Testbericht

Teil 5: Vergleichstest Gaming PCs

20.12.2007 von Redaktion pcmagazin und Klaus Länger

ca. 2:25 Min
Testbericht
  1. Vergleichstest Gaming PCs
  2. Teil 2: Vergleichstest Gaming PCs
  3. Teil 3: Vergleichstest Gaming PCs
  4. Teil 4: Vergleichstest Gaming PCs
  5. Teil 5: Vergleichstest Gaming PCs
  6. Teil 6: Vergleichstest Gaming PCs

MassiveMachine

Bei der Königsklasse der Gaming-PCs sitzt das derzeitige Spitzenmodell aus dem Intel-CPU-Sortiment unter der Haube: der 900-Euro-Prozessor Core 2 Extreme QX6850.

MassiveMachine im Gehäuse von Coolermaster
Der MassiveMachine-Rechner mit Intel-Chipsatz muss mit nur einer Grafikkarte auskommen.
© Archiv

Bei beiden Rechnern der Königsklasse unter den Gaming-PCs verrichtet ein Intel Core 2 Extreme QX6850 für die Rechenarbeit. Er ist mit 3 GHz Taktfrequenz und FSB 1333 die zum Testzeitpunkt schnellste CPU, die man für PCs bekommen konnte. Von der CPU abgesehen unterscheiden sich beiden PCs der Königsklasse aber erheblich: Der komplett mit Wasser gekühlte MassiveMachine 6400 basiert auf einem Mainboard mit Intel-Chipsatz und verfügt damit nur über eine GeForce-8800-Ultra-Grafikkarte. Dafür ist der Rechner für vergleichsweise bescheidene 3400 Euro erhältlich. Für den Konkurrenten mit dem martialischen Namen müssen dagegen knapp 5000 Euro den Besitzer wechseln. Dafür protzt der Thorshammer auch mit SLI-Grafik und einer wahrhaft gewaltigen Festplattenkapazität.

Ganz in Silber präsentiert sich der Massive-Machine 6400 von Rombus. Denn die Hardware steckt hier in der silberfarbenen Variante des Stacker-831-Gehäuses von Cooler Master. Nach dem Öffnen des Gehäuses wird es bunt: Denn als Mainboard setzt Rombus das farbenprächtige P35-DS4 von Gigabyte ein, bei dem Chipsatz und Spannungsregler von riesigen kupfernen Heatpipe-Konstruktionen gekrönt sind. Ein weiterer Farbtupfer ist der große Ausgleichsbehälter der Wasserkühlung zentral unten im Cooler-Master-Gehäuse.

Bei der MassiveMachine wird nicht nur der Intel-Prozessor, sondern auch die GeForce-8800-Ultra-Grafikkarte durch Flüssigkeit gekühlt. Die Komponenten der Wasserkühlung stammen beim MassiveMachine aus dem eigenen Haus: Sie werden von Rombus unter dem Label XIREX entwickelt und vertrieben. Besonders auffallend ist der nur sechs Millimeter hohe Wasserblock auf der Grafikkarte. Ein Vorteil der durchgängigen Wasserkühlung im Rombus-Rechner ist dessen vergleichsweise niedrige Lautstärke des Rechners: Wir messen 36 dB(A), ein für diese Leistungsklasse niedriger Wert.

Wasserkühlung für CPU und Grafikkarte
Beim MassiveMachine-PC werden die CPU und die Grafikkarte mit Wasser gekühlt.
© Archiv

Der große Vorteil des Core-2-Extreme-Prozessors gegenüber den kleineren Core-2-Quad-CPUs ist dabei, dass der Multiplikator hier nicht limitiert ist. So kommt man auch auf hohe Taktraten, ohne den FSB massiv nach oben schrauben zu müssen. Uns hat daher auch das Übertaktungspotenzial des Rechners interessiert: In unserem Test lief der 3-GHz-Prozessor bei einer Taktrate von 3,75 GHz immer noch stabil mit einer Temperatur von 60° Celsius.

Allerdings heizt der 270-Millimeter-Radiator der Wasserkühlung in den unteren Laufwerksschächten des Stacker-Gehäuses das Innere des PCs zusätzlich auf, was die anderen Komponenten im Rechner zusätzlich belastet. Für den Dauerbetrieb sollte eine eventuelle Übertaktung des PCs also deutlich bescheidener ausfallen. Für sehr anspruchsvolle Spiele bei höheren Auflösungen bringt bei der Massive-Machine 6400 eine übertaktete CPU auch relativ wenig, da hier die einzelne Grafikkarte limitiert.

Der Radiator im MassiveMachine-Rechner
Der Radiator der Wasserkühlung ist in der Front des Gehäuses untergebracht.
© Archiv

Bei den Crysis-Benchmarks in der 1024er-Auflösung bringt der Rechner dagegen auch ohne SLI-Spitzenwerte. Auf die Leistungsaufnahme wirkt sich der Verzicht auf eine zweite Karte allerdings positiv aus: Unter den High-End-Rechnern ist der MassiveMachine mit 265 Watt bei 2D-Anwendungen und 345 Watt beim Crysis-Benchmark der sparsamste: Der Thorshammer schluckt hier 340 und 504 Watt, der auf 3,6 GHz übertaktete Combat Ready! zieht sich sogar bis zu 530 Watt aus der Steckdose.

Die Spitze unter allen sechs Gaming-PCs markiert der Rechner in der Festplattenleistung: Die beiden Western Digital Raptor kommen im Stripe-Set-Verband auf 133 MByte/s und sind damit noch einen Tick schneller, als die beiden Raptoren im Thorshammer. Die Gesamtkapazität der beiden Platten mit zusammen 300 GByte ist für einen Rechner dieser Klasse aber nicht mehr zeitgemäß, hier fällt wohl bei den meisten Käufern eine Investition in weitere Festplatten an.

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