Testbericht

Teil 4: Razer, Saitek und Roccat im Maus-Test

Praxistest

Grau ist alle Theorie, speziell bei Mäusen. Was sich auf Factsheets und Datenlisten klasse anhört, muss sich in der Praxis nicht bewähren. Erst wenn man den jeweiligen Nager selbst in die Hand genommen und im Alltag genutzt hat, lässt sich ein vernünftiges Urteil fällen. Als erstes geht die Saitek Cyborg Mouse in den Testparcours. Bei ihr dürften sich die Wenigsten auf Anhieb wohl fühlen. Denn bald gesellen sich zu den bereits erwähnten Ergonomie-Schwächen weitere hinzu. So finden Ringfinger und kleiner Finger keinen gescheiten Halt, man hat das Gefühl, sie nicht richtig im Griff zu haben. Dass kann auf Dauer zu einer Verkrampfung führen. Und sich unter anderem darin niederschlagen, dass pixelgenaues Platzieren des Cursors schwer fällt. Zusammen mit dem hohen Gewicht entsteht der Eindruck einer sehr unhandlichen Maus. Für schnelle Shooter ist sie daher nicht unbedingt erste Wahl. Zumindest Geschmackssache sind das arg glatte Mausrad sowie die Maustasten, die auf den üblichen Mikroschalter-Klick verzichten. Ist schön leise, wirkt aber ein wenig schwammig. Nervig waren die unsauber verarbeiteten Gleitpads, die selbst bei Stoffmatten zu einem schabenden Geräusch führten. Und auch wenn die Cyborg ansonsten einwandfrei funktioniert: Im Verbund mit den erwähnten Softwareschwächen bleibt nur der dritte Platz.

Testprofil

Saitek Cyborg Mouse
Saitek
ca. 40 Euro

Gaming-Maus

Weitere Details

Fazit:Eigenwillige Maus mit netten Detaillösungen; der Konkurrenz hinkt sie aber klar hinterher

3/5
befriedigend
Preis/Leistung
befriedigend

Ähnliche Eingewöhnungsschwierigkeiten plagen die Lachesis. Ihre Form liebt oder hasst man entweder. Kommt man damit gut zurecht, kann die Razer-Maus fast rundum überzeugen. Auch wenn man von den zusätzlichen dpi nichts merkt: Sie ist gleichermaßen eine echte eSports-Rakete wie zahmer Alltagsbegleiter. Wie kaum eine andere Maus vermittelt sie das Gefühl, sie jederzeit pixelgenau im Griff zu haben. Dazu kommt das außerordentliche geschmeidige Gleiten auf fast allen Oberflächen. Wer also auf den typischen Razer-Style bei Mäusen steht, für den dürfte die Lachesis erste Wahl sein.

Testprofil

Razer Lachesis
Razer
ca. 55 Euro

Gaming-Maus

Weitere Details

Fazit:Sehr präzise Profi-Maus mit etwas gewöhnungsbedürftiger Ergonomie.

4/5
gut
Preis/Leistung
gut

Gegenüber ihren eigenwilligen Konkurrenten gibt sich die Roccat Kone zunächst auffällig unauffällig. Ausstattung und Design entsprechen den üblichen Spielemaus-Konventionen; mit etwas bemüht wirkenden LED-Spielereien bemüht man sich um Originalität. Doch nach diesem nüchternen Auftakt landet die Kone einen Volltreffer nach dem anderen: Tolle Ergonomie für fast jeden Handtyp, ausgefeilte Technik und eine überragende Software. Ob man nun ambitionierter eSports-Profi ist oder nur gemütlich surfen und in Excel-Tabellen rumscrollen will: Die Kone ist jedem Anspruch einwandfrei gewachsen. Jedoch trüben kleinere Aussetzer ein wenig die Freude: Unverständlich ist zum Beispiel die bei einer deutschen Maus für den deutschen Markt in Englisch gehaltene Software. Und die Tasten arbeiten durchgängig - zurückhaltend gesprochen - sehr knackig, inklusive des Mausrad-Klicks. Als Kontrast dazu dreht sich das Mausrad selbst fast schon zu leichtgängig - gerade in dieser Kombination ist das sehr ungünstig. Insgesamt kann sich die Kone aber knapp vor der Lachesis platzieren, kostet Im Schnitt allerdings auch einen Zehner mehr.

Testprofil

Roaccat Kone
Roccat
ca. 65 Euro

Gaming-Maus

Weitere Details

Fazit:Exzellentes Gesamtpaket, das lediglich bei Details schwächelt.

5/5
sehr gut
Preis/Leistung
gut

Bildergalerie

Galerie
Computer:Zubehör:Sonstiges

Unser Testtrio gehört mit Preisen zwischen 40 und 65 Euro zur High Society der Spielemäuse.

Auf der nächsten Seite: Das Fazit - knapper Sieg für Roccat

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