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Testbericht

Teil 3: Vergleichstest: High-End-TV

Inhalt
  1. Vergleichstest: High-End-TV
  2. Teil 2: Vergleichstest: High-End-TV
  3. Teil 3: Vergleichstest: High-End-TV

Toshiba 46ZF 355 D

Wachsende Bilddiagonalen bringen deutsche Wohnzimmer vermehrt in Platznot. Mit jedem Zoll Bilddiagonale steigt der Platzbedarf moderner Flachbildfernseher überproportional. Vor allem im ausgeschalteten Zustand ist das ?schwarze Loch? nicht nur der Liebsten ein Graus. Da liegt es für die TV-Hersteller nahe am Drumherum zu sparen. Lautsprecher werden deshalb schon lange fast ausschließlich unter das Display gepackt. Der nächste konsequente Schritt muss die Verkleinerung des Rahmens sein. Allerdings stoßen die Ingenieure hier schnell auf ein technisches Problem: Sowohl die Aufhängung des Panels als auch die Hintergrundbeleuchtung benötigen durchschnittlich fünf Zentimeter neben dem Panel. Über einige Ingenieurskniffe ist es Toshiba nun gelungen die Rahmenbreite auf unter zwei Zentimeter zu senken. Damit verkleinern sie die Abmessungen des 46-Zoll-Fernsehers so sehr, dass dieser weniger Platz als die meisten 42-Zoll- Geräte benötigt. Subjektiv erscheint das Bild dadurch noch größer als es ohnehin schon ist. Am besten kommt der 46 ZF 355 D an der Wand zur Geltung: Dann erklärt sich auch Toshibas Bezeichnung ?Picture Frame?, da das Bild wie ein Gemälde an der Wand schwebt. Dem Rahmen selbst hat Toshiba eine hochwertige Glanzlackierung spendiert. Die schmale Lautsprecherlippe ist komplett in Metall eingefasst.

© Archiv

Toshibas Devise: Weniger Platz für mehr Bild. Bei immer mehr TV-Geräten ist der Digital-Receiver für DVB-T, Kabel oder Satellit integriert.

Ausstattung

Standesgemäß verbaut auch Toshiba drei HDMI-Eingänge, von denen sie einen auf der Flanke postieren. Sie beherrschen Regza-Link, wie Toshiba seinen HDMI- CEC-Standard tauft, sowie die Darstellung von 24p-Signalen. Neben den zwei RGB- fähigen Scartbuchsen fällt vor allem der Subwooferausgang positiv auf. An der Cinchbuchse lassen sich Aktivsubwoofer andocken, die der Fernseher dann mit Tieffrequenzen versorgt.

Bedienung

Auch bei Toshiba an Bord ist der DVB-T-Tuner, der dem Zuschauer allerdings die Eingewöhnung in eine neue Oberfläche abfordert. Schade, denn das Toshiba-Menü ist noch immer eines der schönsten und übersichtlichsten am Markt. Zahlreiche Einstellungen sind klar benannt und in fünf Untergruppen sortiert. Nur das ?3D-Colormanagement? mit seinen mehr als 20 Parametern dürften die Japaner durchsichtiger gestalten. Und den 100-Hz-Modus, der die nichtssagende Bezeichnung ?Filmstabilisierung? trägt und sich in die Stufen ?Aus?, ?Normal? und ?Sanft? gliedert. Voraussetzung ist, dassman vorher ?Active Vision M100? aktiviert.

© Archiv

Kaum höher als die Fernbedienung. Der Rahmen des 46- Zöllers misst weniger als zwei Zentimeter ? im Vergleich zum Riesenbild ein Minirand.

Bildqualität

Am Beispiel der 24p-Zuspielung lassen sich die Auswirkungen der verschiedenen Punkte gut erklären: Auf ?Aus? pulldowned (3:2) der Fernseher das Signal auf 60 Hz, die dann - mal zwei - zwar mit 120 Hertz angezeigt werden, aber trotzdem unangenehm ruckeln. Die Funktion ?Normal? wiederholt jedes der 24 Bilder fünfmal, waswiederum 120 Hertz ergibt. ?Sanft? aktiviert letztlich die Bildinterpolation. Dann zeigt das Panel Bild A und Bild B je dreimal und interpoliert zwei neue hinzu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Bilder laufen wesentlich flüssiger, wobei die Ästhetik des Films, der so genannte ?Filmlook? fast vollständig erhalten bleibt. Die Bewegungsschärfe an sich gewinnt, kann allerdings nicht mit der 100-Hz-Technik von Philips 42 PFL 9900 D/10 mithalten.

