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Testbericht

Teil 4: Vergleichstest: BenQ W5000, Infocus X10, JVC HD 100

Profitipp:

Eine Spezialität der getesteten Projektoren ist die Unterstützung von anamorphen Vorsatzlinsen, die derzeit stark im Trend liegen: Sie verzerren das 16:9 Bild der Projektoren auf das Cinemascope-Format (21:9) von Filmen. Voraussetzung ist ein entsprechender Skalierungsmodus, der Filmmaterial im Cinemascope-Format auf die volle Chipauflösung dehnt, sodass es von der Linse wiederum gestaucht werden kann. Weniger der Auflösungsgewinn als vielmehr die höhere Lichtausbeute auf den reflektiv arbeitenden Chips kann gerade auf großen Leinwände entscheidend sein.

© Archiv

Stärken und Schwächen

Bildqualität: Neben seinen fantastischen Kontrastwerten hängt Pioneer die Ein-Chip-DLP- Konkurrenten mit ihrem typischen Bildleben im Punkt "Bildruhe" ab. In der Farbdarstellung hängt die Konkurrenz Pioneer jedoch ab.

Bedienung: BenQ gibt dem Nutzer die meisten Möglichkeiten zur Bildbeeinflussung an die Hand. Viele davon hätten wir uns gerade auch für den mehr als doppelt so teuren Pioneer gewünscht.

Ausstattung: Infocus verliert durch seine starre und schwer auf die Leinwand abzustimmende Optik wertvolle Punkte.

Verarbeitung: Der Lüfter im X 10 muss fleißig rotieren, um die 350-Watt-Lampe zu kühlen. BenQ surrt leise, aber etwas zu hochfrequent - Pioneers KFR-9000 FD schnurrt kaum hörbar vor sich hin.

Standpunkt

Das Testfazit lässt sich in eine Faustregel pressen: Je teurer, desto besser der Schwarzwert (aber nicht zwangsläufig der Kontrast). Gerade der billige Infocus zeigt, dass man selbst einem mauen Schwarzwert mit einer kräftigen Lampe noch kontrastreiche Bilder entlockt, die sogar Großleinwände ausleuchten. Wer das Potenzial des Pioneers ausnutzen will, braucht einen abgedunkelten Heimkinoraum.

Ernüchternd sind die Unterschiede der Ausstattungsliste: Selbst Pioneers KRF- 9000 FD justiert den Lensshift nur über Stellräder. Auf der anderen Seite kommt sogar Infocus X 10 mit zwei HDMI- Eingängen.

Die Bildcharakteristika unterscheiden sich minimal: Alle Probanden zeigen gut abgeglichene Farbtemperatur- und Gamma- Skalen und können so mit dem gewünschten Filmlook begeistern. Farben stellt keiner der drei Probanden einwandfrei dar. Auch mit PAL- und Interlace-Signalen gefüttert, reißt keiner der drei vom Hocker.

Am Ende raubt der Kontrast des Pioneers zwar den Atem. Aber wenn ein High-End-Projektor nicht mehr Vorteile gegenüber dem Oberklasse-Boliden von BenQ oder sogar dem DLP-Einsteiger von Infocus bieten kann, gerät die Rechtfertigung für Beamer über 4.000 Euro zusehends auf dünnes Eis.

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