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Testbericht

Teil 3: Vergleichstest: BenQ W5000, Infocus X10, JVC HD 100

Schwärzer als Schwarz

Der neue Heimkinoprojektor rundet Pioneers Bildportfolio nach oben ab. Nach zehn Jahren Abstinenz im Markt entschied man sich, bewährtes besser zu machen und formte den KRF-9000 FD nach dem Ebenbild des JVC DILA-Königs DLA-HD 100. Ist der Neue wirklich besser?

© Archiv

Der Pioneer KRF-9000 FD

Mit dem DLA-HD 100 gelang JVC Anfang des Jahres ([int:article,22631/]) ein großer Wurf: Kontrast- und Schwarzwerte des Edelbeamers übertrumpften alles bisher Dagewesene. Diesen Erfolg verdankt der Projektor den drei, von JVC entwickelten und konsequent verbesserten DILA-Chips.

Test Projektoren

PioneerKRF-9000 FD
www.pioneer.de
7.500 Euro

3-Chip-LCoS (DILA)

Weitere Details

77 Prozent

Fazit:Schade, dass Pioneer den größten Teil des Optimierungspotenzials vergab. Statt eines sehr guten KRF-9000 FD, wäre er sonst vielleicht der Beste geworden.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut

Genau die richtige Basis also für Pioneer, die sich mit ihren kontraststarken Plasmas den Ruf als Bildspezialisten verdienten. Diese zeichneten sich jüngst durch ihre sagenhaften Schwarzwerte aus - eben wie der Projektor. Passend, denn unter der Bezeichnung "Kuro" (japanisch für Schwarz) vermarktet Pioneer seit mehr als einem Jahr seine Oberklasse- Geräte - so auch den KRF-9000 FD, der mit 7.500 Euro gleichviel kostet wie der JVC. Was hat oder vielmehr, was durfte Pioneer also verbessern?

So viel sei vorweg genommen - Veränderungen muss man mit der Lupe suchen. Deshalb führt man sich am besten nochmals die Vorzüge des HD 100 vor Augen. Sehr gut gefällt die flexible Projektionslinse: Schon 1,35 Meter genügen dem Weitwinkelobjektiv, um ein Meter Bildbreite auf der Leinwand zu füllen. Der opulente Zoombereich (2x) dehnt diesen Bereich auf eine Entfernung bis 2,7 Meter. Über die Lensshift- Funktion darf der Pioneer horizontal 34, vertikal 80 Prozent aus der direkten Projektionsachse rutschen - das ist üppig. Leider hat Pioneer die billigen Plastikstellräder nicht gegen eine Motorisierung getauscht - so gerät deren Justierung noch immer recht fummelig. Auch sollte nicht der ganze Spielraum des Lensshifts ausgenutzt werden, da es sonst zu Farbsäumen an den Bildrändern kommt.

© Archiv

Äußerlich sieht man nur am Pioneer-Logo und dem silbernen Objektivring Unterschiede zu JVCs HD 100

Auf Anschlussseite setzt auch der KRF-9000 FD auf zwei HDMI-Eingänge inklusive Unterstützung des erweiterten x.v.YCC-Farbraumes. Gefreut hätten wir uns über eine Implementierung von HDMI-CEC für die Einbindung ins Pioneer-Heimkino. Freude bereitet der manuelle Konvergenzausgleich. Decken sich die Bilder der drei Chips im Projektor nicht exakt, entstehen ebenfalls Farbsäume. Der DILA- Projektor erlaubt den manuellen Ausgleich über das Menü. Der Preis für die clevere Lösung des großen Drei-Chip-Problems ist ein geringer Auflösungsverlust.

Und was hat Pioneer nun beigesteuert? Zum einen haben sie die groben Übersetzungsfehler des JVC- Menüs korrigiert. Am Gehäuse wurde der Objektivring Schwarz statt Silber lackiert, was auch die letzten Reflektionen im Heimkino vernichten soll. Für die Bildqualität hat Pioneer nochmals an der Kontrastschraube gedreht. Sagenhafte 16.000:1 und pechschwarze 0,04 lm lautet das überragende Ergebniss. Gerade Weltraumszenen in den Filmen "Sunshine" oder "2001" erreichen so eine bisher nicht gesehene Bildtiefe - andere Filme wirken geradezu dreidimensional. Schade, dass diese Präzision nicht durch eine realitätsnahe Farbgebung unterstrichen wird. Ohnehin satt colorierte Filme wie "Transformers" wirken einfach nur knallbunt. Schade, denn hier liegt das größte Optimierungspotenztial verborgen.

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Pioneer KRF-9000 FD: Wie schon JVCs HD 100 krankt der Bildeindruck an der viel zu bunten Farbdarstellung. Auch die Möglichkeiten zur Kalibrierung der Farbtemperatur könnten besser sein. Die Gammawerte und deren Tuningmöglichkeiten könnten indes nicht besser sein.

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