Testbericht

Teil 4: Test: Palm Centro - Smartphone mit Palm OS

Software: bewährte Qualität

Zu den Stärken von Palm OS gehören die mitgelieferten Tools, die stets etwas mehr draufhaben als die Konkurrenz. Beispiel Aufgabenverwaltung: Sie teilt jedem Job eine von fünf verschiedenen Prioritäten zu, kennt Kategorien und Fälligkeitsdaten und erlaubt bei jeder Aufgabe freie Notizen -- das bietet sonst kaum jemand. Auch die Möglichkeit des Mail-Programms, nur zwischen festlegbaren Uhrzeiten an definierbaren Wochentagen in wählbaren Zeitintervallen Mails abzuholen, sucht man etwa beim Konkurrenten Windows Mobile selbst in dessen Version 6.0 vergeblich.

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Das Mailprogramm lässt sich so einrichten, dass es an ausgesuchten Tagen zwischen bestimmten Urzeiten regelmässig Mails holt -- sowas durchdachtes würde man sich bei Windows Mobile ebenfalls wünschen.

Auch Anwendungen wie der Kalender oder die Kontaktverwaltung pflegen bekannte Tugenden: Alles ist sehr übersichtlich, klar strukturiert, und man kommt mit wenigen Tasten zum Ziel - übrigens meist ohne Stylus, allein mit der Tastenwippe. Das E-Mail-Programm VersaMail, die SMS-Darstellung in Chat-Form (Jahre vor dem iPhone!) sowie Kamera und Videorecorder bieten gewohnte Kost und werden jeden Nutzer glücklich machen. Gimmicks wie die Weltzeituhr, Sprachnotizen oder den Taschenrechner gehen ebenfalls in Ordnung.

Anders als der Browser Blaze. Den hätte Palm wirklich mal entrümpeln sollen: Seiten, die nicht auf Mobile-Browser spezialisiert sind, zeigt der Centro damit selten korrekt an. Beim Aufruf von Wikipedia erscheint gar ein Javascript-Fenster, das freundlich den Einsatz eines weniger veralteten Browsers empfiehlt. Google Mail funktioniert zwar bis hin zur Anzeige eines Dokuments im Anhang, aber ebenfalls nur mit mehreren vagen Fehlermeldungen. Kurz: Wer mit seinem Smartphone vor allem viel surfen möchte, ist bei Geräten mit Symbian OS, Windows Mobile oder einem iPhone etwas besser aufgehoben.

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Der Webbrowser Blaze liefert nur bei für Mobilgeräte optimierten Seiten gute Ergebnisse.

Neue Tools

Eher ein Gimmick für die Feature-Liste ist das modische Applet Google Maps, das nun auch Palm vorinstalliert hat. Dabei hat das Centro-Smartphone gar keinen internen GPS-Empfänger. So dient Google Maps mehr zur Routenplanung und um die Welt von oben zu betrachten.

Eine interessantere Beigabe ist der Medien-Player Pocket Tunes: Er löst den unerträglichen Real Player ab und gibt MP3-Files simpel und sauber wieder. Interessant ist auch die Möglichkeit, Word- und Excel-Dateien direkt im Smartphone bearbeiten zu können, ohne dafür bis bisher Tools kaufen zu müssen -- eine Spezialversion von Documents To Go macht's möglich. Die kann auch PDFs und PowerPoint-Präsentationen anzeigen (allerdings nicht bearbeiten).

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Nette Beigabe: der MP3-Player Pocket Tunes.

Neu ist auch eine Spracherkennung: Mit der wählt das Centro auf gesprochenen Befehl hin Nummern oder startet Anwendungen. Das Tool funktioniert überraschend gut und benötigt kein Training.

Weiter geht's auf der nächsten Seite mit dem Fazit zum Palm Centro.

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Palm Centro -- Smartphone mit Touchscreen-Stiftbedienung für unter 300 Euro.

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