Testergebnisse

Toshiba 46 ZF 335 D
Toshiba
2.900 Euro

46-Zoll-LCD-Fernseher

Weitere Details

68 Prozent

Fazit:Der 46 ZF 355 D vereint herausragendes Design und neueste Technik zum fairen Preis.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Insgesamt macht das 46-Zoll-Panel einen hervorragenden Eindruck. Der Blickwinkel ist für Toshibas Verhältnisse sehr weit. Der Schwarzwert von 0,16 cd/m2 bei mittel gedimmten Hintergrundlicht kann sich ebenfalls sehen lassen. Der daraus resultierende Kontrast von fast 500:1 gehört zur LCD-Oberschicht, kann sich in diesem hochkarätigen Umfeld allerdings nicht angemessen positionieren.

So sauber die Abstimmung der Farben gelingt, legt sich Toshiba mit der Abstimmung der Farbtemperatur einen Stein in den Weg zum perfekten Bild. Das gezeigte scheint leicht unterkühlt und weist eine sanfte Rottönung auf. Das fällt allerdings nur im Direktvergleich wirklich auf. Seine Stärken spielt Toshiba wie gewohnt bei der Skalierung aus. Vor allem über die Analogeingänge fasziniert die Bildengine ?Pixel Processing V? durch eine astreine Detaildarstellung ohne auch nur ansatzweise Bildfehler zu produzieren. Für die Darstellung von FullHD-Signalen muss man leider immer wieder aufs Neue die Option ?True Scan? aktivieren. Dann darf sich der Zuschauer an einem der am feinsten aufgelösten Bilder überhaupt berauschen.

Ton

Überraschend gut gelingt die Ausgabe des Tons über die kleinen Onkyo-Lautsprecher: Auch wenn das eine oder andere Detail nicht zur Geltung kommt, weiß das ausgewogene Klangbild durchaus zu gefallen.

Standpunkt

Fünf Mal Luxus, der hält, was er verspricht. Pioneers Spitzenplasma PDP-LX 508 D liefert schlicht die beste Bildqualität, die uns je unter die Augen gekommen ist. Originalgetreues Kinofeeling und die opulente Ausstattung sind jeden bezahlten Cent wert. Wem es mehr nach Lifestyle als nach Kino dürstet, kommt mit Philips ?Aurea? voll auf seine Kosten. Das Goldkind vereint ausgefallenes Design, die unvergleichliche Ambilight-Beleuchtung und eine hervorragende Bildperfomance zum einzigartigen TV-Erlebnis. Sharps LC-46 HD 1 E lebt Komfort als Luxus. Mit voller Tunerausstattung und integrierter Festplatte schafft er einen Zugang zur (HD)TV-Welt, wie es in dieser Preisklasse derzeit kein anderer vermag.

Kann das Neueste gerade neu genug sein? Samsung verschafft dem F 96 BD durch sein LED-Backlight ein Alleinstellungsmerkmal, dem sobald kein Konkurrent den Rang abläuft. Einige Kinderkrankheiten in der Bilddarstellung muss der ?Early Adopter? dafür allerdings in Kauf nehmen. Wessen Budget etwas limitierter ist, findet in Toshibas Topmodell 46 ZF 355 D den passenden Partner. Das schlanke Rahmendesign ist bislang ohne Konkurrenz und lässt das Bild förmlich grenzenlos erscheinen. Einige Zwicker in der Bildqualität fallen da kaum ins Gewicht.

Bildergalerie

Galerie
Luxusklasse

Beim Aurea-LCD-TV von Philips passt sich die Außenbeleuchtung automatisch der Farbgebung des Panelinhalts an.

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