Testbericht

Teil 3: Tintenstrahldrucker: Das Imperium schlägt zurück

17.6.2002 von Redaktion pcmagazin

ca. 1:25 Min
Testbericht
  1. Tintenstrahldrucker: Das Imperium schlägt zurück
  2. Teil 2: Tintenstrahldrucker: Das Imperium schlägt zurück
  3. Teil 3: Tintenstrahldrucker: Das Imperium schlägt zurück

Der HP DeskJet 5550 sieht auf den ersten Blick aus wie ein Ding aus einer anderen Welt. Beim zweiten Hingucken werden deutliche Parallelen zum zeitgenössischen italienischen Automobildesign erkennbar. Ein ästhetisches Gerät, das Interessenten die alten grauen Kisten mit dem Charme von Butterbrotpapier vergessen lässt.

Dass der neue HP so flach ist, verdankt er seinem Papiereinzug unter dem Druckwerk und den verkleinerten Patronen, die eine solche Bauweise erst ermöglichen. Die Treiber sind schnell installiert. Dass sich der Drucker danach selbst kalibriert, ist HP-Standard. Der USB-Drucker wird erkannt (auch eine parallele Schnittstelle ist vorhanden) und eingerichtet. Ein Neustart ist entbehrlich.

Tintenstrahldrucker: Das Imperium schlägt zurück
HP Deskjet 5550
© Archiv

Der DeskJet 5550 ist deutlich schneller als der Z65. Nach 20 Sekunden kommt der Dr.-Grauert-Brief aus dem Drucker, bei zehnfachem Druck vergehen 1:54 Minuten. Das Mischdokument läuft in 37 Sekunden durch den Drucker und das zehnseitige Mischdokument wird in 5:46 Minuten abgearbeitet. Dass der DeskJet die Geschäftskorrespondenz sauber und mit schönem Schriftbild erledigt, entspricht HP-Standard. Die Kür sind die Fähigkeiten im Fotodruck. Zeitmäßig nehmen sich die beiden Drucker wenig: Mit 11:30 Minuten für das Corel-Dokument und mit knappen elf Minuten für das Foto ist der HP geringfügig langsamer als der Lexmark.

Auch bei der Qualität der Fotoausdrucke hat der Lexmark die Nase vorn. Immerhin: Der 5550 zeigt extrem feine Details und leuchtende Farben. Und er ist in der Lage, das Bild im Druckertreiber noch zu verbessern. Dennoch: Der Z65 löst den Strahlenkranz noch ein Quäntchen feiner auf, mischt die Farben noch ein bisschen sauberer und stellt den Graukeil noch ein wenig differenzierter dar. Beim HP sind an einigen Stellen Dots (Tintenpunkte) sichtbar. Das DIN-A4- Foto ist auch nach Meinung mehrerer Betrachter ein echtes Foto - nicht nur ein brauchbarer Ausdruck. Aber alle Testseher - auch die Lichtlupe bestätigt dies - bemerkten den Unterschied zwischen den feineren Lexmark-Ausdrucken und den schönen, aber gröberen HP-Ausdrucken. Beim Farbmanagement bevorzugt HP etwas knalligere, ansonsten aber durchweg ausgewogene Farben.

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