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Testbericht

Teil 7: Blu-ray-Player im Vergleich

Stärken & Schwächen

Bildqualität Deutliche Unterschiede liefert die DVD-Bildqualität der Blu-ray-Player. Hier setzte der Samsung mit seinem HQV-Chip ein kleines Highlight, auch der BDP-S 550 von Sony machte einen tollen Eindruck. Mit Blu-ray steht Panasonic dank knackiger Schärfe und kräftigen Farben auf dem Treppchen ganz oben. Klangqualität Bei analoger Ausgabe bekleckerte sich keiner der Player mit Ruhm. Da war die lebendige CD-Performance des Funai schon fast eine Überraschung. Panasonic bietet als einziger Hersteller im Test alle HD-Audiodecoder und einen 7.1-Ausgang - und darüber fein aufgelösten HD-Kinosound. Ausstattung Mit BD-Live, SD-Karten-Einschub und vielen Multimedia-Formaten führt Panasonic in Sachen Funktionsvielfalt. Auf der anderen Seite stehen der Funai mit spartanischen Anschlüssen und Samsung ohne MP3-, JPEG-oder DivX-Wiedergabe. Der Denon nimmt eine Sonderstellung ein: Er hat zwar nur eine HDMI-Buchse, lässt sich aber per RS232 in eine zentrale Heimkino-Steuerung einbinden. Bedienung Diese Runde geht an Sony und die geniale neue "Cross Media Bar". Im Direktvergleich wirkt sogar das ansonsten sehr logisch aufgebaute Bedienkonzept des Panasonics behäbig. Ebenfalls praktisch ist die Steuerlogik des Samsung -allerdings gibt es außer der Film- und CD-Wiedergabe nicht viel zu steuern. Verarbeitung Der Denon hat eine edel gebürstete Alu-Front, ansonsten herrscht eher haptischer Minimalismus. Die Neulinge von Sony und Panasonic sind allerdings richtig kompakt geworden. Das könnte für den einen oder anderen Einsteiger wichtiger sein als das letzte Quäntchen Edel-Optik.

Standpunkt Knut Isberner

Nicht jeder wird seinen neu erstandenen Blu-ray-Player in ein modernes Heimkino integrieren. Viele dürften wie ehedem mit dem Erscheinen der DVD schlicht eine Verbindung mit dem TV herstellen, um das hervorragende Bild zu genießen. Wer aber den Ton über seine Stereo-Anlage abgreifen und den Blu-ray- Spieler auch als Wiedergabegerät für konventionelle CDs nutzen möchte, kann leicht enttäuscht sein. Nicht nur dass die Zugriffszeiten und der Komfort insgesamt einem CD-Player hinterherhinken.

Problematischer ist die Klangqualität über den Analogausgang. Wartete hier der preiswerte Funai noch mit einer ordentlichen Performance auf und spielte recht dynamisch sowie dreidimensional, fiel der Samsung dagegen deutlich ab. Sein Klang wirkte im Vergleich flau, matt und nachvollziehbar weniger räumlich. Gewiss ist zu bedenken, was diese Spieler für ihr Geld heute alles leisten. Doch sollten Hersteller nicht nur den reinen Cineasten als Zielgruppe ansehen. Zum guten Bild gehört guter Ton - analog wie digital.

Technik-Info: Blu-ray-Qualität erstmals über HDMI gemessen

Video-HomeVision untersucht die Bildqualität der Blu-ray-Player in A-B-Vergleichen zwischen jeweils zwei Modellen sowie mithilfe digitaler Messtechnik. Letztere wertet neben den analogen Komponentenausgängen auch die Videosignale vom digitalen HDMI-Ausgang aus. Die Messtechniker spielen dabei Testbilder (siehe unten) auf dem Player ab und erfassen das HDMI-Ausgangssignal Pixel für Pixel in einem computergestützten Video-Capturingprogramm. Dort wird das Ausgangsbild des Players für die DVD-wie auch die Blu-ray-Wiedergabe pixelgenau in jedem Farb - und Helligkeitskanal analysiert. Ergebnis: detaillierte Kurven für die Helligkeits- und Farbauflösung in allen Betriebsarten.

© Archiv

Im HD-Universaltestbild zeigt eine Laufschrift, wie gut der Vollbildwandler im Blu-ray-Player Videos im Format 1080i in 1080p-Vollbilder wandelt.("Text"-Schriftzug) Die immer feiner aufeinanderfolgenden sinusförmigen Hell-Dunkel-Verläufe stellen die Helligkeitsauflösung auf die Probe. Bei der visuellen Beurteilung der Farbauflösung helfen neben Spielfilm-Szenen auch die immer feineren, horizontalen und vertikalen Rot-, Grün- und Blau-Schwingungen.(Rechts unten)

Nachvollziehbare Unterschiede fanden die Tester etwa in der Farbauflösung im Blu-ray-Betrieb: Jeder Player muss die relativ geringe Farbauflösung von der Disc (Fachbegriff: 4:2:0) in das HDMI- Ausgabeformat mit höherer Farbauflösung (4:2:2, bei manchen Playern 4:4:4) wandeln. Dabei gehen die Geräte unterschiedlich akkurat vor. Das rote Testchart und seine Auswertung (rechts oben) bringen es an den Tag. In der DVD-Bildqualität spielt der Pegelverlauf der Helligkeitsauflösung eine wichtige Rolle (rechts, untere drei Bilder). Wichtige messtechnische Eckpunkte und ihre sichtbaren Ausprägungen zeigt auch das Video-HomeVision-Universal-Testbild.

© Archiv

Oben: Für die Messung verwendet das Labor ein spezielles Auflösungs-Testbild. Unten: Die Mess-Kurve für die Farbauflösung wird mit einem roten Auflösungsverlauf ermittelt.

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