Testbericht

Teil 5: Notebooks: Minimalisten

Mit dem A2 beschreitet Gericom neue Wege. Das A2 entspricht nicht den üblichen Angeboten, die Gericom zu einer Top-Adresse auf dem deutschen Notebook- Markt gemacht haben. Das A2 ist weder ein All-in-One-Notebook noch ein Desktop-Repacement-Notebook.

Es ist auch nicht mit einem Desktop- Prozessor ausgestattet, sondern mit einem mobilen Prozessor von Transmeta. Damit ist Gericom auf dem deutschen Markt neben Sony der einzige Anbieter eines Notebooks mit einem Crusoe- Prozessor. Die Transmeta-CPU verbraucht wenig Strom, auch die Wärmeentwicklung ist sehr gering, was meist einen speziellen CPU-Lüfter überflüssig macht. Ein weiterer Vorteil gegenüber allen anderen mobilen Prozessoren ist die integrierte Northbridge, die einen weiteren Stromverbraucher eliminiert.

Notebooks: Minimalisten

© Archiv

Gericom A2

Der verwendete Prozessor TM5800 wird mit 800 MHz getaktet und kann auf 256 MByte PC133-RAM zugreifen. Für die Grafik stehen weitere 8 MByte bereit, auf die der Grafikchip Rage Mobility- M1 von ATI zugreifen kann.

Mit dieser Kombination erreichte das A2 im SYSmark 2002 48 Punkte und im PCmark 2002 1438 Punkte im CPUTest, 1375 im Speicher-Test und 328 Punkte im Test der Harddisk. Alle Benchmark-Werte sind in diesem Test die geringsten mit Ausnahme der Testergebnisse der Laufwerke. Die Harddisk ist mit einer durchschnittlichen Transferrate von 16722 KByte/s die leistungsfähigste Festplatte und mit einer Kapazität von knapp 30 GByte auch eine der größten in diesem Vergleich. Doch sie kann nicht verhindern, dass bei der Ausführung einzelner Anwendungen gelegentlich Wartezeiten auftreten. Die Anwendungen werden im Vergleich zu den anderen Testkandidaten deutlich langsamer geöffnet. Wenn die Anwendungen geladen sind, lässt sich meist zügig arbeiten.

Neben integriertem LAN-Adapter und Modem bietet das A2 zwei USB- 2.0-Anschlüsse und einen IEEE-1394- Anschluss. Für Video-Freunde und für Präsentationen sind noch ein VGAAusgang und ein S-Video-Ausgang vorhanden. Auch an passende Audioanschlüsse wurde gedacht: Neben einem Kopfhörer-Ausgang sind ein Mikrofonund ein Line-Eingang vorhanden. Der in der Produktbeschreibung angegebene optische SPDIF-Ausgang konnte bei unserem Testsample nicht aktiviert werden - vielleicht ein Problem der Vorserie.

Wenn dieser bei den Seriengeräten verfügbar ist, bleibt kein Wunsch an Schnittstellen mehr offen. Gericom liefert für 1519 Euro noch ein externes DVD-CD/RW-Combo- Laufwerk mit. Das Laufwerk wird über die USB-2.0-Schnittstelle angeschlossen und nimmt die CDs bzw. DVDs über einen Slot auf. Dadurch lässt sich ein aufgebrochener Innenkranz von CDs vermeiden. Leider ist das externe Laufwerk allein nicht betriebsbereit. Für den Betrieb ist noch ein Netzteil erforderlich, was die Anzahl an Komponenten auf drei anwachsen lässt.

Das A2 ist gut für den mobilen Einsatz gerüstet. Auch das Zubehör lässt fast keine Wünsche übrig. Verarbeitung und Display sind ebenfalls gut. Nur die mangelnde Zugänglichkeit zu Speicher und Akku mindert den sonst positiven Gesamteindruck. Der Akku kann nur durch einen Fachbetrieb gewechselt werden, denn das geschlossene Aluminium- Gehäuse verhindert einen direkten Zugang. Dennoch ermöglicht Gericom einen günstigen Einstieg in die Sub-Notebook- Klasse. Das Basisgerät ohne externes DVD-CD/RW-Combo-Laufwerk kostet nur 1379 Euro.

http://www,gericom.com

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