Testbericht

Teil 5: Video-Nachbearbeitung: Flotte Film-Feger

Grafik-Gigant Adobe hat Premiere Pro CS3 aufgebohrt. Neu ist der Projektmanager, der Projekte mit dem verwendeten Material in einen neuen Ordner sichert. Praktisch ist die Clip-Notes-Option, bei der Ihre Kunden den Film in Acrobat betrachten, dort Änderungswünsche eingeben und Ihnen eine Text-Datei zurückschicken.

Premieres Filterausstattung ist gewachsen. So bietet Premiere über ein Dutzend Filter für Farbkorrekturen. Dafür fehlen Funktionen wie ein Bildstabilisierer oder eine einstellbare Szenentrennung nach Filminhalt. Ein wichtiges Verkaufsargument ist die Einbindung von Premiere in die Adobe-Familie: Premiere ruft für DVDs direkt Encore auf und tauscht Projekte mit After Effects aus. Im Premiere-Paket finden sich das praktische Aufnahme-Tool OnLocation und das DVD-Authoring- Programm Encore, das auch Blu-ray-Disks beschreibt. Problematisch ist nach wie vor die Performance von Premiere. Zwar erfolgt das Berechnen der Wellenform importierter AVIs flott, viele Überblendungen zeigt Premiere in Echtzeit. Doch Geduld ist gefragt beim Rendern hoch auflösender Videos, vor allem wenn Videos mit anspruchsvolleren Filtern belegtwurden. Premiere erzeugt rasch riesige Auslagerungsdateien, die dann schnell auf Festplatte zwischengelagert werde müssen. Da kann eine Minute Video einen 3-GHz-PC mit 2 GByte RAM zwei Stunden und länger in Beschlag nehmen...

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Adobe Premiere Pro CS3

FAZIT: Premiere Pro CS3 lässt sich von Anwendern, die bereits andere Adobe-Produkte verwenden, schnell einsetzen. Es bietet viel, ist jedoch für den produktiven Einsatz oft arg langsam.

Preis: 1010,- Punkte: 76 Gesamtwertung: gut

http://www.adobe.de

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