Testbericht

Teil 6: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden

16.10.2002 von Redaktion pcmagazin

ca. 1:20 Min
Testbericht
  1. Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  2. Teil 2: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  3. Teil 3: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  4. Teil 4: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  5. Teil 5: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  6. Teil 6: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  7. Teil 7: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden

Der von Micrografx entwickelte Designer richtet sich seit Version 4 in erster Linie an Anwender, die technische Illustrationen erzeugen. Die Oberfläche orientiert sich stark an Microsoft Office.

Die Arbeitsweise erinnert eher an CAD-Programme und erfordert in weiten Bereichen konstruktives Denken - intuitives Arbeiten ist nicht die Stärke von Designer. Auch der Trend zu "organischen" Werkzeugen ist bisher an Designer spurlos vorbeigegangen. Statt dessen finden Sie hier die ausgefeiltesten Werkzeuge im Testfeld für präzise Kurven. Darüber hinaus schlagen Bemaßungswerkzeuge, Legenden und Berechnungshilfen (z.B. für Fläche oder Maßstab) die Brücke zwischen Vektorgrafik und CAD. Die Importfilter für AutoCAD, Autodesk, HPGL und IGES wurden weiter verbessert.

Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
Corel Designer 9
© Archiv

Die Dokumentation sollte Corel überarbeiten. Die Online-Hilfe erklärt die Programmfunktionen hinreichend, suchen Sie aber Registrierkarten für Farbsysteme, gibt die Hilfe keine Auskunft, wo diese zu finden sind. Designer 9 kann im Gegensatz zu früheren Versionen auch CMYK- und Schmuckfarben speichern. Eine Übernahme aus importierten Dateien (z.B. EPS) erfolgt jedoch nicht. Das ist ärgerlich, da die Farben in Designer einzeln und umständlich definiert werden müssen. Nach einem Dateiimport sind alle Farben zu überarbeiten und jede auf CMYK umzusetzen und zu kontrollieren: Dialogfeld aufrufen, Farben einstellen, Dialog verlassen und dann diese definierte Farbe dem Objekt zuweisen.

Die Filter für EPS, PDF und AI erforderten etwas Herumprobieren, welcher Filter gerade mit welchem Programm kompatibel ist. Das im Profibereich weit verbreitete EPS-Format versagte sehr häufig (Adobe Illustrator EPS). Legenden können Sie mit Lichthöfen unterlegen. Sie heben sich so deutlicher z.B. aus einem Liniengewirr heraus. Weiche Kanten für Objekte suchten wir vergebens.

Eine Farbseparation fehlt noch. Designer kann mit Version 9 auch SWFDaten ausgeben und damit kleinere Flash-Animationen erzeugen. Der PDF-Export funktioniert gut, jedoch rastert Designer transparente Vektorobjekte, Pixelbilder verlieren manchmal ihre Transparenz.

Im Designer-Paket steckt das bewährte Bildbearbeitungsprogramm Picture Publisher. Das Paket kostet 500 Euro.

http://www.corel.de

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