Testbericht

Teil 7: Routenplaner: Endstation Sehnsucht

Microsofts Routenplaner AutoRoute 2002 besticht durch eine übersichtliche Oberfläche und viele Zusatzfunktionen. So lässt sich die ausgerechnete Wegstrecke beliebig editieren und mit Informationen versehen. Die Einstellungsmöglichkeiten des Fahrzeugprofils sind ebenfalls vorbildlich, denn neben der Wahl der schnellsten oder kürzesten Strecke bietet AutoRoute auch die Option, bestimmte Straßentypen zu vermeiden.

Wer oft geschäftlich unterwegs ist, kann eine Kilometerpauschale eingeben und erspart sich damit das manuelle Ausrechnen für den Arbeitgeber. Außerdem enthält AutoRoute mehr als 325000 Sehenswürdigkeiten, die sich bei der Routenplanung in der Karte einblenden lassen, und ein Phrasenwörterbuch für die wichtigsten Redewendungen im Ausland, dass diese auf Wunsch auch vorspricht.

© Archiv

MS Autoroute 2002

Vorbildlich sind die vielfältigen Druckoptionen. Neben der Gesamtkarte oder detaillierten Wegbeschreibungen lässt sich auch eine faxbare Karte in überzeugender Qualität ausdrucken. Wer es lieber mobil mag, wird das in das Programm integrierte Pocket Streets zu schätzen wissen. Damit lassen sich Karten und Reisepläne auf einen Handheld übertragen, der als Betriebssystem mindestens Windows CE 2.0 verwendet. Zusammen mit einem GPS-Empfänger funktionieren Sie den Routenplaner auf diese Weise zu einem Navigationssystem um.

Enttäuschend: Das Kartenmaterial hat sich im Vergleich zur Version 2001 nicht verbessert. Lediglich bei der Distanzstrecke quer durch Deutschland, für die sich der Fahrer gewöhnlich an die Autobahnschilder halten kann, und bei der Strecke von Garmisch-Partenkirchen nach Füssen, bei der wir vorbildlich durch Österreich geführt werden, zeigt uns das Programm den richtigen Weg. Von Panschwitz-Kuckau dagegen sehen wir wenig mehr als die Hauptstraße und statt eines Neubaugebietes in Wolfenbüttel nur große Ackerflächen. Bei den Einbahnstraßentests lässt AutoRoute den Fahrer im Stich, denn der Routenplaner lotst uns zielsicher in alle Einbahnstraßen - leider entgegen der vorschriftsmäßigen Fahrtrichtung. Bei der Route vom bayerischen Waldsassen zum sächsischen Eibenstock wählte das Programm die Strecke quer durch Tschechien. Dass die Grenze zu Tschechien real vorhanden ist, scheint der Routenplaner dabei zu vergessen, und gibt die Grenzüberquerung mit jeweils 0 Minuten an.

Ebenfalls schlechte Noten bekommt AutoRoute für den Support. Während die Online-Hilfe einen guten Eindruck hinterlässt, enthält die Programmbox statt eines Handbuchs nur eine Broschüre, in der Microsoft in 22 Sprachen auf die beschränkte Garantie hinweist. Außerdem führten uns sowohl der im Programm integrierte Link als auch der auf der Packung aufgedruckte Link zu AutoRoute 2001. Von der aktuellen Version 2002 ist auf den gesamten Microsoft-Seiten keine Spur zu finden.

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