Testbericht

Teil 3: Vergleichstest Notebooks

2. Thin-& Light

Auf Grund der größeren Bauform ergeben sich bei den Thin-& Light-Notebooks im Vergleich zu Netbooks gleich mehrere Vorteile. Einer davon ist der Platz für eine vollwertige Tastatur, die auf einen Tastenabstand von 19 Millimeter kommt. Das Display erreicht allerdings immer noch kein ergonomisch vertretbares Maß. Die Pixeldichte liegt bei einem 12-Zoll-Notebook und Standardauflösung von 1280x800 Bildpunkten mit 124 dpi sogar über dem Niveau von Netbooks.Die Kernkomponenten dieser Klasse basieren fast immer auf einer AMD-bzw. Intel-Plattform. Es kommen fast ausschließlich Prozessoren mit zwei und mehr Kernen zum Einsatz und die Grafiklösung ist nicht mehr nur in den Chipsatz integriert, sondern findet sich häufig in Form eines eigenständigen Chips. Durch die große Anzahl an Prozessoren, Chipsätzen und Grafiklösungen, die Herstellern zur Verfügung stehen, ergibt sich eine enorme Bandbreite an Produkten.

Testprofil

AcerTravelMate 6293_3G
www.acer.de
1310 Euro

Thin- & Light-Notebook

Weitere Details

100 Prozent

Testurteil
sehr gut

Die Einsatzmöglichkeiten werden dabei im Wesentlichen durch wenige Komponenten vorgegeben. Prozessoren haben zwar große Auswirkungen auf die Systemleistung, doch für die meisten mobilen Anwendungen spielen sie keine Rolle. Denn selbst die kleinsten Prozessoren, wie der Core 2 Duo T7100 oder der P8400, erreichen ein Niveau, das für alle Office-Anwendungen mehr als ausreichend ist. Selbst aufwändige Bildberechnungen meistern sie problemlos, ebenso wie anspruchsvolle Tabellenkalkulationen mit komplexen Formeln.Etwas weniger leistungsfähig als die Standard- Prozessoren sind so genannte Low Voltage oder Ultra Low Voltage Prozessoren. Diese benötigen weniger Energie und sind dadurch leichter zu kühlen, was neben einem geringeren Gewicht längere Akkulaufzeiten mit sich bringt. Sie sind allerdings teurer als normale Prozessoren und treiben dadurch den Gesamtpreis eines Notebooks nach oben. Apropos Preis: Je kleiner, leichter und leistungsfähiger die Notebooks sind, desto teurer sind sie. Die Ursache dafür sind die sehr komplexen Verfahren für die Kühlung der Komponenten und die aufwändigen Materialien, die eingesetzt werden, um die Geräte trotz des geringen Gewichtes und meist schlanken Bauweise ausreichend stabil zu bekommen.

Testprofil

MSIMegabook PR211 Z8025VHP
MSI-Computer
749 Euro

Thin- & Light-Notebook

Weitere Details

90 Prozent

Testurteil
gut

Ein Beispiel, wie ein solches High-End-Notebook aussehen kann, ist das Vaio VGN-Z21ZN von Sony. Mit einem Gewicht von nur 1451 Gramm ist es leichter als viele Netbooks. Trotzdem steht es in der Systemleistung und der Akkulaufzeit keinem anderen Notebook dieser Klasse nach und auch viele Netbooks wären mit einer erreichten Akkulaufzeit von über sieben Stunden gut bedient. Allerdings kostet das Schmuckstück auch stolze 4000 Euro, was sich nur zum Teil durch den teuren Blu-ray- Brenner und die 128 GByte große SSD erklären lässt.Bei den Allroundern und Desktop-Replacements müssen sich die Hersteller etwas weniger Mühe geben, wenn die Grafiklösung oder der Prozessor mehr Kühlleistung benötigt. Dann wird einfach eine leistungsstärkere Kühlung integriert, selbst wenn sie mehr wiegt. Modelle mit leistungsfähigen Prozessoren und Grafikchips bringen deshalb leicht einige hundert Gramm mehr auf die Waage als vergleichbare Geräte mit im Chipsatz integrierten Lösungen.

Testprofil

SonyVaio VGN-Z21ZN/X
www.sony.de
3999 Euro

Thin- & Light-Notebook

Weitere Details

100 Prozent

Testurteil
sehr gut

Die Geräte der Thin-& Light-Klasse erweisen sich im mobilen Einsatz als universelle Arbeitsgeräte. Der Aufgabenbereich wird dabei nur selten vom Prozessor alleine bestimmt. Viel häufiger begrenzt die Grafikkarte die Anwendungen. Kommt eine im Chipsatz integrierte Grafik zum Einsatz, in Verbindung mit einer Low Voltage bzw. Ultra Low Voltage CPU, halten Sie vermutlich ein Gerät der 1,5 Kilogramm- Klasse in Händen, das mindestens 1500 Euro gekostet hat. Dafür sieht es ansprechend aus und liefert lange Akkulaufzeiten. Das Einsatzgebiet beschränkt sich dann im Wesentlichen auf klassische Officeanwendungen. Gleiches gilt für die Modelle mit Standardprozessoren. Allerdings gibt es hier bereits Modelle ab 700 Euro, bei einem Gewicht von rund 2 Kilogramm.

Testprofil

ToshibaProtege M800-116
www.toshiba.de
999 Euro

Thin- & Light-Notebook

Weitere Details

90 Prozent

Testurteil
gut

Sind Sie der Meinung, dass eine im Chipsatz integrierte Grafiklösung nicht ausreicht, sollten Sie auf eine eigenständige Grafiklösung achten. Doch diese alleine ist kein Garant für ein Spiele taugliches System. Meist kommen ein GeForce 9300M oder ein ATI Mobility Radeon HD 3470 zum Einsatz. Beide Ausführungen steigern die Grafikleistung der Notebooks deutlich, doch für aktuelle Spiele reicht die gebotene Leistung dennoch nicht aus. Entsprechend klein ist das Anwendungsfenster, das solche Chips bedienen, sie aber nicht überfordert.

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Winzige Preise, riesige Leistung

Acer TravelMate 6293_3G

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