich, Gewicht und Preis. Die Ausstattung entspricht der einer gehobenen Megazoom und schließt sowohl einen manuellen Modus, Zeit- und Blendenautomatik als auch Einstellmöglichkeiten für die Intensität des Blitzlichts, Schärfe, Kontrast und Farbsättigung ein.

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Aufmacher Canon SX120 IS

Als kompakte 10-fach-Zoomkamera ohne Sucher findet die Canon Powershot SX120 IS einen guten Kompromiss zwischen Brennweitenbereich (36-360 mm), Gewicht (297 g) und Preis (220 Euro). Die Ausstattung entspricht der einer gehobenen Megazoom und schließt sowohl einen manuellen Modus, Zeit- und Blendenautomatik als auch Einstellmöglichkeiten für die Intensität des Blitzlichts, Schärfe, Kontrast und Farbsättigung ein.

Beim händischen Fokussieren hilft eine kleine Lupenansicht in der Mitte des großen 3-Zoll-Displays. Die Vorschau trifft auch bei schwachem Umgebungslicht die richtige Helligkeit, obgleich sie dann sichtbar rauscht. Canon legt leider keinen Akku bei. Stattdessen kommen zwei AA-Batterien zum Einsatz, die sich ein Fach mit der SD/SDHC-Karte teilen müssen. Die SX120 IS kann keine benutzerdefinierten Aufnahmeprofile speichern, bietet aber abgesehen davon einen guten Bedienkomfort. Für Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Makromodus und den manuellen Fokus gibt es direkte Zugriffstasten mit angenehmem Druckpunkt.

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Canon Ixus Powershot SX120 IS

Parameter wie Weißabgleich, Blitzlichtkorrektur, Feinabstimmung und Belichtungsmessung fasst Canon in einem Menü zusammen, das sich per "Func-Set"-Taste am linken Bildrand einblenden lässt. Die weniger häufig benötigten Funktionen erreicht der Fotograf über das Hauptmenü, das aus zwei mehrseitigen Scroll-Listen besteht, davon enthält eine die Aufnahme-, die andere Grundeinstellungen. Das im Gehäuse versenkte Moduswahlrad geht schwer genug, um sich beim Transport nicht ungewollt zu verstellen. Der Autofokus der SX120 IS arbeitet in der Regel treffsicher, nur selten findet er in schwierigen Lichtsituationen nicht die richtige Schärfe. Die Auslöseverzögerung inklusive Autofokus beträgt 0,61 s im Weitwinkel und 0,76 s im Tele, was zwar etwas über dem Kompaktkameradurchschnitt, im Megazoom-Vergleich aber im üblichen Rahmen liegt.

Bildqualität: Zu den Stärken der Canon Powershot SX120 IS gehört zum einen die hohe Dynamik, die auch bei ISO 400 nicht unter 8,7 Blenden sinkt, zum anderen die Auflösung, die weniger mit herausragenden Maximalwerten punktet als vielmehr damit, dass sie an den Bildecken kaum nachlässt: Die SX120 IS stellt in der Bildmitte bis 1241 LP/BH (Linienpaare pro Bildhöhe) dar und fällt zum Rand um höchstens 105 LP/BH ab. Auch das Rauschverhalten geht mit 1,5 VN bei ISO 100 und 2,2 VN bei ISO 400 in Ordnung.

Testergebnisse

Canon Powershot SX120 IS
Canon
220 Euro

www.canon.de

Weitere Details

57,5 Punkte

Fazit:Canons 10-fach-Zoomkamera Powershot SX120 IS kostet kurz nach Marktstart 220 Euro und überzeugt trotz des fairen Preises mit einer umfangreichen Ausstattung, einem guten Bedienkomfort und einer ordentlichen, obgleich nicht herausragenden Bildqualität. Das reicht für den Kauftipp Preis/Leistung

Demgegenüber steht allerdings eine höchstens mittelmäßige Textur: Eine Kurtosis von 1,2 (ISO 100) beziehungsweise 2,1 (ISO 400) spricht für ein massives Eingreifen des internen Rauschfilters und den Verlust feiner Bilddetails. Dazu kommt eine Weitwinkelverzeichnung um bis zu 1,0 Prozent. Und an kontrastreichen Konturen werden teils 1,2 Pixel breite Farbsäume sichtbar, die durch chromatische Aberration, einen Abbildungsfehler des Objektivs, entstehen.

Fazit: Alles in allem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis - die Canon Powershot SX120 IS bietet für 220 Euro eine umfangreiche Megazoom-Ausstattung, einen guten Bedienkomfort und eine ordentliche, wenngleich nicht herausragende Bildqualität.

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