Testbericht

Teil 5: TEST: Drei mittelgroße Grafiktabletts im Vergleich

Wacom Intuos 4

Die vierte Generation der Wacom-Intuos-Tabletts richtet sich erkennbar an den Profi: Er hat die Qual der Wahl unter einer riesigen Auswahl an zusätzlichen Eingabegeräten, darunter beispielsweise einer Airbrush, die jedoch noch stärker bei größerem Abstand zum Tablett reagieren könnte. Die Verarbeitung, die Einstell-Optionen etwa des Stiftverhaltens und die außerordentlich fein dosierbare Neigungsempfindlichkeit lassen auch Künstler-Herzen höher schlagen, die eher auf analoge Mal-Mittel schwören.Installation und Einrichtung erfolgen völlig stressfrei, die Bedienung gelingt intuitiv. Dokumentation und Service lassen kaum Wünsche offen. Einzigartig im Vergleich ist der Verzicht auf Batterie betriebene Digitalstifte - dadurch fällt Malen oder Zeichnen auch nach vielen Arbeitsstunden buchstäblich leichter.

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Präzisionswerkzeug: Die Grafiktabletts von Wacom gestatten eine rasiermesserscharfe Einstellung des Reaktionsverhaltens.

Schade, dass sich Wacom im Vergleich zur Vorgänger-Generation eine zusätzliche Maus im Tablett- Paket gespart hat. Erfreulich, nicht zuletzt angesichts der saftigen Preise für weitere Eingabe- Geräte, für die Wacom teilweise mehr Geld verlangt als Mitbewerber für ihr komplettes Tablett-Set: Im getesteten Paket finden sich immerhin zehn Spitzen für den Digitalstift, darunter Filzschreiber und ein Pinsel. Besser gelöst als in der sehr chicen wie stark spiegelnden Vorgänger-Version ist die Materialwahl der Oberfläche: Der leicht schmutzende Klavierlack ist nur noch für einen Teilbereich reserviert. Weit besser als zuvor reagiert das Tablett auf Benutzereingaben - die Verdoppelung der Drucksensitivität macht sich angenem bemerkbar.

So gut das neue Wacom-Tablett ist, Luft nach oben bleibt noch immer: Wir würden uns ein abwaschbares Tablett wünschen, Geräte die dank Nano-Versiegelung der Oberfläche nicht mehr verschmutzen - jeder Tappser mit leicht fettigen Fingern hinterlässt auf dem an sich sehr edel wirkenden Wacom-Tablett einen deutlich sichtbaren Fingerabdruck. Auch die mitgelieferte Dokumentation ist noch ausbaufähig.Wem die zirka 350 Euro für das neue A4-Tablett zu hoch sind, erhält die ebenfalls professionelle Vorgängerreihe über 100 Euro günstiger. Von Wacom gibt es auch kleinere Tabletts der Bamboo-Reihe, die deutlich weniger kosten. Der Preis für das 280 mm x 235 mm große Bamboo Fun beträgt regulär 199 Euro.

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Wacom Intuos 4

Fazit:

Das Wacom-Intuos-Tablett bleibt das Maß aller Tablett-Dinge - ein Grafiker-Traum mit wenigen, jedoch lösbaren Schwachpunkten. Für viele Amateure dürfte der hohe Preis der wichtigste Grund sein, auf eine billigere Produktlinie oder ein Konkurrenzprodukt auszuweichen.

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