Testbericht

Teil 3: Vergleichstest Gaming PCs

20.12.2007 von Redaktion pcmagazin und Klaus Länger

ca. 2:35 Min
Testbericht
  1. Vergleichstest Gaming PCs
  2. Teil 2: Vergleichstest Gaming PCs
  3. Teil 3: Vergleichstest Gaming PCs
  4. Teil 4: Vergleichstest Gaming PCs
  5. Teil 5: Vergleichstest Gaming PCs
  6. Teil 6: Vergleichstest Gaming PCs

Combat Ready!

Die beiden Rechner der 2600-Euro-Klasse haben einiges gemeinsam: eine übertaktete Q6600-CPU, Wasserkühlung und Grafikkarten im SLI-Verbund.

Die kleinen Quad-Core-Prozessoren von Intel sind mit knapp 250 Euro vergleichsweise günstig und für ihr enormes Übertaktungspotenzial bekannt. Diesen Umstand machten sich die Techniker zunutze, die für den Bau des Combat Ready! von Grey Computer und des Boliden von XMX verantwortlich waren. Denn in beiden PCs arbeiten eigentlich mit 2,4 GHz getaktete Core 2 Quad Q6600 mit Taktraten jenseits der drei GHz und werden durch Wasserkühlungen auf einer akzeptablen Arbeitstemperatur gehalten. Der günstige Preis für den Prozessor lässt dann Raum für eine potente Grafiklösung: In beiden Rechnern stecken jeweils zwei GeForce-8800-Karten in SLI-Konfiguration. Interessant sind hier vor allem die Detaillösungen.

Gaming-PC mit Wasserkühlung
Der Gaming-Bolide von Combat Ready! arbeitet mit einer Taktrate von astronomischen 3,6 GHz.
© Archiv

Mit enormen 3,6 GHz läuft der Core 2 Quad Q6600 im Combat Ready! Gaming-PC Q6600@3,6GHz des Kölner PC-Herstellers Grey Computer Cologne. Möglich war diese um 50 Prozent überhöhte Taktrate nur durch eine Erhöhung des FSB von 1066 auf volle 1600 MHz, da der Taktmultiplikator der CPU nicht über den Faktor 9 erhöht werden kann. Der zwei GByte große Arbeitsspeicher läuft, trotz des erhöhten FSB mit 800 MHz, da der Teiler im BIOS des nForce-680i-Mainboards von XFX entsprechend angepasst wurde.

Um einen stabilen übertakteten Betrieb der CPU möglich zu machen, muss man immer auch an der Corespannung drehen. Die Erhöhung der Kernspannung der CPU fällt beim Combat Ready mit 1,46 Volt relativ moderat aus und bewegt sich sogar noch innerhalb der offiziellen Intel-Spezifikationen für den Q6600, die bis 1,5 Volt zulassen. Mit einer Luftkühlung lässt sich ein so massiv übertakteter Prozessor aber auf keinen Fall betreiben. Daher führt eine Innovatek-Wasserkühlung die Hitze von der Intel-CPU ab.

Als CPU-Kühler arbeitet mit dem G-Flow das Spitzenmodell von Innovatek. Allerdings ist der aus Kupfer und Aluminium aufgebaute Kühler im Combat Ready nicht mit den serienmäßigen Kunststoffhalterungen befestigt, sondern wurde stabil verschraubt. Die Pumpe, der Ausgleichsbehälter und ein Triple-Radiator sind im unteren Bereich des modizierten TJ07W-Gehäuses von SilverStone untergebracht. Da sie den Raum einnehmen, der sonst von den Festplattenkäfigen belegt wird, sind die beiden 320-GByte-Samsung-HDDs mit Laufwerksschienen in zwei der 5,25-Zoll-Einschüben des Alugehäuses eingeschraubt.

Das Innenleben im Combat-Ready-PC
Wahre Kunstwerke aus Kabelbindern halten Kabel und Schläuche an ihrem Platz.
© Archiv

Das Gespann aus dem auf 3,6-GHz getakteten Prozessor erreicht in den Prozessor- und 3D-Benchmarks absolute Spitzenwerte: Im Cinebench 9.5 erzielt der PC 1868 Punkte und bei Crysis in High-Quality bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten immer noch 18,89 fps. Der auf 3,15 GHz übertaktete XMX kommt hier auf 1678 Punkte und 17,24 fps. Um den Preis von 2599 Euro trotz der beiden teuren Ultras erreichen zu können, musste Grey Computer bei den sonstigen Komponenten etwas knapper kalkulieren. Der PC muss mit dem Onboard-Sound auskommen und auch Maus und Tastatur wollen separat erworben werden.

Pluspunkte sammelt der Combat Ready! wieder beim Service: Der Hersteller gibt für den PC 60 Monate Garantie. Eine Spezialität ist die 3D-Gamer-Upgrade-Garantie: Kauft man beim Hersteller innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf des Rechners eine stärkere CPU, Grafikkarte oder andere Speichermodule, dann zahlt man nur die Differenz zum aktuellen Listenpreis.

Tripple-Radiator
Ein riesiger Radiator mit drei Lu?ftern im unteren Bereich des Silver-Stone-Gehäuses sorgt dafu?r, dass der 2,4-GHz-Prozessor auf 3,6 GHz u?bertaktet laufen kann.
© Archiv

Die alten Komponenten müssen dabei vorher zu Grey Computer eingesandt werden. Wenn sich der Käufer den Umbau nicht selbst zutraut, was gerade bei einer Wasserkühlung leicht der Fall sein kann, dann kann man auch den kompletten PC einsenden und die Komponenten werden gegen eine Servicepauschale eingebaut. Der Konkurrent von XMX bietet beim Service ohne Aufpreis nur 24 Monate Gewährleistung mit Bring-In-Service.

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