Testbericht

Teil 9: Anti-Spam Software: Angriff gegen Spam

Maxx Protect verfügt über eine sehr moderne Technik. Es setzt sich als Proxy zwischen Mail- Client und POP-Server, so dass der Anwender seine Mail in seinem Mail-Programm anfordert, Maxx sie für ihn abholt und bei verdächtigen den Eintrag [Spam] in den Betreff einfügt.

Zu diesem Eintrag wiederum erstellt der Anwender im Mail-Client einen Filter, der die Mails in einen Spam-Ordner verschiebt. Sehr modern ist auch die Technik, Filter zu gewichten. Erst wenn eine Mail die kritische Masse an Punkten überschreitet, wird sie als Spam klassifiziert. Dass das Programm dennoch so schlechte Ergebnisse liefert (22,88 Prozent bei höherer Fehlerquote) liegt daran, dass die Filter selbst schlecht eingerichtet sind. Der Anwender kann keine vernünftigen Regeln erstellen, nur eine einzige: Text in der gesamten Mail. Ferner gibt es keine Spezialfilter außer einer Positivliste. Auch ein regelmäßiges Filter-Update bietet der Hersteller nicht an. Da hinkt Maxx Protect dem vergleichbaren Programm Spamihilator deutlich hinterher. Im Mail-Programm muss Maxx Protect als Proxy eingetragen sein. Das erledigt es für Outlook und Outlook Express automatisch. Bei anderen Clients trägt der Anwender "localhost" als POP-Server ein. Während Maxx Protect die Nachricht holt, ist der gesamte Desktop ärgerlich blockiert. Das ist schlichtweg unsauber programmiert.

Anti-Spam Software: Angriff gegen Spam

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Maxx Protect Standard

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