Testbericht

Teil 5: TEST: Spiele-Notebooks gegen Gaming-PC - wer gewinnt?

Snogard Worp Gamer X4 955

Zum Snogard Worp Gamer X4 955 passt der Drache in unserer Aufmachergrafik besonders gut. Denn hier haben wir es mit einem Vertreter von AMDs Dragon-Plattform zu tun, die aus der Kombination von AMD Phenom II, AMD-Chipsatz und einer Radeon-HD4000-Karte besteht. Der Phenom II im Snogard ist der namensgebende X4 955 in der Black Edition. Der Quad-Core-Prozessor ist mit 3,2 GHz die zweitschnellste Desktop-CPU, die AMD derzeit zu bieten hat. Er sitzt auf einem Gigabyte GA-MA790XT-UD4P mit AMD-790X-Chipsatz, das mit vier GByte DDR3- Speicher bestückt ist. Die Grafikkarte ist eine PowerColor HD4890. Sie verfügt ebenso wie der Nvidia-Chip im Packard-Bell-Notebook über ein GByte- Grafikspeicher, bietet aber mit ihren 160 Recheneinheiten und der 850-MHz- Taktfrequenz eine deutlich bessere Leistung als die Mobile-GPU.

© Archiv

Der Snogard Worp Gamer basiert auf der Dragon-Plattform von AMD.

Die beiden Terabyte-Festplatten im Snogard sind als Raid-0-Verbund konfiguriert, bringen aber trotzdem nur 94,4 MByte/s im Festplatten-Benchmark. Die Bremse ist hier wohl die SB750-Southbridge des AMD-Chipsatzes.

Im Benchmark-Parcours

Verglichen mit dem 750 Euro teueren Alienware-Notebook, das wir auf der folgenden Seite vorstellen, macht das Packard Bell iPower GX-Q-30 seine Sache gar nicht schlecht. Immerhin kommt es im 3DMark Vantage auf 4282 Punkte, bei High-Settings immer noch auf 2530 Zähler. Devil May Cry 4 wäre bei er nativen Auflösung sogar noch spielbar. Bei leistungshungrigen Spielen wie Crysis bricht das Notebook mit knapp 30 Frames bei der 1280er-Auflösung allerdings komplett ein.

Zudem ist der Quad-Core-Prozessor im Packard Bell zwar gut für Multimedia-Anwendungen, von denen viele bereits mehrere Threads unterstützen, viele Spiele sind aber nur für Dual-Core-CPUs ausgelegt. Hier ist die vergleichsweise niedrige Taktfrequenz des Core 2 Quad Q9000 eher leistungsmindernd.

Der AMD-Prozessor im Desktop-Rechner von Snogard hat dagegen mit seinen 3,2 GHz noch genug Power auch für Spiele, die nicht von seinen vier Rechneneinheiten profitieren können. Auch die Radeon HD4890 ist dem 9800M GT im Notebooks weit überlegen. Daher kommt der Snogard Worp Gamer im 3DMark Vantage auf die 2,5- fache Punktzahl des Notebooks und ist selbst bei der 1680er-Auflösung und höheren Qualitätseinstellungen mit 6924 Zählern noch deutlich schneller.

Testprofil

Snogard Worp Gamer X4 955
www.snogard.de
1199 Euro

Gaming PC

Weitere Details

80 Prozent

Testurteil
gut

Crysis ist mit 57 fps noch spielbar, wenn man die Auflösung auf 1280 x 960 limitiert, für grafisch weniger anspruchsvolle DX10-Spiele reicht die Performance auch bei höheren Auflösungen. In der Anwendungs-Performance kann sich der PC mit 5614 Punkten im PCMark Vantage nicht so weit vom Notebook absetzen, das auf respektable 4047 Punkte kommt. Auch die Festplatten im Packard Bell gehören mit einer Transferrate von 71,2 MByte/s zu den schnelleren Exemplaren mit 2,5-Zoll- Formfaktor.

Monitorempfehlung

Der 23-Zoll-Monitor Fujitsu Amilo SL 3230T bietet mit 1920 x 1080 Bildpunkten die Full-HD-Auflösung, gleich zwei HDMI-Eingänge und passable integrierte Lautsprecher. Der Monitor mit einer guten Panel-Qualität kostet etwa 170 Euro, die Schaltzeiten reichen zum Spielen vollkommen aus.

© Archiv

MonitorempfehlungDer 23-Zoll-Monitor Fujitsu Amilo SL 3230T

Fazit: Leistung oder Luxus

Auch für die obere Mittelklasse gilt: Wer sein Notebook primär als Desktop- Replacement nutzt und es gerade mal aus dem Arbeitszimmer ins Wohnzimmer trägt, der ist mit einem Desktop-Pc besser bedient. Denn der Leistungsunterschied in den 3D-Benchmarks zwischen dem Packard Bell iPower GX-Q-30 und dem Snogard Worp Gamer X4 955 ist gewaltig. Wo man beim PC grafisch anspruchsvolle 3D-Games noch in hoher Auflösung flüssig spielen will, muss man beim Notebook die Qualität schon herunterregeln.

Wer allerdings tatsächlich einen einigermaßen spieletauglichen Mobilrechner braucht, der ist mit dem Packard Bell iPower GX-Q-30 gut beraten. Der 17-Zöller ist zwar mit knapp über vier Kilogramm kein Leichtgewicht, hält aber im Akkubetrieb relativ lang durch. Zudem bietet er mit seinen beiden 320-GByte- Platten eine an seinem Preis gemessen hohe Speicherkapazität.

Und nicht zu vergessen: Das Notebook taugt mit seinem Blue-Ray-Combo-Drive auch noch als mobiler Player für Filme im HD-Format. Das 17-Zoll-Display gehört allerdings auch zum Glare-Typ, daher sollte man sich im Zug nicht unbedingt ans Fenster setzten.

In der High-End-Kategorie stehen sich das Alienware M17 für 2254 Euro und der wassergekühlte Core-i7-PC von Combat Ready gegenüber, der mit 2400 Euro in der Preisliste steht...

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