Testbericht

Teil 5: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden

Xara X, zeitweise in den Händen von Corel, verblüfft durch geringe Systemanforderungen: Ein 486er mit Windows 95, 12 MByte RAM und 20 MByte freiem Festplattenplatz genügt. Xara arbeitet schnell, und die aufgeräumte, übersichtliche Oberfläche sorgt für hohe Effizienz. Für Xara war der Umgang mit Transparenz und sogar weichen Objektkanten stets selbstverständlich. So ganz einfach per Schieberegler zu handhabende weiche Kanten finden sich sonst nur in Illustrator und Expression wieder. Das Programm gibt es leider nur in Englisch.

Der Pixelexport ist sehr schnell und unkompliziert. Die Vektorformate. sind dagegen häufig nicht zu öffnen oder es gehen Effekte verloren. Formen halten den Export meist aus, die ausgefallenen Füllungen gehen aber verloren. Bei der Transparenz-Ausgabe stolpert auch Xara mit seinen spannenden Möglichkeiten. Einzig der EPS-Export lieferte immer wieder gute Ergebnisse - dies in erster Linie, wenn die Datei von Acrobat interpretiert wurde.

© Archiv

Xara X 2.5

Ein Manko ist die Umsetzung von Vektortransparenzen in gerasterte Flächen (in EPS und damit PDF). Die für das Internet prädestinierten und üblichen SWF-Daten schreibt Xara extrem groß. Das Zusammenspiel mit anderen Programmen gerade im Vektorbereich sollte besser sein. Corel macht es mit dem hervorragenden PDF-Filter vor.

Beim Import von Pixelbildern verweigerte Xara die Annahme von CMYKDaten. CMYK-Pixelbilder importiert Xara über die Zwischenablage. Ein Farbmanagement fehlt. Für Umsteiger ärgerlich: Es lassen sich keine Kürzeltasten definieren, gewohnte Tasten sind. häufig ungewohnt belegt.

Hervorragend ist das Vektorisierungswerkzeug. Die sehr gute Hilfe liefert auch über das Programm hinaus wertvolle Tipps, z.B. fürs separierte Ausgeben von Filmen für die Druckerei. Der Preis liegt bei ca. 175 Euro.

http://www.xara.com

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