Testbericht

TEST: Canon Ixus 95 IS - Großer Bruder der Ixus 100 IS

Beinahe zeitgleich mit der Ixus 100IS kam die 20 Euro günstigere Ixus 95IS auf den deutschen Markt. Sie ist mit 21 mm Bautiefe und 140 g etwas größer und schwerer als ihre Schwester.

© Archiv

Canon Ixus 95 IS

Das 95IS-Objektiv ist etwas lichtstärker und deckt einen Brennweitenbereich von 35 bis 105 mm (äquivalent Kleinbild) ab, die 100IS bietet dagegen 33 bis 100 mm. Abgesehen davon verraten die technischen Daten der beiden Ixus-Modelle kaum einen wesentlichen Unterschied: Auch die 95IS besitzt einen optischen Bildstabilisator, einen 2,5-Zoll-Monitor, der bei dunklen Motiven eine recht verrauschte Vorschau anzeigt, einen optischen Sucher und die "i-contrast"-Funktion, die Schatten im Bild aufhellt, ohne dabei die Lichter sichtbar zu beeinflussen.

Die Einstellmöglichkeiten beschränken sich auf wenige Optionen, etwa auf die Wahl zwischen mittenbetonter, Spot- und Matrix-Belichtungsmessung und auf Regler für Schärfe, Kontrast und Farbsättigung. Auf Blende und Belichtungszeit hat der Fotograf dagegen keinen Einfluss. Dank des überschaubaren Funktionsspektrums kommt die Menüstruktur mit zwei Registerkarten aus, einer für die Aufnahme- und einer für die Grundeinstellungen. Sieben häufig benötigte Parameter, unter anderem der Aufnahmemodus, die Empfindlichkeit und der Weißabgleich, sind direkt über die Func-Set-Taste erreichbar.

Belichtungskorrektur, Blitz, Selbstauslöser und Makromodus lassen sich über die Vierrichtungswippe direkt ansteuern. Diese schließt wie bei der 100IS bündig mit der Gehäuseoberfläche ab, ist aber größer und dadurch komfortabler. Gleiches gilt für die meisten anderen Bedienelemente. Der Autofokus leistete sich im Test etwas mehr Fehler als der von Canons 100IS, arbeitet aber im Großen und Ganzen relativ zuverlässig. Die Auslöseverzögerung geht mit 0,4 bis 0,5 s in Ordnung.

Bildqualität: Unerwartet, aber wahr: Die Ixus 95IS löst trotz ihrer 10 Megapixel höher auf als die 12-Megapixel-Variante Ixus 100IS und liefert sowohl bei ISO 100 als auch bei ISO 400 die bessere Bildqualität. Testbilder und Messwerte sprechen gleichermaßen dafür, dass sich Sensor und Objektiv hier zu einem perfekten Pärchen formieren und ihre theoretischen Maximalleistungen bis zum Anschlag ausreizen.

Testergebnisse

Canon Ixus 95IS
Canon
170 Euro

www.canon.de

Weitere Details

68 Punkte

Fazit:Die 170-Euro-Kamera Canon Ixus 95IS überzeugt mit einer in Ihrer Preisklasse überdurchschnittlichen Bildqualität und verdient den Kauftipp Preis/Leistung.

Konkret stellten wir eine Auflösung von 909 bis 1418 LP/BH (Linienpaare pro Bildhöhe) fest, womit die 95IS nur knapp die Leistungen von Canons 300-Euro-Modell Ixus 990IS verfehlt. Auch das Rauschverhalten kann sich mit 1,3 (ISO 100) und 2,5 VN (ISO 400) durchaus mit dem der 12-Megapixel-Luxusvariante 990IS vergleichen. In Sachen Textur schneidet die 95IS eine Spur besser als die 100IS, aber minimal schlechter als die 990IS ab. Trotzdem ein sehr gutes Gesamtergebnis, das die Konkurrenz in der Unter-200-Euro-Klasse ziemlich unter Druck setzen dürfte.

Fazit: Die Canon Ixus 95IS kostet 20 Euro weniger als die 100IS und verzichtet im Gegenzug auf das superschlanke Gehäuse, die HD-Videofunktion und den HDMI-Ausgang. Dass sie nur 10 statt 12 Megapixel mitbringt, hat keine Bedeutung: Im Messlabor bewies sie sogar eine höhere Auflösung und eine insgesamt überlegene Bildqualität, weswegen sie letztlich das Rennen für sich entscheidet und den ColorFoto-Kauftipp Preis/Leistung erhält.

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Foto:Kameras

Canon Ixus 95 IS

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