Testbericht

Teil 4: OCR-Software: Zeichenlesung

Licht und Schatten gab es bei Readiris: Ausgerechnet mit einigen der schwierigsten Vorlagen kam diese Software am besten zurecht, darunter die Geo-Seite. Diese Seite übernahm Readiris anders als die Mitbewerber praktisch perfekt und gab sie fast originalgetreu als PDF-Datei aus. Recht gut gelingt dem belgischen Programm auch der Umgang mit Kontursatz.

Im Mengensatz- Test dagegen leistete sich Readiris trotz des weitaus umfangreichstem Trainingsprogramms - auf den zwei Trainingsseiten meldete es über zwanzigmal so viele Zweifelsfälle wie die Konkurrenten - eine hohe Fehlerquote: Pro Seite machte Readiris durchschnittlich mehr Lesefehlear als FineReader insgesamt in diesem Textabschnitt.

OCR-Software: Zeichenlesung

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Readiris 7

Zahlreiche ü erkannte Readiris falsch, etwa Borgermeister statt Bürgermeister und setzte wie bei vielen Einzelvorlagen mitten in Wörtern einen Punkt. Bei Überschriften hackte Readiris einzelne Wörter mitten durch und setzte einen Teil willkürlich in die nächste Zeile - ohne Trennstrich. Wenig logisch ist auch, dass Readiris viele i inmitten von Wörtern mit I erkannte.

Der Mischmasch an ausgegebenen Schriftarten und -größen bei den RTF-Dokumenten zwingt zu erneuten Formatierungen: Wenn Readiris nicht genug Platz in einer Textspalte für das Leseergebnis findet, setzt die Software den Text zwischendurch einen oder mehrere Punkt(e) kleiner. Als einziges Programm gab Readiris die serifenlose Mengentext- Vorlage mal mit einer Serifen-Schrift, mal in einer serifenlosen Schrift wieder. Bei den schwierigen Einzelvorlagen erkannte Readiris allzu oft farbig oder mit Grauwerten unterlegte Textboxen als Grafik. In einem Fall (Einladung zur Gemeinderatssitzung) machte es als einziges Programm alle r einer Schriftart zu _. Die Unterstützung der Scanner- Schnittstelle war die beste im Testfeld: Als einziges Programm verarbeitete Readiris gedrehte Vorlagen korrekt, wenn wir die Vorlagen aus Readiris heraus drehten. Nach der manuellen Wahl des richtigen Scanner-Treibers lief Readiris absturzfrei und rasant: Für die Texterkennung von zehn Seiten braucht es keine 20 Sekunden, die Mitbewerber genehmigten sich dafür eine halbe Minute. Der Hersteller wirbt zu Recht mit seiner Performance. Auch die laut Readiris gegenüber der Vorversion verbesserte Erkennungsleistung um 40 Prozent scheint realistisch - die von uns getesteten Vorversionen waren noch schlechter.

Sehr komfortabel ist der Assistent, der den Anwender sicher durch den Erkennungsvorgang führt, die Oberfläche ist klar und übersichtlich. Ohne Assistent ist die Umstellung des Ausgabeformats in Readiris vorab vorzunehmen, nicht erst bei der Ausgabe.

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