Testbericht

TEST: Canon Ixus 100 IS - Digicam im Minigehäuse

Die Ixus 100IS misst gerade einmal 18 mm in der Tiefe, wiegt 131 g und gehört damit zu den besonders zierlichen 12-Megapixel-Kameras am Markt. Canon stattet sie mit einem einfachen 3-fach-Zoomobjektiv, optischem Bildstabilisator, einer HD-Videofunktion und einer HDMI-Schnittstelle zum Anschluss an den Fernseher aus. Das ganze kostet rund 190 Euro.

© Archiv

Canon Ixus 100 IS

Das ganze kostet rund 190 Euro - klingt nach einem fairen Preis. Allerdings gibt es nur wenige Einstellmöglichkeiten. Der Fotograf kann zwar Schärfe, Kontrast und Farbsättigung regeln, nicht aber die Blende oder Verschlusszeit. Außerdem muss er sich mit einem mittlerweile vergleichsweise kleinen 2,5-Zoll-Display zufrieden geben. Bei grellen Lichtverhältnissen hat er die Möglichkeit, auf den optischen Sucher umzusteigen, das Display auszuschalten und so den Akku zu schonen. Wie viele andere Kompakte, die im Laufe der letzten Monate auf den Markt kamen, kann auch die 100IS das Motiv vor der Linse anhand bestimmter Faktoren, etwa der Helligkeit, des Kontrasts, der Entfernung und der Farbgebung, erkennen und daraufhin selbstständig einen von 18 Aufnahmemodi wählen. Bei aktiviertem "i-contrast" bearbeitet die 100IS dunkle Bildbereiche, um daraus mehr Zeichnung herauszuholen, ohne dabei die Gesamthelligkeit anzuheben und so womöglich überbelichtete Aufnahmen zu riskieren.

Ungewöhnlich: Die Anschlüsse befinden sich nicht wie üblich an der Seite, sondern rechts oben neben dem Display. Die Bedienelemente müssen dementsprechend weichen, der Auslöser nach links, der Modusschalter und die Wiedergabetaste nach unten - mit ein Grund dafür, dass die Ixus 100IS beim einhändigen Fotografieren nicht optimal in der Hand liegt. Die Vierrichtungswippe ist ins Gehäuse versenkt, was vor allem das Scrollen nach oben und unten erschwert. Außerdem rauscht die Vorschau bei dunklen Motiven stark. Der Autofokus funktionierte im Test absolut zuverlässig und mit gut 0,4 s Auslöseverzögerung vergleichsweise schnell.

Bildqualität: Auch im Messlabor kann sich die Canon Ixus 100IS sehr gut in ihrem Preissegment behaupten: Das Bildrauschen bleibt mit 1,4 VN bei ISO 100 und 2,5 VN bei ISO 400 unter dem üblichen Kompaktkamera-Niveau. Außerdem stellt die 100IS einen hohen maximalen Objektkontrast von bis zu 9,5 Blenden dar. Die Farben wirken natürlich, verlieren bei höheren Empfindlichkeiten allerdings sichtbar an Sättigung - möglicherweise eine Folge des internen Farbrauschfilters. Gleiches gilt für die Textur. Die Auflösung erreicht zwar nicht das theoretische Maximum von 1500 LP/BH (Linienpaare pro Bildhöhe) und den übergreifenden 12-Megapixel-Durchschnitt, dürfte aber für die meisten Situationen ausreichen. Die 100IS stellt zwischen 879 und 1313 LP/BH dar, wobei die Werte innerhalb eines Bilds im Weitwinkel um bis zu 302 LP/BH schwanken.

Testergebnisse

Canon Ixus 100IS

\n Canon Ixus 100IS
Canon
190 Euro

www.canon.de

Weitere Details

67 Punkte

Fazit:Die zierliche 12-Megapixel-Kamera Canon Ixus 100IS ist 18 mm schmal, bietet eine ordentliche Bildqualität und kostet unter 200 Euro - ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit: Die schlanke Canon Ixus 100IS liefert eine ordentliche Bildqualität, kann aber nicht ganz mit Canons günstigerem 10-Megapixel-Modell Ixus 95IS mithalten. Trotzdem ein faires Preis-Leistungsverhältnis.

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Foto:Kameras

Canon Ixus 100 IS

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