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Testbericht

Teil 8: Blu-ray-Player im Vergleich

Technik-Info: Bonus View und BD-Live

Der Film über den Film Seit der Einführung des Blu-ray-Profils 1.1 Ende 2007 unterstützen alle neuen Player die Bild-im-Bild-Funktion "Bonus View". Gemeint ist die Möglichkeit, auf einer Blu-ray Disc neben dem Film Videospuren zu hinterlegen, die parallel in einem kleinen Fenster zu sehen sind. Neuestes Beispiel: Im Animation-Kurzfilm "Big Buck Bunny" vom deutschen Authoring-Studio Imagion kann der Benutzer zwischen drei Mini-Filmversionen wählen, welche die Entstehung des fertigen Filmes in verschiedenen Skizzen- und Animations-Stufen zeigen. Die meisten Blu-ray-Player haben auf ihren Fernbedieungen spezielle Tasten, um die Bonus-View-Funktion zu starten. Leider lässt sich dieser Tasten-Befehl aber in der Disc sperren: In "Big Buck Bunny" etwa lassen sich die Bild-im-Bild-Videos nur übers Menü starten.

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Mit dem Player ins Netz "BD-Live" steht für die Möglichkeit, den Blu-ray-Player via DSL-Anschluss mit dem Internet zu verbinden. Über diesen Anschluss und Verlinkungen auf Discs mit BD-Live-Inhalten soll der Player zusätzliche Inhalte zu Filmen laden können. Bei "Big Buck Bunny" sind das etwa Bilder-Galerien, Termine der Film-Programmierer oder Testbilder, um das TV-Bild optimal einzustellen. Notwendige Voraussetzung, damit das klappt, verlangt der Blu-ray-Standard neben dem LAN-Anschluss auch mindestens ein Gigabyte Speicher im Player, um die geladenen Inhalte zu speichern. Alternative: Die Blu-ray-Player von Panasonic nutzen SD-Karten als externen BD-Live-Speicher, Sony-Modelle haben USB-Buchsen für passende Speicher-Sticks.

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Damit wurde getestet

Heavy Metal zum Test Zur Bildbeurteilung eines Blu-ray-Players ist das beste HD-Bild gerade gut genug. Um die winzigen Unterschiede zwischen den Playern in Sachen Farbdarstellung, Kontrast und Schärfe zu entlarven, darf es gerne auch plakatives Bildmaterial wie etwa die geheimnisvoll schimmernde High-Tech-Rüstung in "Iron Man" sein. Der Blitzsaubere DTS-HD Ton fordert obendrein von der gesamten Kette aus Blu-ray-Player, Verstärker und Surround-Boxenset feinste Detailauflösung und maximale Dynamik-Reserven.

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Fazit:

Die Technik schreitet voran und die Preise sinken in moderate Regionen. Nach diesem Test gibt es für HD-Fans immer weniger Gründe, keinen Blu-ray-Player zu kaufen. Zwar konnte im Funktionscheck nur der Panasonic DMP-BD 55 die klare Ansage "kann alles Wesentliche" bieten. Warum weder Sony noch Samsung in ihren Geräten der gehobenen Klasse eine komplette HD-Decoderausstattung bieten, lässt sich nur vermuten. Wer aber einen neueren AV-Receiver mit HDMI-Eingängen und hochauflösenden Audiodecodern besitzt, der kann auch getrost zu diesen Modellen greifen. Die Heimkino-Schaltzentrale decodiert HD- Surroundsound oftmals ohnehin besser. In den übrigen Funktionen können sich Film- und Multimedia-Fans dagegen frei nach ihren Ansprüchen entscheiden, denn kein Kandidat leistete sich echte Patzer.

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