Testbericht

Teil 6: TEST: Farblaser-Multifunktionsgeräte von HP, Lexmark, Canon & Co.

Canon MF8050Cn

Aufstellung und Inbetriebnahme des Canon bereiten keinerlei Probleme. Der Canon kämpft aber mit dem gleichen Problem, das auch den HP im Ergebnis zurück wirft: Er ist relativ langsam. Besonders ein- und zweiseitige Dokumente, die im Büroalltag am häufigsten gedruckt werden, brauchen erheblich länger als bei der Konkurrenz. Selbst das sehr gute Ergebnis beim Stromverbrauch (20 Euro/ Jahr) kann den Punkteverlust nicht ausgleichen.

Farblaser-Multifunktionsgeräte im Test

© Archiv

Canon MF8050Cn

Mit der Qualität der Ausdrucke kann man sehr zufrieden sein, insbesondere die Fotoausdrucke sind ganz hervorragend für ein Farblasersystem. Ist der MF8050Cn im IP-Netzwerk eingebunden, so werden bei Scanjobs vom Gerät aus zunächst alle Workstations aufgelistet, die mit dem Treiber versorgt wurden, so wie bei den meisten anderen Testkandidaten auch. Man wählt einen PC aus und sendet entweder einen Grafik- oder PDF-Scan los. Andere Möglichkeiten gibt es nicht; man kann auch nicht direkt an eine Anwendung scannen.

Die Weiterverarbeitung eines Tiff- oder BMP-Files mit einem OCR-Programm ist natürlich grundsätzlich möglich; hier hilft insbesondere auch die MF Toolbox bei der Gestaltung eines vernünftigen Workflows. Canon legt aber anders als die meisten Hersteller kein OCR-Programm bei. Für den Test haben wir uns deshalb eine Free-Version des Abbyy Finereaders besorgt (z.B. PC Magazin 05/04 Heft CD).

Will man einen Scan vom PC aus starten, so darf man nicht vergessen, beim Einlegen der Scanvorlage den 8050Cn in den "Remote-Scan-Modus" zu schalten, sonst reagiert er nicht auf die Scanwünsche des PCs. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das schon. Unseren OCR-Test - wir versuchen, einen Brief auf kürzeste Weise an Word zu senden - besteht der Canon dank des kostenlos aufgespielten Finereaders, es sind aber recht viele manuelle Zwischenritte notwendig für die man rund eine Minute benötigt.

Unser Mischdokument wird an vielen Stellen beschnitten und nur wenn man im Finereader manuell Hand anlegt, werden Bilder und Grafiken korrekt erfasst und an Word übergeben. Das ist ein deutliches Manko des kostenlosen Abbyy Finereaders.

Testprofil

CanonMF8050Cn
www.canon.de
420 Euro

Farblaser-Multifunktionsgerät

Weitere Details

71 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Der MF8050 erlaubt Scans an einen USB-Stick, allerdings nur im PDF-Format, obgleich es als Vorlagenauswahl neben "Text" auch "Foto" gibt.

Die Druckabbruchtaste reagiert nur mit Sicherheitsabfrage a la Windows "Sind sie sicher, dass ...". Besser wäre es, sie würde gleich abbrechen und fragen, ob man den Druckauftrag vielleicht doch noch zu Ende drucken möchte. Aber immerhin ist die Verzögerung bis zur Reaktion auf den Abbruch sehr gering.

Bildergalerie

Farblaser-Multifunktionsgeräte im Test
Galerie
Effektiv im Büro

Canon MF8050Cn

Mehr zum Thema

Rapoo Vpro V800
Mechanische Gaming-Tastatur

Die Rapoo Vpro V800 ist eine mechanische Gaming-Tastatur, die dank sehr guter Verarbeitung eine hohe Lebensdauer verspricht. Einige kleinere Schwächen…
AVM Fritzbox 4020
WLAN-Router

70,0%
Die AVM Fritzbox 4020 kommt mit aktuellem FritzOS, jedoch ohne GBit-Switch und ohne AC-WLAN. Wir prüfen den günstigen…
One PC 22633
Gaming-PC

Im Test: Der One PC 22633 ist zwar dank Core i5 und Geforce GTX 960 ein waschechter Gaming-PC, ein kleines Detail lässt ihn aber nicht mit voller…
toshiba kira 107, test, review, ultrabook
Ultrabook

82,0%
Das Toshiba Kira 107 punktet im Test. Das fängt beim Metallgehäuse an und hört beim knackscharfen Display noch lange…
HTC Vive Teaser
Virtual-Reality-System

Die VR-Brille HTC Vive verspricht ungeahnte Virtual-Reality-Abenteuer. Doch lohnt sich der hohe Preis? Hier unser Praxis- und Testbericht.