Testbericht

Teil 4: Vergleichstest Gaming PCs

XMX

Der wassergekühlte PC von XMX basiert ebenso wie der Combat Ready! auf einem Mainboard nForce 680i-Chipsatz und dem Core 2 Quad 6600 von Intel. Das Mainboard kommt hier allerdings von EVGA, gleicht der XFX-Platine im Duellgegner aber wie ein Ei dem anderen, da beide exakt dem nVidia-Referenzdesign folgen. Die 2,4-GHz-CPU arbeitet im XMX mit einer Taktfrequenz von 3,15 GHz, die kleiner dimensionierte Wasserkühlung von Asetek und der Prozessor lassen wohl nicht mehr zu. Denn die XMX-Techniker haben die Corespannung der CPU auf 1,52 Volt erhöht. Offensichtlich hat man bei Combat Ready! einen Prozessor aus einer Charge erwischt, die sich besser übertakten lässt.

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Im XMX-Rechner steckt eine übertaktete CPU - die Taktrate liegt beit "nur" 3,15 GHz.

Technisch ist die Asetek-Kühlung im XMX sehr interessant, da es sich beim LCLC um ein komplett geschlossenes System handelt, das den CPU-Kühlkörper, die Pumpe und den Ausgleichsbehälter in einer kompakten Einheit zusammenfasst. Der Radiator nimmt dabei den Platz ein, an dem sonst der rückwärtige 120-Millimeter-Lüfter des Cooler-Master-Gehäuses sitzt. So stehen in dem schwarz lackierten Stacker-831-Gehäuse trotz der Wasserkühlung alle neun 5,25-Zoll-Einbauschächte zur Verfügung. Die unteren drei Schächte nimmt ein durch einen 120-Millimeter-Lüfter gekühlter Festplattenkäfig mit zwei 250-GByte-Samsung-Festplatten ein.

Eine Nummer kleiner als beim Combat Ready! sind auch die Grafikkarten dimensioniert: Statt zweier Ultras stecken hier zwei 8800-GTX-Karten in den Slots der EVGA-Platine. Der Unterschied zwischen den beiden Chiptypen liegt dabei aber nur in den etwas höheren Taktraten der Ultra. Der Kerntakt liegt hier bei 612 MHz gegenüber 575 bei der GTX, der Speichertakt ist von 900 MHz auf 1,08 GHz erhöht.

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Bei der sehr kompakten Asetek-Wasserkühlung bilden Wasserblock, Pumpe und Ausgleichsbehälter eine Einheit.

Bei der Zahl der Shader-Einheiten und der Größe des Speichers nehmen sich die Karten dagegen nichts. Raffiniert ist die zusätzliche Befestigung der beiden Grafikkarten durch Cardkeeper-Halterungen. So bleiben die schwergewichtigen Karten auch an ihrem Platz, wenn man den Rechner mal zu einer LAN-Party schleppt. Übrigens hat man auch bei Grey Computer an den Transport des PCs gedacht. Hier sind die Karten aber ebenso wie sämtliche Kabel und Schläuche durch wahre Kunstwerke aus Kabelbindern gesichert. Laut dem Geschäftsführer von Grey Computer ist das auch nicht nur bei unserem Testgerät so der Fall, sondern auch bei den "normalen" Kundenrechnern.

Beim Sound hat der XMX mehr zu bieten, als der Konkurrent aus Köln: In einem der PCI-Slots zwischen den beiden Grafikkarten steckt mit einer Creative X-Fi XtremeGamer Fatal1ty Pro eine hochwertige Gamer-Soundkarte. Inzwischen gibt es auch für das vorinstallierte Windows Vista, hier in der Top-Variante Ultimate, passende Treiber, bei denen die Funktionen der Karte nicht mehr brach liegen. Ein weiterer Pluspunkt: Eine Logitech-Gaming-Tastatur und eine Razer-Maus gehören schon mit zum Lieferumfang.

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Gut fu?r die LAN-Party: Spezielle Halterungen fixieren die beiden 8800-GTX-Grafikkarten

Combat Ready vs. XMX

Im Prinzip sind beide Rechner sehr gut ausgestattet, rasend schnell, in tolle Gehäuse gekleidet und echte Neid-Objekte auf jeder LAN-Party. Aber beim Zielfoto ist der Combat Ready! Gaming PC Q6600@3,6GHz eben das entscheidende Quäntchen besser als sein Konkurrent von XMX: Er ist schneller, verfügt über eine höhere Festplattenkapazität, bessere Serviceleistungen und ist geradezu liebevoll verarbeitet. Dafür ist der XMX mit 2299 Euro deutlich günstiger.

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