Testbericht

Teil 3: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden

16.10.2002 von Redaktion pcmagazin

ca. 1:40 Min
Testbericht
  1. Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  2. Teil 2: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  3. Teil 3: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  4. Teil 4: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  5. Teil 5: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  6. Teil 6: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
  7. Teil 7: Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden

Als einziges Programm im Test meisterte FreeHand 10 alle Belichtungstests fehlerfrei. Highlights im direkten Vergleich zu Illustrator sind das pfeilschnelle und präzise Vektorisierungswerkzeug des rasanten Programms und die Perspektivraster für 3D-Simulation.

Verglichen mit Illustrator liefert FreeHand besonders bei den Verformungswerkzeugen einen deutlich geringeren Funktionsumfang. Wer fürs Web produziert, darf sich freuen: Macromedia hat die FreeHand-Oberfläche stärker den Webprodukten angepasst, um den Umstieg zu erleichtern - zu Lasten des Arbeitsplatzes, denn manche Paletten wurden größer bei gleichem Inhalt. Obwohl Macromedia SVG mitentwickelt hat, findet sich in FreeHand keine Ausgabe-Option für dieses Hersteller- unabhängige Format. Sehr gut unterstützt FreeHand dagegen das SWF-Format: Flash-Animationen setzen Sie direkt in FreeHand auf Links und verwenden die Elemente auch für Ihre Drucksachen.

Zeichenprogramme: Nach Strich & Pfaden
Macromedia FreeHand 10
© Archiv

Viele Details machen den Umgang mit FreeHand angenehmer: Die Icons der Werkzeugpalette für die schnelle Zuweisung von Umriss- und Füllfarbe mag man nach kurzer Zeit nicht mehr missen. Ähnlich den Webprogrammen ändert sich der Mauszeiger nach den Möglichkeiten der augenblicklichen Aktion. Verblüffende Effekte erzielen Sie mit der neuen Funktion des Konturverlaufs. Dabei folgt die Verlaufsform der Außenform des Objekts. Den Mittelpunkt, zu dem die Farbe verläuft, setzen Sie nach Belieben. Die Wirkung ähnelt einer Überblendung, ohne den Aufwand dafür zu benötigen. Perfekt wären jetzt noch weiche Kanten, die Sie aber nach wie vor durch Überblendtechniken erstellen müssen.

Die symbolbasierenden Pinselstriche in FreeHand 10 liefern interessante Möglichkeiten. Es ist aber etwas Einarbeitungszeit nötig. Wie in anderen Programmen legen Sie vorgefertigte Vektorobjekte entlang eines Pfades an. Wahlweise können Sie ein Objekt/eine Objektgruppe auf die gesamte Länge des Pfades setzen oder als Sprühstrich wiederholen. Eigene Kreationen erweitern schnell die bestehende Bibliothek. Diese setzen Sie auch wieder ein, um neue Pinselstriche zu generieren. Im dazugehörigen Dialogfeld definieren Sie Abstände, Drehwinkel, Größe, Lage in Relation zum Pfad - jeweils fix, variabel oder per Zufall. Hier sind Fantasie und Spieltrieb Tür und Tor geöffnet. Auch hier gilt die Regel, die nur Expression durchbricht, dass alles nicht drucksensitiv mit einem Grafiktablett funktioniert.

FreeHand wird auch für das Setzen kleinerer Publikationen verwendet. Dazu dienen Masterseiten. Werden Änderungen auf diesen durchgeführt, finden diese auf allen damit verbundenen Seiten statt. Sie können beliebig viele Masterseiten definieren und frei festlegen, welche Seite mit welcher Masterseite verbunden ist. Der Preis: 509 Euro.

http://www.macromedia.com

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