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Testbericht

Teil 3: Test: Surround-Receiver

Inhalt
  1. Test: Surround-Receiver
  2. Teil 2: Test: Surround-Receiver
  3. Teil 3: Test: Surround-Receiver

Sieben Kanäle soll der Sony in der höchsten Ausbaustufe mit seinen Endstufen versorgen. Im Surround- Durchgang mit fünf Kanälen schien er im Vergleich mit den drei Rivalen, allen voran dem AVR 155, besonders in den unteren Oktaven bereits an die Grenzen seiner Kapazität zu stoßen. Angesichts des günstigsten Einstandspreises im Testfeld dennoch eine starke Leistung. Die natürlichen Klangfarben blieben erhalten und Detailreichtum und Sprachverständlichkeit gaben keinen Anlass zur Kritik. Ihren Aufpreis rechtfertigten Yamaha und Onkyo mit stabilerer, lückenloserer Abbildung im gesamten Raum und einem Plus an Feinzeichnung und Bassfundament. Im Gegensatz zu Stereo behielt hier aber der beherzter zupackende, sehr authentische Onkyo leicht die Oberhand.

Wer noch einmal etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt mit dem Harman eine emotionale Achterbahnfahrt, die in klaustrophobischen Szenen wie aus "Das Boot" oder "U 571" schon fast beängstigend wirkt. Das lässt sich nicht zuletzt auf das besonders gleichmäßige, je nach Aufnahmesituation weiträumigere oder dichtere Surroundpanorama und den extrem tief hinabreichenden, körperlich fühlbaren Bass zurückführen. Um in der Szene zu bleiben: Wenn einem die berstenden Nieten von allen Seiten in einem ächzenden Bootskörper um die Ohren fliegen und überall die Wasserbomben detonieren, freut man sich doppelt, zur Nachkriegsgeneration zu gehören.

Stärken und Schwächen

Klangqualität:Sony schneidet ungeachtet des günstigen Preises in Stereo besonders gut ab, die Stunde des Onkyo schlägt bei Surround. Der Yamaha bietet einen sehr gelungenen Kompromiss, während der teure Harman in beiden Disziplinen dominiert. Ausstattung:Onkyo und Yamaha schneiden in dieser Klasse exzellent ab, während der Harman sich trotz seines deutlich höheren Preises nicht vom günstigsten Receiver im Test von Sony absetzen kann. Bedienung:In der Parade-Disziplin seines Hauses lässt sich der Onkyo nicht einmal vom spartanischer ausgestatteten Harman die Butter vom Brot nehmen. Verarbeitung:Harman legte zu, Yamaha bietet bewährtes Finish, aber gegen den Onkyo mit seinen besonders soliden Tasten und Knöpfen ist in dieser Klasse kein Kraut gewachsen.

Fazit:

Doppelt freuen können sich auch alle, die ausgewogene Allrounder suchen, über die Receiver Yamaha und den Harman: Für ihren Preis bieten beide ein gerütteltes Maß an Surround- und Stereo-Vergnügen. Der günstige Sony holt in Stereo immerhin fünf Punkte mehr als der gleich teure Vorgänger und Onkyo toppt das überragende Vorjahresmodell in der Gesamtwertung um mehr als zehn Punkte - für fünfzig Euro weniger! Die üblichen Verdächtigen unterstreichen also auf ihre eigene Art, dass weniger mehr ist und werden damit voll den unterschiedlichen Rollen gerecht, die ihnen ihre Schöpfer zugedacht haben.

Wissen

Video-Up-Scaling Wer einen HD-Fernseher besitzt und noch ältere DVD-Player oder gar Video-Recorder betreibt, kann mit den beiden Receivern von Onkyo und Yamaha zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Dank ihrer Video-Konverter mit Up-Scaling auf 1080i (Onkyo) respektive 1080p (Yamaha) gewinnen die Videobilder an Auflösung und es genügt ein HDMI-Kabel vom Receiver zum Monitor oder Beamer, statt zusätzlich analoge Verbindungen zu knüpfen.

© Archiv

In der Analogwelt gibt es eine Vielzahl von Anschlussoptionen.

Während der Yamaha mit De-Interlacer sogar zusätzliche Zwischenbilder errechnet (daher das kleine "p" wie "progressive") belässt es der Onkyo bei 25 Halbbildern pro Sekunde, was dank der von PAL auf FullHD gesteigerten Auflösung aber ebenfalls einen Qualitätsgewinn bedeutet.

© Archiv

Mit Up-Scaling auf 1080i oder 1080p genügt eine gemeinsame HDMI-Verbindung vom Receiver zum Monitor.

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Die üblichen Verdächtigen

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